Unter Urs Fischer hat Mainz eine klare Spielidee entwickelt und setzt auf eine eingespielte Mannschaft mit hoher Intensität. Die ersten beiden Spiele gegen Paderborn und Hamburg blieben ohne Gegentor, ehe Frankfurt zuletzt die Mainzer Schwächen konsequent ausnutzte. Gerade die Mischung aus defensiver Ordnung, körperlicher Präsenz und schnellen Offensivaktionen macht den FSV zu einem unangenehmen Gegner.
Dreierkette mit viel Dynamik
Fischer setzt weiterhin auf eine Grundordnung mit Dreierkette, in der die Außen über die Schienen für Breite sorgen. Im Zentrum soll Mainz kompakt bleiben, während die offensiven Spieler immer wieder in die Zwischenräume rücken und nach Ballgewinnen schnell den Weg nach vorne suchen. Die Mannschaft lebt dabei von hoher Laufbereitschaft, aggressivem Zweikampfverhalten und einem direkten Spiel in die Tiefe.
Gegen den Ball arbeitet Mainz meist aus einer kompakten Ordnung und versucht, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Die Niederlage gegen Frankfurt hat allerdings gezeigt, dass Ballverluste und fehlende Konsequenz in den Zweikämpfen schnell bestraft werden können. Gladbach sollte deshalb versuchen, die erste Pressinglinie zu überspielen und die Räume hinter den herausrückenden Schienenspielern zu nutzen.
Personelle Veränderungen und wichtige Säulen
Personell muss Fischer gegen Gladbach auf mehrere Spieler verzichten. Kapitän Silvan Widmer fällt wegen einer Patellasehnenverletzung weiterhin aus, auch Dominik Kohr, Paul Nebel und Silas stehen nicht zur Verfügung. Eric Martel ist nach seiner Verletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, war zuletzt aber noch kein Kandidat für den Kader. Nach dem Ausfall von Robin Zentner ist zudem Alexander Schwolow als Torhüter eine Option.
Nadiem Amiri bleibt der zentrale Taktgeber im Mainzer Spiel und ist insbesondere mit seinen Standards und seiner Ballsicherheit wichtig. Phillip Tietz sorgt als vorderster Angreifer für Präsenz im Strafraum und hat in den ersten drei Spielen bereits zweimal getroffen. Auch Sheraldo Becker bringt mit seiner Geschwindigkeit eine wichtige Komponente für das Mainzer Umschaltspiel mit.
Voraussichtliche Aufstellung Mainz 05:
Schwolow – Posch, Bekl, Potulski – Mwene, Sano, Caci – Amiri, Jae-Sung Lee – Becker, Tietz
von Niklas Kirchhofer

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