Christoph Kramer

»Es war wichtig, den Reset-Knopf zu drücken«

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Daniel Farke und Christoph Kramer am Rande des Trainings am Dienstag (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Der neue Trainer Daniel Farke fordert die Profis von Borussia Mönchengladbach von Beginn an. Christoph Kramer kann sich dafür begeistern - und ist sich sicher, dass der Verein mit Farke den notwendigen Neuanfang erfolgreich gestalten kann.

Alles steht auf Neuanfang in Mönchengladbach, seitdem die Vorbereitung gestartet ist. Der Blick zurück ist fast schon verpönt, lässt sich aber nicht vermeiden, wenn man die Situation bei der Borussia richtig einschätzen will. In der mittäglichen Presserunde im Mannschaftshotel am Tegernsee kam auch Christoph Kramer nicht darum herum, sich zur vergangenen Spielzeit zu äußern. »Es ist übertrieben komplex«, erklärte der Weltmeister von 2014.

»Wir hatten viele Themen außerhalb des Fußballs und mit vielen Nebenschauplätzen zu kämpfen. Man kann es nicht immer trennen und dann hat es sich einfach auf den Platz übertragen.« Kramer sprach den Abgang von Max Eberl an und resümierte: »Der Verein hat sich so ein bisschen verloren«. Dass sich die Wege von Borussia und Adi Hütter getrennt haben, war auch für Kramer folgerichtig. »Aber auch für die Mannschaft ist es kein gutes Zeugnis, wenn ein Trainer entlassen wird - am Ende stehen immer wir auf dem Platz. Wir haben in vielen Belangen einfach keine gute Figur abgegeben. Es hat nichts mit der Qualität zu tun, sondern mit der gesamten Stimmung, die schlimm war«.

Kramer über Farke: »Das hat sehr viel Sinn und Verstand«

Die gesamte Stimmungslage hat sich seit Wiederaufnahme des Trainings unter dem neuen Trainer verändert. »Man hat jetzt das Gefühl, dass etwas Neues und Vernünftiges entsteht. Gerade wenn man mit dem Kader größtenteils zusammenbleibt, ist es wichtig, mit dem Trainer einen neuen Reiz zu setzen. Deswegen war es wichtig, von Vereinsseite auf den Reset-Knopf zu drücken und zu sagen, jetzt beginnt wirklich eine neue Zeitrechnung. Nicht nur der Trainer ist neu, auch der Kabinentrakt. Es hat sich richtig was verändert und bewegt. Das war fürs Gemüt ganz wichtig.«

Kramer hat nach eigener Aussage wieder »richtig Bock auf Fußball«. Und das hat auch mit Daniel Farke zu tun. »Der Trainer ist die wichtigste Person im Verein. Ohne ins Detail zu gehen - das wird gut! Du merkst es ja an der Ansprache, wie er uns mitnimmt, was er für Fußball spielen lassen will. Das hat sehr viel Sinn und Verstand. Man hat ein anderes Trainingsniveau - direkt volle Kanne«. Natürlich weiß auch Kramer, dass sich nach einem Trainerwechsel immer erstmal alle begeistert geben und sich zeigen wollen. »Aber ich habe da wirklich ein sehr gutes Gefühl«.

 

von Redaktion TORfabrik.de

 

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