Nachdreher aus dem Borussia-Park

Borussias »fußballerischer Dreckstag« gegen Schalke

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Ernüchterung nach der schwachen Vorstellung gegen den Tabellenletzten Schalke (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Es war ein enttäuschender Auftritt von Borussia Mönchengladbach gegen den Tabellenletzten aus Gelsenkirchen. Am Ende konnten die Gladbacher froh sein, zumindest nicht verloren zu haben. Die labile Performance der Fohlen gibt weiter Rätsel auf.

Eigentlich war alles angerichtet für einen schönen Fußballabend im Borussia-Park. Die Hütte war voll, die Temperaturen erträglich und die Borussen konnten nach dem ersten Auswärtssieg vor einer Woche nun gegen den Tabellenletzten nachlegen. Doch nach den 90 Minuten herrschte große Ernüchterung vor. »Bei so einem fußballerischen Dreckstag musst du wenigstens zusehen, dass du ein solches Spiel nicht auch noch verlierst. Zumindest das ist uns gelungen«, sagte Borussias Trainer nach dem torlosen Remis gegen Schalke.

Der 46-Jährige hatte die gleiche Elf wie vor einer Woche aufgeboten und sich erhofft, dass diese den Rückenwind nutzen würde. »Nach einem Auswärtssieg musst du solch ein Spiel in den ersten Minuten auf deine Seite ziehen und in den Flow und das Momentum kommen«, so Farke. »Doch das ist uns nicht gelungen«. Die Borussen fanden keine Mittel, den Tabellenletzten aus Gelsenkirchen nachhaltig zu beschäftigen. »Wir haben zu wenig nach vorne entwickelt«, gab Farke zu. »Schalke spielt brutal mannorientiert und dazu musst du in der Lage sein, deine Offensivzweikämpfe zu gewinnen. Nachdem wir das Spiel in der Anfangsphase nicht auf unsere Seite haben ziehen können, war klar, dass es ein zäher Tag wird.«

»Hektisch, ungenau, fußballerisch nicht präzise und technisch nicht gut«

Die zweite Hälfte des ersten Durchgangs war Borussias beste Phase, in der es u. a. die Doppelchance für Itakura und Kramer gab. So wollten die Gladbacher es auch nach der Pause angehen, doch weil die Schalker nun mutiger spielten und noch nachdrücklicher in die Zweikämpfe gingen, verloren die Borussen den Faden. »Wir hatten zu viele Abspielfehler und technische Ungenauigkeiten drin«, monierte Farke. »Dadurch haben wir Struktur und Kontrolle verloren. Es war hektisch, ungenau, fußballerisch nicht präzise und technisch nicht gut. Unsere Entscheidungsfindung in der Offensive war nicht gut und in den 1:1-Duellen haben wir uns nicht durchsetzen können. Alles war ungenau und technisch einfach unsauber«.

»Wir haben das Spiel von Schalke gespielt – mannorientiert und wo es darum geht, wer sich durchsetzt. Das ist ein reines Kampfspiel und in dem Bereich hat Schalke einfach auch eine Qualität und da ist kein Unterschied mehr zu erkennen. Dann geht es darum, wer den Lucky Punch setzt.« Farke hatte nach einer Stunde mit Plea für Weigl eine zusätzliche Offensivoption gebracht, was er anschließend bereute. »In der Rückschau muss ich sagen, dass die Entscheidung auch dazu beigetragen hat, dass wir zu hektisch geworden sind. Ich wollte all unsere Offensivkraft auf dem Platz haben und habe dafür einen defensiv denkenden Spieler geopfert. Das Risiko wollte ich eingehen, aber es hat unserem Spiel nicht geholfen – ganz im Gegenteil.«

»Mir war auch eher nach Pfeifen zumute«

Struktur und Kontrolle seien danach gänzlich verloren gegangen, erklärte Farke. Je länger das Spiel dauerte, desto mutiger wurden die seit Ewigkeiten auf einen Auswärtssieg wartenden Schalker. Individuelle Gladbacher Aussetzer wie der kümmerliche Rückpass von Elvedi trugen dazu bei, dass die Gäste dem Sieg am Ende näher waren als die Fohlen. So waren es auch die Borussen, die in er fünfminütigen Nachspielzeit eher damit beschäftigt waren, das Remis zu sichern, als mit allen Mitteln den Siegtreffer zu erzielen.

Es blieb beim torlosen Remis und der Punkteteilung und dennoch waren die Borussen nicht nur gefühlt die Verlierer an diesem Abend. Weniger das Ergebnis, als vielmehr die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist, war mehr als nur ernüchternd. Während die Schalker Fans ihr Team und sich selbst für einen erstklassigen Auswärtssupport feierten, gab es für die Gladbacher vom eigenen Anhang ein Pfeifkonzert. Dass dies seine Berechtigung hatte, wurde von niemandem angezweifelt. »Mir war auch eher nach Pfeifen zumute«, sagte Farke. »So soll unser Fußball nicht aussehen.«

 


von Redaktion – TORfabrik.de

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