»Jonas' Zeit bei Borussia war leider geprägt von vielen Verletzungen. Die Tatsache, dass er trotzdem zwischenzeitlich Kapitän von Borussia war, beweist seinen guten Charakter und seinen Einsatz für unseren Klub. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen, dass er in Basel auch wieder zeigen kann, was er sportlich zu leisten imstande ist«, wird Borussias Sportdirektor Rouven Schröder in den Vereinsmedien anlässlich der Wechselverkündung zitiert.
Guter Schachzug unter schlechtem Stern
Jonas Omlin kam im Januar 2023 vom französischen Erstligisten Montpellier HSC als Nachfolger seines kurzfristig zu Bayern München gewechselten Landsmanns Yann Sommer nach Gladbach. Die Ablösesumme für Sommer investierten die Fohlen direkt weiter. Auf den ersten Blick war die Verpflichtung von Omlin ein guter Schachzug, doch die Zeit des Schweizers bei Borussia stand unter keinem guten Stern.
Nachdem er sich im ersten Halbjahr schnell eingewöhnte, stabil hielt und als Typ gut ankam, wurde er bereits nach kurzer Zeit zum Kapitän ernannt. Doch dann folgten die verletzungsbedingten Rückschläge: Eine Schulterverletzung sorgte für eine monatelange Zwangspause, danach war es eine Sehnenverletzung im Unterschenkel, die ihn erneut zurückwarf. Seine zwischenzeitlichen Neustarts verliefen jeweils sehr unglücklich, und da sich sein Vertreter Moritz Nicolas mit starken Leistungen etabliert hatte, wurde aus dem einstigen Kapitän mit Führungsanspruch der Ersatztorwart.
Ausgeliehen, aber kaum gefragt
Trotz der fehlenden Perspektive blieb er im letzten Sommer in Mönchengladbach – auch weil es kein adäquates Angebot gab. So leistete sich Borussia Mönchengladbach einen hoch bezahlten zweiten Torwart, dessen Vertrag noch bis Juni 2027 lief. In der vergangenen Rückrunde war Omlin an Bayer Leverkusen ausgeliehen, kam bei der Werkself jedoch ebenfalls nicht zum Einsatz.
Dass man mit dem Schweizer bei Borussia nicht mehr plant, wurde offen kommuniziert. Die Gladbacher wollten Omlin von der Payroll bekommen, was mit dem nun vollzogenen Wechsel nach Basel gelungen ist. Nach dreieinhalb Jahren bleibt nur das Fazit, dass eine eigentlich gute Idee für beide Seiten nicht aufgegangen ist – ohne dass einer Seite die Schuld dafür zu geben ist.
von Redaktion TORfabrik.de

