Kaltstarter Sippel

»Dafür bin ich hier«

Created by von Marc Basten und Jan van Leeuwen
Tobias Sippel bei seinem dritten Ligaspiel in dieser Saison (Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)

Tobias Sippel bei seinem dritten Ligaspiel in dieser Saison (Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)

Es war ein Kaltstart für Tobias Sippel ins Fußballjahr 2018. Schon nach 16 Minuten musste Yann Sommer verletzt vom Platz und Sippel kam zu seinem dritten Bundesligaspiel in dieser Saison.

So richtig hatte es im Stadion niemand mitbekommen, dass bei Yann Sommer etwas nicht stimmte. »Unserem Athletiktrainer ist aufgefallen, dass Yann Probleme hatte«, sagte Tobias Sippel. »Dann bin ich kurz zum Aufwärmen.« Doch von Sommer kam das Zeichen, dass es weiter geht. »Ich habe mich wieder hingesetzt und dann kam plötzlich doch das Signal, dass er wechseln muss«, erzählte Sippel.

Schon nach 16 Minuten musste Sippel einen Kaltstart hinlegen. »Dafür bin ich hier, um auf sowas vorbereitet zu sein«, sagte der 29-Jährige. »Man setzt sich ja nicht einfach hin wie ein Dauerkarteninhaber und guckt sich das Spiel an. Man ist immer darauf fokussiert, dass sowas passieren kann.«

So richtig gefordert wurde Sippel zunächst nicht, beim Gegentor vor der Pause hatte er Pech, dass er den Ball aus kurzer Distanz nicht mehr blocken konnte. »Mir tut es leid, dass ich Oscar Wendt dabei verletzt habe und er auch noch ausscheiden musste. So hatten wir zur Pause schon zwei Wechsel ›verloren‹, was Frankfurt auch ein bisschen in die Karten gespielt hat.«

Nach der Pause wurde Sippel zunächst nur bei einem leicht misslungenen Dribbling an der Grundlinie auffällig. »Ich wollte zu Tony spielen, aber habe gesehen, dass er von hinten zugelaufen wurde. Da wollte ich ihn nicht in die Bredouille bringen. Ich hätte den Ball besser lang schlagen sollen, doch dann war da ein Kontakt zu viel. Zum Glück ist nichts passiert.«

Am Ende konnte sich der Ex-Lauterer noch einmal im Eins-gegen-Eins auszeichnen, ehe er doch noch den zweiten Gegentreffer hinnehmen musste. »Das ist so, wenn du am Ende hinten aufmachst.« »Insgesamt ist es natürlich sehr ärgerlich, dass wir hier nichts mitnehmen. Es kam das eine zum anderen: Schiedsrichter, Elfmeter verschossen und die eigenen Torchancen nicht ausgenutzt. Spielerisch waren wir besser als Frankfurt, aber wir müssen halt auch die Tore machen.«

Ob der Einsatz von Tobias Sippel nur ein kurzfristiges Intermezzo war, bleibt abzuwarten. Ersten Angaben zufolge hat Sommer Leistenprobleme, genaueres ist nicht bekannt. Sippel hat jedenfalls nachgewiesen, dass Borussia über einen guten zweiten Torwart verfügt. »Die Jungs sollten sehen, dass sie sich auf mich verlassen können«, sagte Sippel. Daran gibt es keine Zweifel.

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