Verlässt Nico Elvedi Borussia Mönchengladbach tatsächlich? Schon mehrfach stand der Innenverteidiger in einem Transfersommer im Schaufenster, ohne dass ein Wechsel zustande kam. Auch diesmal scheint er offen für eine neue Herausforderung zu sein: Sein Vertrag bei Borussia läuft nur noch ein Jahr, zudem blickt er auf eine stabile Saison und eine Weltmeisterschaft zurück, bei der er Stammspieler der Schweiz war. Die Voraussetzungen für einen Wechsel waren selten günstiger.
Elvedi stieg zunächst wie geplant in die Saisonvorbereitung ein, absolvierte die Testspiele und wurde nebenbei zum Vize-Kapitän befördert. Sportchef Rouven Schröder hatte zuletzt betont, dass bei einer möglichen Vertragsverlängerung kein Zeitdruck bestehe. Mit einem verdienten Spieler wie Elvedi könne Borussia notfalls auch in dessen letztes Vertragsjahr gehen. Dabei setze man auf gegenseitiges Vertrauen und eine vernünftige Lösung.
Die Zeit drängt
Schröder machte zugleich klar, dass Borussia mögliche Angebote genau prüfen werde. Er verwies jedoch auch darauf, dass das Zeitfenster begrenzt sei: Sollte Elvedi verkauft werden, müsste Gladbach noch einen Innenverteidiger verpflichten. Je näher das Ende der Transferperiode rückt, desto schwieriger und teurer könnte diese Suche werden - entsprechend müsste die Ablöse für Elvedi sein.
Nun kommt offenbar Bewegung in die Personalie. Laut Sky hat sich der 29-Jährige grundsätzlich mit Leeds United auf einen Vertrag bis zum Sommer 2029 verständigt. Der Premier-League-Klub bereitet dem Bericht zufolge ein offizielles Angebot für Borussia vor. Elvedi soll bereit sein, nach elf Jahren am Niederrhein den Schritt nach England zu gehen.
Leeds bereitet Angebot vor
Leeds United war bereits seit Längerem als möglicher Interessent gehandelt worden. Beim Klub aus Yorkshire würde Elvedi auf Daniel Farke treffen, unter dem er bereits in Mönchengladbach gearbeitet hat. Die Engländer wollen ihre Defensive offenbar umbauen, müssen dafür aber womöglich zunächst selbst Bewegung in ihren Kader bringen.
Entscheidend ist nun, ob sich die Vereine bei der Ablöse einigen. Eine konkrete Forderung Borussias ist bislang nicht bekannt, aber man kann davon ausgehen, dass mindestens 10 Millionen Euro aufgerufen werden.
von Redaktion TORfabrik.de

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