Zuletzt musste sich der VfB beim Hamburger SV trotz zahlreicher Chancen mit 0:1 geschlagen geben und steht damit auf Rang 13 der Tabelle. International läuft es besser: Nach Siegen gegen Viking Stavanger und Slovan Bratislava erkämpften sich die Stuttgarter am Dienstag ein 1:1 gegen Atlético Madrid. Trotz einer Führung und längerer Überzahl reichte es nicht zum Sieg. Die Leistungen stimmen phasenweise, doch gerade in der Bundesliga fehlt bislang die Konstanz.
Spielstark, aber nicht immer konsequent
Unter Sebastian Hoeneß setzt Stuttgart weiterhin auf eine spielerische Ausrichtung mit klaren Abläufen. Aus einer 4‑2‑3‑1-Grundordnung versucht der VfB, das Spiel kontrolliert aufzubauen und über kurze Kombinationen ins letzte Drittel zu gelangen. Angelo Stiller übernimmt dabei eine zentrale Rolle, während die Außenverteidiger für Breite sorgen und die offensiven Spieler flexibel zwischen den Linien agieren. Mit schnellen Positionswechseln und vertikalen Pässen will Stuttgart Lücken in der gegnerischen Defensive öffnen.
Gegen den Ball setzt der VfB auf frühes Pressing und versucht, den Gegner bereits im Spielaufbau zu Fehlern zu zwingen. Nach Ballverlusten soll der Ball möglichst schnell zurückerobert werden, wodurch allerdings auch Räume hinter den aufrückenden Spielern entstehen. Zudem ließ Stuttgart zuletzt sowohl gegen Hamburg als auch gegen Atletico gute Möglichkeiten ungenutzt. Für Gladbach könnte es deshalb entscheidend sein, die erste Pressinglinie zu überspielen und die entstehenden Räume für schnelle Gegenangriffe zu nutzen.
Ausfälle und mögliche Rotation
Personell muss Hoeneß gegen Gladbach auf mehrere Spieler verzichten. Josha Vagnoman hat sich gegen Atlético Madrid eine Muskelverletzung zugezogen und fällt vorerst aus. Auch Nikolas Nartey, Tiago Tomas, Justin Diehl und Dan-Axel Zagadou stehen nicht zur Verfügung. Lorenz Assignon ist ein Kandidat für die rechte Abwehrseite, während Maximilian Mittelstädt wieder eine Option darstellt. Aufgrund der Belastung durch die Champions League sind zudem einzelne Veränderungen in der Startelf denkbar.
Jamie Leweling gehört derzeit zu den auffälligsten Spielern des VfB und erzielte gegen Atlético Madrid den Führungstreffer. Mit seinem Tempo und seinen direkten Aktionen sorgt er über die rechte Seite für Gefahr. Auch Deniz Undav bleibt mit seiner Spielintelligenz und Abschlussstärke ein wichtiger Faktor im Offensivspiel, während Angelo Stiller im Zentrum das Tempo bestimmt.
Voraussichtliche Aufstellung VfB Stuttgart:
Seimen – Assignon, Jeltsch, Chabot, Hendriks – Karazor, Stiller – Leweling, Undav, Führich – Demirovic
von Niklas Kirchhofer

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