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Gegneranalyse | Forechecking: SV Elversberg

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Vincent Wagner (Foto: Christof Koepsel - Getty Images)

Nach dem 3:2-Coup gegen Bayer Leverkusen reist die SV Elversberg selbstbewusst zu ihrem ersten Bundesliga-Auswärtsspiel nach Mönchengladbach – und bringt eine klare Spielidee mit im Gepäck.

Elversberg hat bereits in der vergangenen Saison gezeigt, dass der Aufstieg kein Zufallsprodukt war. Mit 62 Punkten, 64 Toren und einer Tordifferenz von plus 25 belegte die SVE den zweiten Platz in der 2. Bundesliga und stellte dabei eine der stärksten Offensiven der Liga. Vincent Wagner hat die Entwicklung nach dem Abschied von Horst Steffen fortgesetzt und seiner Mannschaft eine klare Spielidee mit auf den Weg gegeben.

Klarer Plan mit viel Dynamik

Wagner lässt seine Mannschaft grundsätzlich in einem 4-2-3-1 agieren. Elversberg versucht, sich spielerisch aus der eigenen Hälfte zu lösen, die Außenbahnen breit zu besetzen und über die beiden zentralen Mittelfeldspieler Verbindungen nach vorne herzustellen. Im letzten Drittel sorgen bewegliche Offensivspieler für ständige Positionswechsel. Nach Ballgewinnen geht es dann möglichst schnell und direkt in Richtung gegnerisches Tor. Gegen Leverkusen war diese Mischung aus Mut, Tempo und sauberem Kombinationsspiel bereits früh zu sehen.

Auch gegen den Ball sucht die Mannschaft aktiv den Zugriff. Nach Ballverlusten wird schnell nachgesetzt, gleichzeitig versucht sie, mit kurzen Abständen den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Genau darin liegt allerdings auch eine Schwachstelle: Wenn die erste Pressinglinie überspielt wird, können hinter den aufrückenden Außenverteidigern Räume entstehen. Gladbach muss deshalb zunächst dem Druck standhalten und anschließend möglichst schnell hinter die Elversberger Abwehr kommen. Gerade das hohe Tempo, mit dem die SVE nach Ballverlusten wieder nach vorne schiebt, kann bei erfolgreichen Gegenangriffen zum Problem werden.

Junge Kräfte und neue Optionen

Für die Bundesliga wurde der Kader gezielt verstärkt. Mit Cole Campbell kam ein 20 Jahre alter Offensivspieler von Borussia Dortmund, Maurice Krattenmacher wechselte vom FC Bayern nach Elversberg. Dazu wurden mit Noah Darvich und Francis Onyeka weitere interessante junge Spieler verpflichtet beziehungsweise ausgeliehen. Der Kader verfügt damit über zusätzliche Qualität und gleichzeitig über einige Akteure, die in der Bundesliga erstmals dauerhaft auf sich aufmerksam machen können.

Beim Auftaktsieg gegen Leverkusen standen allerdings andere Namen im Mittelpunkt. Lukas Petkov brachte Elversberg früh in Führung, Campbell legte nur wenig später nach, und David Mokwa erhöhte direkt nach der Pause auf 3:0. Auch Onyeka fiel mit seiner Vorlage zum ersten Treffer auf. Gerade Campbell und Onyeka sind deshalb Spieler, auf die Gladbach besonders achten sollte. Gleichzeitig hat Petkov bereits bewiesen, dass er auch gegen einen Bundesligisten für Gefahr sorgen kann.

 

Voraussichtliche Aufstellung SV Elversberg:

Kristof – Gyamerah, Pinckert, Rohr, Günther – Keidel, Poreba – Petkov, Onyeka, Campbell – Mokwa


von Niklas Kirchhofer

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