Demichelis soll Leipzig wieder zu einer Mannschaft machen, die den Gegner mit hoher Intensität unter Druck setzt und nach Ballgewinnen schnell in die Offensive umschaltet. Der 6:0‑Erfolg im DFB‑Pokal bei Eintracht Trier war dabei ein erster Fingerzeig. Gegen einen Gegner auf Bundesliga-Niveau wird sich nun zeigen, wie gut die neuen Abläufe bereits funktionieren und ob Leipzig sein Tempo auch über längere Phasen aufrechterhalten kann.
Viel Tempo und neue Impulse unter Demichelis
Mit Demichelis setzt Leipzig auf intensiven Fußball mit aggressivem Anlaufen und schnellem Spiel nach Ballgewinnen. Beim 6:0 in Trier waren diese Ansätze bereits deutlich zu erkennen. Leipzig setzte den Gegner früh unter Druck und suchte nach Ballgewinnen schnell den Weg nach vorne. Auch im Aufbau soll die Mannschaft über eine breite Staffelung Räume öffnen und anschließend möglichst vertikal spielen.
Für Gladbach wird es darauf ankommen, die erste Pressinglinie sauber zu überspielen. Gelingt es der Borussia, den ersten Druck zu umgehen, können sich Räume hinter den aufrückenden Außenverteidigern ergeben. Gleichzeitig darf Gladbach im Zentrum keine unnötigen Ballverluste riskieren, da Leipzig nach Ballgewinnen sofort den Weg in die Tiefe sucht.
Neue Hierarchie im Kader
Im Kader hat sich einiges getan. Mit Christopher Nkunku, Rocco Reitz, Maxime Esteve und Brajan Gruda kamen mehrere neue Spieler hinzu, wobei Gruda bereits in der vergangenen Saison ausgeliehen für Leipzig spielte. Gleichzeitig hat Leipzig mit Yan Diomande, Xaver Schlager und Péter Gulácsi wichtige Kräfte verloren. Nkunku bringt offensive Qualität und Erfahrung mit, während Reitz dem Mittelfeld zusätzliche Dynamik geben soll. Gruda überzeugte beim Pokalsieg als Spieler des Spiels und erzielte bereits nach 121 Sekunden die Führung.
Personell gibt es noch einige Fragezeichen. Romulo, Maxime Esteve, Assan Ouedraogo und Christoph Baumgartner fehlten beim Pokalauftakt. Gleichzeitig bieten sich Demichelis mit Rocco Reitz und Christopher Nkunku weitere Optionen für die Startelf. Für Reitz wäre es dabei das besondere Duell gegen seinen Ex-Verein, während Nkunku nach seiner Rückkehr nach Leipzig ebenfalls auf einen Einsatz von Beginn an hoffen darf. Für Demichelis steht damit trotz des gelungenen Pokalauftakts weiterhin die Aufgabe an, aus den vielen Optionen eine eingespielte Mannschaft zu formen.
Voraussichtliche Aufstellung RB Leipzig:
Vandevoordt – Baku, Orban, Lukeba, Raum – Gruda, Seiwald, Banzuzi – Bakayoko, Gomis, Nusa
von Niklas Kirchhofer

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