Nach dem Auftaktsieg gegen Hoffenheim folgten für Köln eine deutliche Niederlage in Stuttgart, ein Remis gegen Bremen und zuletzt das 1:2 in Hamburg. Mit vier Punkten steht der FC auf Rang 13, während die Borussia nach vier Niederlagen noch ohne Zähler ist. Das Derby besitzt damit für beide Mannschaften große Bedeutung, auch für Trainer René Wagner, der mit einem Erfolg die Lage beim FC spürbar drehen könnte.
Direkt und vertikal
Köln agiert grundsätzlich aus einer 4-2-3-1-Grundordnung, wobei die Doppelsechs für Balance zwischen Absicherung und Vorwärtsbewegung sorgen soll. Im Ballbesitz sucht der FC häufig den direkten Weg nach vorne und versucht, mit schnellen Kombinationen und Läufen in die Tiefe Räume zu öffnen. Über die Außenbahnen bringen die offensiven Spieler Tempo ins Spiel, während die Akteure hinter der Spitze flexibel zwischen den Linien agieren.
Gegen den Ball setzt Köln situativ auf frühes Pressing und versucht, den Gegner auf die Flügel zu lenken, um dort Druck aufzubauen. Die bisherigen Spiele haben allerdings auch defensive Schwächen offengelegt. Neun Gegentore in vier Partien und wiederkehrende Probleme bei der Absicherung zeigen, dass die Abstimmung noch nicht durchgehend funktioniert. Gladbach könnte dies mit schnellen Seitenwechseln und Angriffen in die Räume hinter den Außenverteidigern ausnutzen. Entscheidend wird sein, ob die Borussia das Kölner Pressing überspielen und selbst zu kontrollierten Angriffen kommen kann.
Engpässe im Sturmzentrum
Personell trifft den FC der Ausfall beider Mittelstürmer besonders hart. Thijs Dallinga hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für längere Zeit aus, Ragnar Ache fehlt mit einer Muskelverletzung voraussichtlich ebenfalls mehrere Wochen. Timo Hübers und Alessio Castro-Montes arbeiten weiterhin an ihrer Rückkehr und stehen für das Derby nicht zur Verfügung. Im Angriff muss Wagner deshalb auf interne Alternativen zurückgreifen. Marius Bülter, Luca Waldschmidt, Jan Thielmann und Mikey Moore bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Lücke zu füllen. Auch Imad Rondic ist eine Option für die Sturmspitze.
Said El Mala gehört zu den auffälligsten Spielern im Kölner Kader. Mit seinem Tempo, seiner Dribbelstärke und dem Mut zum direkten Duell kann er gegnerische Abwehrreihen vor Probleme stellen. Mikey Moore bringt ebenfalls technische Qualität und Beweglichkeit zwischen den Linien mit, während Isak Jóhannesson im Mittelfeld durch Laufbereitschaft und vertikale Aktionen hervorsticht.
Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Köln
Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah – Skhiri, Krauß – Maina, Moore, El Mala – Bülter
von Niklas Kirchhofer

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