Blessin ließ es nach vier freien Tagen gleich zur Sache gehen. Schon vor der Einheit half er beim Aufbau auf dem Platz mit. Die ersten Übungen überließ er noch seinem Assistenten Markus Gellhaus und beobachtete das Geschehen zusammen mit Analyst Niklas Lanwehr, den er vom FC St. Pauli mit nach Mönchengladbach gebracht hat.
Danach übernahm der Trainer selbst, und es wurde laut. Blessin wechselte zwischen Deutsch und Englisch, trieb die Spieler an und forderte vor allem schnelles Nachrücken, Kommunikation und gemeinsames Anlaufen. Im Mittelpunkt stand die Arbeit gegen den Ball.
Prinzipien vor Feinheiten
Nach dem Training erklärte Blessin, worum es ihm in den ersten Tagen geht. Die Mannschaft soll zunächst die Grundlagen verinnerlichen: Abstände halten, Räume und Zwischenräume besetzen und stets aufmerksam bleiben. Diese Basis will er in den kommenden Tagen festigen.
Auch beim Umgang mit den Spielern hat er eine klare Vorstellung. Wie er jeden Einzelnen anpacken muss, werde sich mit der Zeit zeigen. Manche brauchen Druck, andere eher Zuspruch. Mehrere Profis hätten ihm bereits signalisiert, dass sie bereit sind, sich voll reinzuhängen.
Sein erstes Fazit fiel positiv aus: Die Mannschaft habe aufmerksam und wissbegierig gearbeitet.
Kleindienst zurück, Mujevic dabei
Im Vergleich zum 3:0 im Testspiel bei den Sportfreunden Siegen stand Kleindienst wieder auf dem Platz. Auch Nachwuchsmann Samin Mujevic trainierte erneut mit den Profis. Es fehlten die sechs Nationalspieler sowie die Langzeitverletzten Enzo Leopold, Jens Castrop und Nicolas Kühn.
Blessin standen damit 18 Feldspieler und vier Torhüter zur Verfügung. Weniger sollten es aus seiner Sicht nicht sein, um sinnvoll arbeiten zu können. Nach rund 75 Minuten beendete er die Einheit mit einer kurzen Ansprache, die Spieler quittierten sie mit Applaus. Wer sich selbst ein Bild machen will, hat dazu am Mittwoch Gelegenheit. Die Einheit um 10.30 Uhr ist wieder öffentlich.
von Redaktion TORfabrik.de

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