Dortmund hat sich nach wechselhaften Phasen im Saisonverlauf insgesamt stabilisiert. Unter Niko Kovač ist vor allem die Balance zwischen Kontrolle und vertikaler Dynamik besser geworden, auch wenn die Leistungen zuletzt nicht durchgehend konstant waren. Dem klaren Sieg gegen Freiburg am vergangenen Spieltag gingen Niederlagen in Hoffenheim und gegen Leverkusen voraus, was die vorhandenen Schwankungen im Saisonendspurt unterstreicht.
Struktur und Dynamik im Offensivspiel
Unter Niko Kovač agiert Dortmund zuletzt überwiegend aus einer Dreierkettenstruktur, die im Spiel gegen den Ball kompakte Abstände schaffen und mit Ball mehr Präsenz im Zentrum ermöglichen soll. Die drei Innenverteidiger bilden die Basis im Aufbau, während die Schienenspieler Breite und Tiefe auf den Außenbahnen herstellen. Im Zentrum sorgt die enge Besetzung dafür, dass Dortmund zweite Bälle besser absichern und nach Ballgewinnen schneller in vertikale Aktionen kommen kann.
Mit Ball sucht Dortmund eine Mischung aus kontrolliertem Aufbau und schnellen Tiefenläufen. Über die Schienen wird das Spiel breit gemacht, während Brandt und Sabitzer die Verbindungen zwischen Mittelfeld und Angriff herstellen. Die Doppelspitze mit Guirassy und Beier gibt klare Anspielstationen in der letzten Linie. Gegen den Ball formiert sich Dortmund kompakt, bleibt aber in Umschaltmomenten anfällig, wenn die Abstände zwischen Zentrum und letzter Linie nicht sauber gehalten werden.
Personelle Situation angespannt
Personell muss Dortmund vor dem Spiel mehrere Ausfälle kompensieren. Mit Emre Can und Niklas Süle fehlen zwei wichtige Optionen in der Defensive und im Zentrum, zudem steht Felix Nmecha weiterhin nicht zur Verfügung. Karim Adeyemi kämpft mit muskulären Problemen und ist zumindest ein Fragezeichen für die Partie. Dadurch ist die personelle Tiefe vor allem in der letzten Linie und im Mittelfeld eingeschränkt, auch wenn die Grundstruktur bestehen bleibt.
Maximilian Beier zählt zu den auffälligsten Entwicklungen im Dortmunder Spiel und bringt mit Dynamik, Tiefgang und Präsenz im Strafraum eine wichtige Komponente ein. Der aktuell verletzte Felix Nmecha wäre ebenfalls ein zentraler Faktor im Zentrum, fehlt der Mannschaft jedoch spürbar. Durch die wiederkehrenden Ausfälle haben zudem junge Spieler wie Samuele Inacio verstärkt Einsatzzeiten erhalten und sich als Option im Offensivbereich aufgedrängt, während Lucca Reggiani vor allem defensiv zusätzliche Alternativen eröffnet. Diese Mischung aus etablierten Kräften und nachrückenden Talenten prägt aktuell die Kaderstruktur.
Voraussichtliche Aufstellung Borussia Dortmund
Kobel – Anton, Schlotterbeck, Bensebaini – Ryerson, Bellingham, Svensson, Brandt, Sabitzer – Guirassy, Beier
von Niklas Kirchhofer

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