WM 2026

Reyna und Scally mit Einsätzen gegen Deutschland

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Joe Scally im Duell mit Nico Schlotterbeck (Foto: Jamie Squire - Getty Images)

Im letzten Testspiel vor dem WM-Start traf die deutsche Nationalmannschaft am Samstag auf Gastgeber USA. Die DFB-Elf gewann mit 2:1 gegen die US-Amerikaner, bei denen Giovanni Reyna und Joe Scally im Verlauf der zweiten Halbzeit zum Einsatz kamen.

Die Weltmeisterschaft steht vor der Tür und es geht in die heiße Phase. Ob in Deutschland so etwas wie eine WM-Euphorie aufkommen wird, ist nicht abzusehen. Das aufgeblähte Turnier, ungünstige Anstoßzeiten und die Skepsis gegenüber Gastgeber USA tragen nicht gerade dazu bei – ähnliche Vorbehalte gab es seinerzeit schon bei der Wüsten-WM in Katar. Erschwerend kommt hinzu, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann den Flow der Europameisterschaft nicht ins WM-Jahr retten konnte. Viele seiner Aussagen sorgen für Stirnrunzeln, und dass er sich tatsächlich dazu hat hinreißen lassen, mit der Nominierung von Manuel Neuer eine komplett unnötige Baustelle zu öffnen, war Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker.

Aus Gladbacher Sicht ließ sich die Bekanntgabe des WM-Kaders mit einem Schulterzucken quittieren. Der einzige Borusse, der infrage gekommen wäre, war Moritz Nicolas. Dessen Berufung ins Aufgebot wäre zwingend gewesen, hätte Nagelsmann das Leistungsprinzip konsequent angewendet. Doch das hat er nicht nur bei der Torhüterfrage außer Kraft gesetzt. Letztlich fehlte Nicolas wohl die Lobby, sodass er schlicht übersehen wurde.

Havertz trifft nach wenigen Sekunden

Das letzte Testspiel vor dem Turnierauftakt fand am Samstag in Chicago gegen Gastgeber USA statt. Die DFB-Elf eröffnet die WM am Sonntag, 14. Juni 2026 (19:00 Uhr MESZ/12:00 Uhr Ortszeit), gegen den WM-Debütanten Curaçao im NRG Stadium in Houston, Texas. Bei den von Mauricio Pochettino trainierten US-Amerikanern stehen mit Joe Scally und Giovanni Reyna zwei Gladbacher Borussen im Aufgebot.

Beide saßen jedoch zunächst draußen und mussten von der Bank aus mit ansehen, wie Kai Havertz die DFB-Elf bereits nach zwei Minuten per Kopf im Anschluss an eine Freistoßflanke von Kimmich in Front brachte. In einem zunächst etwas wilden und von deutschem Pressing geprägten Spiel war die Nagelsmann-Truppe überlegen, ohne bei eigenem Ballbesitz wirklich kreativ zu werden.

Kimmich auf Abwegen, Musiala unsichtbar

Der als rechter Außenverteidiger aufgebotene Kimmich rückte im Spielaufbau stets in die Mitte, wo er mehrere waghalsige Läufe mit Ball riskierte, die nur mit viel Glück nicht böse endeten. Dass sich Kimmich, als einer der Anführer bei Bayern, nicht als einfacher Rechtsverteidiger sieht, könnte sich noch als problematisch herausstellen. Die Mittelfeldzentrale mit Pavlović und Nmecha war in der ersten Halbzeit sehr blass, nach der Pause gab es immerhin einige gute Ansätze.

Jamal Musiala ließ selbst Ansätze vermissen, und auch Leroy Sané konnte nach auffälligen ersten zehn Minuten wenig zeigen, was seine Nominierung rechtfertigen würde. Immerhin gelang dem Ex-Schalker in der 57. Minute der Treffer zum 2:1, nachdem ihm zuvor kaum etwas gelingen wollte. Die Amerikaner hatten den frühen Havertz-Treffer durch einen Sonntagsschuss von Robinson (37.) verdientermaßen egalisiert, taten sich im zweiten Durchgang aber schwer.

Reyna und Scally zeigen sich

Das änderte sich ein wenig durch viele Wechsel auf beiden Seiten. Bei den Gastgebern kam zunächst Reyna (62.) aufs Feld, zehn Minuten später auch Scally. Beide Gladbacher nutzten ihre Einwechselzeit, um sich in Szene zu setzen. Reyna kam in 28 Minuten auf 27 Ballkontakte und eine Passquote von 84%. Er deutete einmal mehr an, dass er über viel Spielintelligenz verfügt – die letzte Zielstrebigkeit aber fehlte dem 23-Jährigen.

Sein Teamkollege Joe Scally kam in 18 Minuten auf 21 Ballkontakte bei einer Passquote von 70%. Der Rechtsverteidiger hatte mit die beste Chance der USA nach der Pause, als er in der 81. Minute mit links aus 18 Metern zentraler Position abzog. Baumann im deutschen Tor lenkte den tückischen Aufsetzer mit einer starken Parade um den Pfosten. Danach war Scally noch bei einem Scharmützel mit anschließender Rudelbildung beteiligt, nachdem er zuvor mit dem Dortmunder Beier aneinandergeraten war.

Am Ende hatte das 2:1 für die DFB-Auswahl Bestand. Während die Nagelsmann-Elf am nächsten Sonntag ins Turnier eingreift, geht es für die USA früher los: Sie treffen am Freitag, 12. Juni um 18:00 Uhr Ortszeit in Inglewood auf Paraguay – für deutsche Fans bedeutet das einen Anstoß in der Nacht auf Samstag, 13. Juni 2026 um 03:00 Uhr MESZ.


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