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Sommer und Zakaria auf WM-Kurs mit der Schweiz

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Voller Einsatz von Denis Zakaria im Spiel gegen Italien (Foto: Claudio Villa / Getty Images)

‚Borussia-Schweiz‘ ist bei den letzten Pflichtländerspielen des Jahres deutlich dezimiert – aber weiter auf Erfolgskurs. Yann Sommer und Denis Zakaria erreichten beim Topspiel in Italien ein Remis und können weiter auf die direkte WM-Qualifikation hoffen.

Der Gladbacher Block in der Schweizer ‚Nati‘ wurde am letzten Bundesligaspieltag in Mainz innerhalb weniger Minuten gesprengt. Zunächst verletzte sich mit Nico Elvedi ein Innenverteidiger, der sowohl unter Ex-Trainer Vladimir Petkovic, als auch unter dessen Nachfolger Murat Yakin unumstrittener Stammspieler war. Wenige Minuten später musste mit Breel Embolo ein Offensivspieler verletzt vom Platz, der zuletzt auch im Trikot der Schweiz groß auftrumpfte und eigentlich als unverzichtbar galt. Für Borussia Mönchengladbach bedeuten die Ausfälle eine große Schwächung, aber eben auch für die WM-Ambitionen der Schweizer. So sprachen die Quoten der Fußballwetten vor dem Spitzenspiel gegen Italien am Freitagabend klar für den amtierenden Europameister.

Doch die Schweiz konnte im Stadio Olimpico mit Yann Sommer und Denis Zakaria immerhin zwei Gladbacher Borussen ins Rennen schicken. Genug, um den Italienern ein beachtliches 1:1 abzutrotzen. Zakaria spielte wie in Gladbach vor der Abwehr und bot eine sehr ordentliche Leistung – mit Fokus auf die Absicherung. Seine gefürchteten Antritte gab es eher selten zu sehen – ganz am Ende wurde er nach einem Solo richtig gefährlich und fast wäre den Eidgenossen der Siegtreffer gelungen, weil Zakaria gegen Keeper Donnarumma energisch nachsetzte. Nach diesem Sprint saß ‚Zak‘ dann von Krämpfen geplagt auf dem Rasen – er hatte zuvor auch noch einen Schlag abbekommen.

Elfmeterkiller Sommer hext Jorginhos Schuss über das Tor

Im Mittelpunkt der ‚Nati‘ stand einmal mehr Yann Sommer. Der Goalie machte ein souveränes Spiel und parierte nach der frühen Schweizer Führung aus kurzer Distanz gegen Barella. Beim Ausgleich durch di Lorenzo sah Sommer allerdings schlecht aus, als er sich bei einer Freistoßflanke verschätzte und am Ball vorbei faustete. Doch Sommer wurde in der Schlussminute doch noch zu einer Art Held für die Schweiz, als es einen höchst umstrittenen Elfmeter für Italien gab. Jorginho, der bereits im Hinspiel an Sommer gescheitert war, trat erneut an - und kickte den Ball in den Abendhimmel von Rom. Sommer hatte zwar die richtige Ecke, brauchte aber nicht einzugreifen. Der Ruf des Elfmeterkillers – der bei allen Gladbachfans weiterhin kollektives Kopfschütteln verursacht – verunsichert also auch einen Weltklasse-Spieler wie Jorginho.

Durch das 1:1 im Topspiel hat die Schweiz damit weiterhin die Möglichkeit, sich als Erster der Gruppe C direkt für die WM zu qualifizieren. Die Eidgenossen sind punktgleich mit den Italienern und die Entscheidung fällt in den beiden letzten Partien am Montag. Die Schweiz spielt daheim gegen Bulgarien, die Italiener müssen nach Nordirland reisen.

Während Luca Netz mit der U21 des DFB eine herbe 0:4-Schlappe gegen Polen erleiden musste – der Gladbacher stand eine gute Stunde auf dem Feld – hat sich das Länderspieldebüt von Joe Scally für die USA verschoben. Der 18-Jährige stand beim 2:0-Erfolg der Amerikaner über Mexiko nicht auf dem Spielberichtsbogen. Auch Ramy Bensebaini wurde beim 4:0-Erfolg von Algerien in Dschibuti nicht eingesetzt. Am Dienstag beim Spitzenspiel gegen Burkina Faso dürfte Bensebaini aber gefordert sein.

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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