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Thuram steht mit Frankreich im WM-Finale

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Photo by KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images

Marcus Thuram hat es geschafft: Der Angreifer von Borussia Mönchengladbach besiegte im WM-Halbfinale mit Frankreich Marokko und steht am Sonntag im WM-Finale gegen Argentinien. Thuram hatte am 2:0-Erfolg von Les Bleus seinen Anteil.

Der amtierende Weltmeister Frankreich hat sich vom Überraschungsteam Marokko nicht aus der Spur bringen lassen. Nach einer abgeklärten Vorstellung besiegte das Team von Didier Dechamps die Nordafrikaner im WM-Halbfinale letztlich verdient mit 2:0. Erneut brannten die Franzosen kein Feuerwerk ab, aber sie spielten schlau, abgeklärt und effizient. Das reichte, um einen letztlich sicheren Sieg einzufahren.

Wie immer bei diesem Turnier stand Marcus Thuram auch im Halbfinale nicht in der Startelf. Didier Deschamps vertraute weiterhin ‘Oldie’ Olivier Giroud, der dieses Vertrauen bislang mehr als zurückgezahlt hat. Die Franzosen starteten sehr kontrolliert in das Spiel, das von so vielen Emotionen begleitet wurde. Und sie nutzten nach fünf Minuten einen Stellungsfehler und Ausrutscher eines Verteidigers der Marokkaner zur frühen Führung. Mit einigem Glück flipperte der Ball im Strafraum über Mbappé zu Theo Hernandez, der akrobatisch ins kurze Eck traf.

Frankreich cool und mit dem nötigen Glück

Diese frühe Führung spielte den Franzosen in die Karten und bestimmte fortan die Statik des Spiels. Frankreich überließ Marokko den Ball und agierte mit Bedacht und Übersicht. Die Nordafrikaner warfen zwar alles rein und hatten auch einige Phasen, in denen sie die Franzosen ordentlich forderten, doch der Ausgleich wollte ihnen nicht gelingen. Während Frankreich eine Großchance und einen Pfostenschuss von Giroud zu verzeichnen hatte, traf Marokkos El Yamiq in der 44. Minute per Fallrückzieher ebenfalls nur den Pfosten.

Nach der Pause blieb die Moral der Marokkaner ungebrochen, aber es schwanden zusehends die Kräfte. Frankreich verteidigte weiter sehr aufmerksam und ließ den Gegner allenfalls aus der Ferne am Ausgleich schnuppern. In der 65. Minute kam dann auch Marcus Thuram zu seinem Einsatz. Er ersetzte wieder Giroud, spielte aber diesmal nicht auf dessen Position in der Spitze, sondern auf der linken Seite. Dafür rückte Mbappé in die Rolle des zentralen Stürmers.

Thuram ein Aktivposten

Ein kluger Schachzug von Deschamps, denn Thuram arbeitete deutlich aktiver mit nach hinten als Mbappé und sorgte dafür, dass die starke rechte Seite Marokkos eingebremst wurde. Aber der Gladbacher brachte auch Wucht und Tempo mit auf dem Weg nach vorn. Mit seiner Einwechslung erweckte es den Eindruck, als ob die Franzosen nun den zweiten und entscheidenden Treffer erzwingen wollten. Thuram hatte einige gute Aktionen, doch das Tor zum 2:0 musste er einem anderen Bundesligaspieler überlassen. Kolo Muani von Eintracht Frankfurt war wenige Sekunden auf dem Platz, als er zu seinem ersten Länderspieltor abstauben konnte (79.).

Thuram war an der Entstehung des Tores beteiligt, als er im Strafraum auf Mbappé ablegte, nach dessen Dribbling der Ball vor die Füße von Kolo Muani prallte. Damit war das Halbfinale entschieden und die Franzosen wickelten die Partie ab. Marokko hatte noch eine Großchance in der Nachspielzeit, als Thuram im eigenen Strafraum unachtsam war, doch der Ehrentreffer blieb ihnen verwehrt. Frankreich zieht mit Coolness, Klasse und dem nötigen Spielglück ins WM-Finale gegen Argentinien (Sonntag, 16 Uhr) ein und Marcus Thuram hat weiter die Chance, es seinem Vater gleichzutun und Weltmeister zu werden.

 


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