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Gegneranalyse | Forechecking: 1. FSV Mainz 05

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Bo Svensson in Aktion (Foto: Alex Grimm - Getty Images)

Das Gastspiel des FSV Mainz im Borussia-Park schließt am Sonntag den fünften Spieltag ab. Die Nullfünfer kommen nach einem ordentlichen Start mit Selbstvertrauen an den Niederrhein.

Obwohl man in Mainz mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen unter dem Strich zufrieden sein kann, gibt es nach dem letzten Wochenende gemischte Gefühle. Am 4. Spieltag verlor man nach einer insgesamt enttäuschenden Leistung 0:3 im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen und auch die Auftritte zuvor gilt es richtig einzuordnen. Nach einem knappen Sieg zum Auftakt in Bochum folgte ein chancenarmes 0:0 daheim gegen Union Berlin. Einen Spieltag später siegte Mainz durch ein Tor in der 90. Minute beim FC Augsburg.

Mainz hat bislang etwas besser gepunktet, als es die Leistungen hergegeben haben. Aber nachdem der FSV im letzten Jahr bei Auswärtsspielen kaum Zähler einfahren konnte, reist man nun mit zwei Erfolgen im Gepäck in den Borussia-Park. Die Fohlenelf ist für Mainz kein Angstgegner. Seitdem Bo Svensson Trainer ist, konnten die Borussen keines ihrer Spiele gegen die Nullfünfer gewinnen (2 Unentschieden – 1 Niederlage).

Kompakte Defensive – hohe Passquote

Bo Svensson hat es nach seiner Amtsübernahme Anfang 2021 geschafft, Mainz 05 zu stabilisieren. Vor allem durch eine gut agierende Defensive schaffte es seine Mannschaft, sich von einem sicher geglaubten Abstiegskandidaten zu einem soliden Bundesligisten zu entwickeln. Im Defensivverbund und in der Arbeit gegen den Ball versteht es Mainz außerordentlich gut, Chancen des Gegners zu verhindern und die Räume dafür gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch auch mit Ball versucht Svensson sein Team weiterzuentwickeln.

Taktisch gesehen greift Mainz auf ein vergleichbares System wie in der letzten Saison zurück. Svensson schickt sein Team in einem 3-5-2 offensiv auf den Platz. Die Dreierkette sorgt für den Spielaufbau. Die Angriffe werden oft über die Außenbahn eingeleitet oder aber es gibt hohe Bälle auf Onisiwo, der auf die nachrückenden Spieler ablegt. Was Mainz sehr gut macht, ist den Rückraum abzusichern. Verlieren die Nullfünfer den Ball, lassen sie keine großen Räume entstehen, sondern finden schnell wieder in eine kompakte Formation.

Fast alle Mann an Bord

Trainer Bo Svensson wird bei der Wahl der Startelf voraussichtlich nur wenige Veränderungen zur Niederlage am letzten Wochenende vornehmen. Denkbar wäre, dass Niklas Tauer für Alexander Hack in die erste Elf rückt. Ebenfalls ein Kandidat für die Startformation ist Jae-Sung Lee. Sollte der Offensivspieler beginnen, müsste Neuzugang Angelo Fulgini auf der Bank Platz nehmen. Keine Alternative für den Kader am Sonntag wird weiterhin Markus Ingvartsen sein, der mit einer Verletzung ausfällt.

Leistungsträger gibt es in Mainz mehrere. Torjäger Karim Onisiwo bildet mit Jonathan Burkardt ein gefährliches Angriffsduo. Während Burkardt eher aus der Tiefe des Raumes kommt, ist Onisiwo zumeist in vorderster Linie zu finden. Mit Anton Stach verfügen die Nullfünfer über einen aufstrebenden Mittelfeldakteur, der auch zuletzt für die deutsche Nationalmannschaft berufen wurde. In der Defensive musste man nach dem Abgang von Kapitän Niakhaté Ersatz finden. Fündig wurden die Mainzer in Bochum mit Maxim Leitsch.

Voraussichtliche Aufstellung Mainz 05:

Zentner - Bell, Hack, Leitsch - Widmer, Stach, Kohr, Aaron – Lee, Burkardt – Onisiwo

 


von Niklas Kirchhofer

 

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