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Gegneranalyse | Forechecking: Hertha BSC Berlin

von Gegneranalyse

Marko Grujić spielt eine ausgezeichnete Rolle bei Hertha BSC (Foto: Martin Rose / Bongarts / Getty Images)

Mit Hertha BSC kommt am Samstag eine Mannschaft in den Borussia-Park, die in dieser Saison immer mal wieder einen Schritt nach vorne zu machen scheint, sich dann jedoch meist selbst im Wege steht. Unterschätzen darf man die ‚Alte Dame‘ aber keinesfalls.

Die Reise an den Niederrhein tritt die Mannschaft von Trainer Pal Dardai mit schwerem Gepäck an. 120 Minuten lieferten die Herthaner am Mittwoch dem FC Bayern einen großen Kampf im DFB-Pokal-Viertelfinale. Doch am Ende standen die Berliner mit leeren Händen da und mussten sich einmal mehr vom Traum des Pokalfinales im eigenen Stadion verabschieden.

Nicht nur physisch werden den Spielern diese 120 Minuten in den Knochen stecken. Auch vom Kopf her wird es nicht so einfach sein, die Enttäuschung zu verarbeiten. Hier könnte für die Gladbacher Borussen durchaus ein Ansatz liegen, um den Gästen am Samstag den Zahn zu ziehen. Auch weil Berlin gerade auswärts sehr schwankende Leistungen zeigt.

Marko Grujić ist ein hochinteressanter Spieler

Wobei das erste Auswärtsspiel des Jahres erfolgreich gestaltet werden konnte – Berlin gewann in Nürnberg. Danach folgten im heimischen Olympiastadion ein Remis gegen Schalke und eine Niederlage gegen Wolfsburg. Letztere hat der eigentlichen positiven Stimmung in der Hauptstadt einen deutlichen Dämpfer versetzt, welche durch die Pokalniederlage nicht besser geworden ist.

Trotz vielversprechender Ansätze fehlt Hertha für den ganz großen Wurf die Kontinuität. Einerseits gibt es da hochinteressante Spieler, wie den von Liverpool ausgeliehen Marko Grujić oder Ondrej Duda, der eine starke Saison spielt. Andererseits leistet sich die Mannschaft kollektiv immer wieder temporäre Durchhänger, wodurch man sich den nächsten großen Schritt selbst verbaut. Dennoch ist in dieser Saison weiter alles drin – der Rückstand auf einen Europa-League-Platz beträgt gerade einmal drei Punkte.

Pal Dardai muss den gelbgesperrten Valentin Lazaro ersetzen

Die Herangehensweise der Berliner hat sich in den letzten Jahren unter Pal Dardai deutlich entwickelt. Die Mannschaft kann variabel spielen, im Angriff ist man mit den Routiniers Vedad Ibisevic und Salomon Kalou sowie dem aggressiven Davie Selke gut aufgestellt. Oftmals wird der Gegner durch die hoch agierenden Außenverteidiger unter Druck gesetzt, wobei Dardai in Gladbach den gelbgesperrten Valentin Lazaro muss. Für ihn wird aller Voraussicht nach der Ex-Kölner Lukas Klünter in die Startelf rücken.

Probleme bekommt Hertha im defensiven Umschaltspiel, gerade wenn die Außenverteidiger aufgerückt sind. In der Liga ließ Dardai zuletzt in einem 3-4-1-2 System spielen, im Pokal gegen die Bayern war es ein 4-2-3-1. In dieser Grundordnung verteidigten es die Berliner über weite Strecken sehr ordentlich und es spricht einiges dafür, dass Dardai seine Mannschaft in Gladbach mit einer ähnlichen Ausrichtung auf den Platz schicken wird.

Hertha verfügt über Zielstrebigkeit und Effizienz im Abschluss

Für die Borussia könnte also wieder mal ein Geduldsspiel anstehen, wie es zuletzt gegen Augsburg und Schalke der Fall war. Doch im Gegensatz zu diesen Mannschaften, die offensiv sehr harmlos waren, haben die Berliner nicht zuletzt gegen die Bayern gezeigt, dass sie über Zielstrebigkeit und Effizienz im Abschluss verfügen. Die Gladbacher müssen also hellwach sein und ein Konter- und Umschaltspiel der Gäste möglichst schon im Keim ersticken.

Voraussichtliche Aufstellung Hertha BSC Berlin:

Jarstein - Klünter, Stark, Rekik, Plattenhardt - Grujic, Skjelbred - Kalou, Duda, Mittelstädt – Selke

 


von Niklas Kirchhofer

 

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