Der FC Augsburg steht nach vierzehn Ligaspielen bei 14 Punkten und rangiert im unteren Tabellendrittel. Vier Siege, zwei Unentschieden und acht Niederlagen bei einem Torverhältnis von 17:28 spiegeln eine bislang schwierige Hinrunde wider. Im Spätherbst kassierte der FCA drei Niederlagen in Folge, darunter deutliche Rückschläge gegen Frankfurt und Leverkusen. Diese Entwicklung führte zur Trennung von Sandro Wagner, dessen Ansatz nicht die gewünschte Stabilität brachte. Mit Manuel Baum soll nun wieder mehr Ordnung und Struktur ins Spiel kommen.
Neuausrichtung unter Manuel Baum
Manuel Baum steht für einen sachlichen, klar strukturierten Ansatz. In Augsburg setzt er von Beginn an auf defensive Stabilität und klare Abläufe. Der FCA agiert bevorzugt in einer 3-4-2-1 Grundordnung, die dem Team mehr Kompaktheit und Sicherheit verleihen soll. Die Dreierkette bildet dabei das Fundament, während die Schienenspieler für Breite und Entlastung sorgen. Im Zentrum liegt der Fokus auf Zweikampfstärke, klaren Passwegen und einer besseren Restverteidigung.
Baum fordert von seiner Mannschaft einen hohen Aufwand gegen den Ball, jedoch ohne extremes Dauerdruckpressing. Augsburg soll kompakt verteidigen, die Abstände zwischen den Linien eng halten und nach Ballgewinnen schnell und zielgerichtet umschalten. In der Offensive setzt der neue Trainer auf klare Rollen und direkte Lösungen. Die beiden offensiven Mittelfeldspieler agieren flexibel hinter der Spitze, sollen Räume besetzen und das Umschaltspiel prägen. Insgesamt geht es weniger um Ballbesitzdominanz, sondern um Kontrolle und Effizienz.
Personell mit Rückschlägen
Personell muss der FCA einige Rückschläge verkraften. Innenverteidiger Chrislain Matsima fällt mit einer schweren Verletzung länger aus und reißt eine Lücke im Abwehrzentrum. Auch Jeffrey Gouweleeuw steht weiterhin nicht zur Verfügung, wodurch Baum in der Defensive auf alternative Lösungen setzen muss. Positiv ist hingegen, dass Finn Dahmen rechtzeitig wieder einsatzfähig ist und im Tor Stabilität bringen soll. In der Offensive gibt es mit der Rückkehr von Michael Gregoritsch eine wichtige Option, der nach seiner Verpflichtung direkt als Startelfkandidat gilt und dem Angriff neue Durchschlagskraft verleihen kann.
Trotz der angespannten Lage verfügt Augsburg über Spieler, die unter Baum eine Schlüsselrolle einnehmen können. Kristijan Jakić ist im Zentrum als stabilisierender Faktor gefragt und soll dem Spiel mehr Robustheit verleihen. Fabian Rieder bringt Kreativität und Dynamik in die Offensive, während Alexis Claude Maurice zwischen den Linien als verbindendes Element agiert. Im Sturmzentrum ruht viel Verantwortung auf Michael Gregoritsch, der mit seiner Erfahrung und Präsenz für Entlastung sorgen soll. Gelingt es Augsburg, diese Achse ins Spiel zu bringen, kann der FCA deutlich kompakter und gefährlicher auftreten.
Voraussichtliche Aufstellung FC Augsburg
Dahmen – Banks, Schlotterbeck, Zesiger – Wolf, Jakic, Massengo, Fellhauer – Rieder, Claude Maurice – Gregoritsch
von Niklas Kirchhofer

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