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Hofmann wieder erste Wahl bei Flick

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Mittendrin, statt nur dabei - Jonas Hofmann (Foto: Martin Rose / Getty Images)

Jonas Hofmann stand beim knappen 2:1 der deutschen Nationalelf gegen Rumänien in Hamburg wieder in der Startelf. Dagegen blieb seinen Gladbacher Kollegen Matthias Ginter und Florian Neuhaus nur die Rolle des Zuschauers.

Drei Gladbacher Profis nominierte Bundestrainer Hansi Flick für die zweite Länderspielperiode seiner Amtszeit. Bei seiner Premiere musste Flick auf Matthais Ginter verzichten, der wegen einer Corona-Infektion nicht zur Verfügung stand. Nun gehört Ginter wieder dem Aufgebot an – blieb aber am Freitag in Hamburg beim WM-Qualifaktionsspiel gegen Rumänien 90 Minuten in der Zuschauerrolle.

Unter Flicks Vorgänger Joachim Löw war der 27-Jährige zuletzt absoluter Stammspieler. Löw hatte Ginter früh zum Nationalspieler gemacht und ihm viele Jahre die Treue gehalten, auch wenn er den Ex-Freiburger nie wirklich in die erste Reihe beförderte. Das änderte sich erst auf der Zielgeraden der Löw’schen Amtszeit. Noch ist nicht klar, was dessen Nachfolger Hansi Flick mit Ginter vorhat. Am Freitag setzte der neue Bundestrainer auf das Innenverteidigerduo Niclas Sühle und Antonio Rüdiger.

Laufstark und extrem anpassungsfähig

Matthias Ginter schaute sich derweil das Spiel von der Bank aus an – genauso wie sein Gladbacher Kollege Florian Neuhaus. Der Mittelfeldspieler stand zuletzt bei Borussia zweimal nicht in der Startelf und blieb auch am Freitag ohne Einsatzminuten. So war es Jonas Hofmann vorbehalten, die Gladbacher Fahne in der Nationalmannschaft hochzuhalten. Offensichtlich hat Flick Gefallen an der Idee gefunden, Hofmann als Rechtsverteidiger aufzubieten.

Dass der gelernte Offensivspieler in dieser Rolle ein Thema für die Nationalmannschaft ist, liegt vor allem darin begründet, dass es in Deutschland nicht ‚den‘ Rechtsverteidiger gibt. Flick muss improvisieren und Hofmann ist durchaus eine interessante Wahl. Der 29-Jährige ist fraglos einer der fußballerisch intelligentsten Spieler in der Bundesliga, er ist ungemein laufstark und extrem anpassungsfähig. Auch wenn er alles andere als ein harter Zweikämpfer ist, so kann er durchaus als rechter Verteidiger bestehen. Die Voraussetzung ist, dass die Mannschaft auf Ballbesitz aus ist, was bei der DFB-Elf gegen Rumänien deutlich der Fall war.

Flick lobt Hofmann: »Das hat mir gefallen«

So wurde Hofmann in Hamburg auch kaum mit den ursprünglichen Aufgaben eines Verteidigers konfrontiert, sondern agierte faktisch als zusätzlicher offensiver Flügelspieler. Und das machte der Gladbacher mehr als ordentlich. Er schob ständig mit an, wagte einige gute tiefe Läufe (und wurde dabei ein paar Mal übersehen) und spielte den einen oder anderen gelungenen Pass in die Gasse. Seinen Flanken fehlte ein wenig die Präzision – oder der richtige Abnehmer. So kickte Reus eine nahezu perfekte Hofmann-Hereingabe aus sechs Metern freistehend ins Fangnetz hinter dem rumänischen Tor.

Die DFB-Elf geriet gegen Rumänien trotz klarer Überlegenheit in Rückstand und rannte fortan pausenlos an. Verdientermaßen konnte man das Spiel durch Tore von Gnabry und Müller drehen. Hofmann spielte 85 Minuten und Bundestrainer Flick äußerte sich anschließend zufrieden mit dem Borussen: »Er hat gezeigt, dass er in der Offensive eine hohe Qualität hat und war gewillt, zu arbeiten. Das war ein hohes Pensum von ihm. Das hat mir gefallen, er hat es gut gemacht«. Gut möglich also, dass Hofmann für Flick vorerst die erste Wahl als Rechtsverteidiger bleibt. Am Montag spielt die DFB-Elf in Skopje gegen Nordmazedonien und da werden wieder vor allem die offensiven Qualitäten eines Rechtsverteidigers gefragt sein.

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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