Max Eberl

Gehaltsverzicht ist bei Borussia aktuell kein Thema

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Borussias Sportdirektor Max Eberl (Foto: imago images / Revierfoto)

Geschäftsführer Stephan Schippers hatte kürzlich verlauten lassen, dass sich die auf Corona zurückzuführenden Verluste für das laufende Geschäftsjahr aktuell auf 37 Millionen Euro belaufen. Ein neuerlicher Gehaltsverzicht der Profis ist aktuell jedoch kein Thema.

Borussia Mönchengladbach muss sich mit einem »extrem schwierigen Jahr« auseinandersetzen - das hatte Geschäftsführer Stephan Schippers nochmals in Erinnerung gerufen und den Verlust für 2020 auf aktuell 37 Millionen Euro beziffert. Das führt zwangsläufig zu der Frage, ob bei Borussia ein weiterer Gehaltsverzicht durch die Profis im Raum steht - schließlich sind die Personalkosten der größte Faktor in der Finanzplanung des Klubs.

»Nein, das ist jetzt kein Thema«, sagte Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg am Samstag. Im März, während des ersten Lockdowns, hatten die Spieler von sich aus einen Verzicht auf einen Teil der Gehälter angeboten. Durch dieses keineswegs selbstverständliche Entgegenkommen der Mannschaft konnten Mitarbeiter bei Borussia ihren Job behalten. Eberl: »Dafür waren wir sehr, sehr dankbar.«

»Sollte es noch einmal zu einem kompletten Stopp kommen, dann weiß ich, dass wir wieder mit der Mannschaft reden können«

Über vier Monate zahlte Borussia die verringerten Bezüge aus, gleichzeitig wurde in Sachen Spielerverpflichtungen auf die Bremse getreten. Mit Hannes Wolf und Valentino Lazaro wurden lediglich zwei Leihspieler neu hinzugeholt. »Mit den Leigeschäften wollten wir der Mannschaft auch zeigen, wie schwierig die Situation ist und dass sich diese auch nicht von heute auf morgen ändert.«

Mit der Qualifikation für die Champions League und dem planmäßigen Start in die laufende Saison erfolgten die Zahlungen wieder in der vertraglich vereinbarten Höhe. Der Spielbetrieb läuft und auch wenn die fehlenden Zuschauereinnahmen den Verein empfindlich treffen, soll an den Gehältern nicht gerüttelt werden. Aber Eberl schränkt auch ein: »Sollte in den nächsten Monaten etwas Außergewöhnliches passieren, sollte es noch einmal zu einem kompletten Stopp kommen, dann weiß ich, dass wir wieder mit der Mannschaft reden können. Aber Stand heute gibt es für uns keinen Grund, einen Gehaltsverzicht bei der Mannschaft einzufordern.«

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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