Trainingsauftakt mit Jonas Hofmann

»Wir fangen nicht bei Null an«

Created by von Marc Basten
Der Alte und der Neue - Stranzl und Hofmann (Foto: Dirk Päffgen)

Der Alte und der Neue - Stranzl und Hofmann (Foto: Dirk Päffgen)

Trainingsauftakt in Mönchengladbach. Am Dienstagnachmittag bat André Schubert seine Mannen erstmals im neuen Jahr auf den Trainingsplatz. Mit Jonas Hofmann war ein Neuzugang dabei.

So richtig ausgiebig war der Urlaub nicht, den die Gladbacher Borussen nach der so ereignisreichen Hinrunde genießen konnten. »Dennoch tat die Pause allen gut«, ist sich Fohlencoach André Schubert sicher. »Alle waren froh, mal durchatmen zu können. Und jetzt freuen wir uns, dass es wieder losgeht«.

Die nur relativ kurze Auszeit bringt es mit sich, dass Schubert und sein Trainerteam in der ohnehin sehr knapp bemessenen Vorbereitungszeit kein großartiges Grundlagentraining planen müssen. »Wir fangen nicht bei Null an, die Jungs sind konditionell auf einem guten Niveau«, so Schubert. Der Laktattest am Mittwoch wird endgültigen Aufschluss bringen, negative Überraschungen werden keine erwartet.

Schubert freut sich jedenfalls darauf, mit der Mannschaft mal einen richtigen Trainingsprozess durchziehen zu können. »Bislang konnten wir vieles nur andeuten«, so Schubert. »Wir wollen uns Dinge erarbeiten, richtig belasten und die Jungs auch mal auf großen Spielfeldern im Training sehen«.

»Borussia Mönchengladbach ist ein top, top Verein«

Alles umkrempeln wird Schubert aber nicht. »Wir werden immer versuchen, uns weiterzuentwickeln. Das ist ein Prozess, der nie beendet ist. Das System ist und bleibt variabel. Es ist die Grundordnung auf dem Feld, aber das wird sich immer wieder ändern. Es geht um die Art und Weise, wie wir mit und gegen den Ball spielen. Wichtig ist, dass die Spieler verstehen, wie wir spielen und wie sie sich grundsätzlich verhalten«.

Einer, der in den nächsten Tagen besonders aufmerksam sein muss, ist Jonas Hofmann. André Schubert begrüßte den Neuzugang aus Dortmund mit lobenden Worten. »Jonas ist ein sehr guter Fußballer und passt ins Anforderungsprofil. Er kann auf den Flügeln oder im Zentrum als hängende Spitze spielen. Er ist ein guter Techniker und durch Kloppo in Richtung Gegenpressing geschult. Jonas bringt eine Menge mit«.

Hofmann selbst gab sich bei seinem ersten Pressetermin als Gladbacher Borusse ausgesprochen optimistisch. »Ich habe meiner Frau schon geschrieben, dass ich mich hier sehr wohl fühlen werde. Borussia Mönchengladbach ist ein top, top Verein. Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte«.

»Eine Stammplatzgarantie wird dir kein Trainer aussprechen«

Eine lange Eingewöhnungszeit plant der 23-Jährige nicht ein. »Ich denke nicht, dass es Probleme gibt, mich umzustellen. Der Trainer will hier variabel sein und gegnerspezifisch agieren«. So kennt Hofmann es auch aus Dortmund. Zunächst dürfte er auf den Außenbahnen eingeplant sein. Seine Stärke sind »die tiefen Läufe in den freien Raum hinter die Kette - das will ich auch hier praktizieren«. Durchaus möglich, dass er mittelfristig auch mal zentral spielt. »Was da noch kommt, ist offen«.

Die kurzfristigen Ziele von Jonas Hofmann sind klar definiert. »Ich will mich so schnell wie möglich einfinden und den Konkurrenzkampf annehmen«. Einen Freifahrtschein erwartet er nicht. »Eine Stammplatzgarantie wird dir kein Trainer aussprechen«. Dennoch würde er nur zu gerne am 18. Spieltag gegen seinen Ex-Klub auflaufen. »Ich hoffe, dass ich meinem alten Verein ein bisschen weh tun kann«. Auf dem Platz und möglicherweise schon vor dem Spiel. Die Gegneranalyse traut er sich jedenfalls zu. »Da werde ich bestimmt mit dem Trainer sprechen. Aber erstmal gehts um eine gute Vorbereitung, dann werden wir das ›Projekt Dortmund‹ in Angriff nehmen«.

Mittelfristig will Hofmann vor allem gesund bleiben. »Und dann so viel wie möglich spielen. Mit Spielpraxis kommt alles von alleine. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft am Ende so weit oben wie möglich steht«.

Hartnäckige Gerüchte um Martin Hinteregger

Am Dienstagnachmittag stand Jonas Hofmann erstmals auf dem Trainingsplatz. Die Kollegen Patrick Herrmann, André Hahn, Alvaro Dominguez, Nico Schulz und Tony Jantschke fehlten, während sowohl Ibo Traoré als auch Martin Stranzl dabei waren. Bei Stranzl wird man weiter Vorsicht walten lassen. »Wir werden mit Martin dosiert herangehen, damit auch muskulär alles hält«, erklärte Schubert.

Am Mittwoch steht für die Borussenprofis der Laktattest auf dem Programm, am Donnerstag gibt es noch eine Trainingseinheit im Borussia-Park (10 Uhr). Alsdann geht es ab in die Türkei nach Belek, wo zeitgleich die U23 ihr Quartier aufschlägt. Ob es noch Passagiere gibt, die auf den letzten Drücker mitfliegen, bleibt abzuwarten. Weiterhin halten sich hartnäckige die Gerüchte um eine mögliche kurzfristige Verpflichtung des österreichischen Verteidigers Martin Hinteregger (23) von RB Salzburg.

Feststeht jedenfalls, dass Borussia in Belek am Dienstag (12. Januar) einen ›Testspieldoppelpack‹ bestreiten wird. Um 14 Uhr deutscher Zeit geht es gegen den türkischen Erstligisten Sivasspor und um 17.30 Uhr folgt die Partie gegen Ligakonkurrent Hertha BSC.

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