Mo Dahoud fällt in Mainz definitiv aus

»Werden uns nicht hinten reinstellen«

Created by von Marc Basten
Optimistisch nach Mainz - André Schubert (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Optimistisch nach Mainz - André Schubert (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Am Freitagabend (20.30 Uhr) eröffnet Borussia Mönchengladbach mit dem Gastspiel bei Mainz 05 den 19. Bundesligaspieltag. Borussias Trainer André Schubert muss neben Granit Xhaka auch auf Mo Dahoud verzichten.

Es gibt Dinge, die niemand braucht. Dazu gehört auch die von André Schubert als »Haushaltsunfall« bezeichnete Schnittverletzung an der Hand, die sich Mo Dahoud zugezogen hat. Der Unfall war so heftig, dass der 20-Jährige in Mainz »definitiv« ausfällt.

Damit ist Schubert gezwungen, die Doppel-6 komplett umzubauen, da bekanntlich Dahouds Nebenmann Granit Xhaka noch gesperrt ist. Es gibt mehrere Variationsmöglichkeiten, wie die naheliegende mit Marvin Schulz oder die etwas überraschendere mit Oscar Wendt, der dort im Training schon mal gespielt hat. Einblicke in seine Gedanken wollte Schubert am Tag vor dem Spiel freilich nicht geben.

»Ich werde den Teufel tun«, so Schubert. Der einzige Vorteil des Ausfalls von Dahoud sei, dass nun für den Gegner die Spielvorbereitung schwerer wird. »Den Vorteil aus dem Nachteil wollen wir uns nicht nehmen«.

Die Aufstellung wird also eine Überraschung werden, zumal sich neben erzwungenen Verschiebungen mit Hofmann und Hinteregger Alternativen anbieten. Hinteregger, von Schubert bei seinem Spitznamen ‚Hunter‘ genannt, komme »mit jeder Trainingseinheit näher heran«. Für den Österreicher gebe es »durchaus die Option, von Beginn an zu spielen. Möglich ist es«. Auch Jonas Hofmann sei, trotz des grippalen Infekts unter der Woche, nah dran.

Noch nicht ganz so weit ist Martin Stranzl. »Wir haben mit Martin einen Plan«, so Schubert. Der Trainer ließ die Interpretation seiner Aussagen vom letzten Samstag nicht gelten, dass er Stranzl die Umstellung auf die neue Spielweise nicht zutraut. »Totaler Käse« sei das, meinte Schubert. Es sei »kein grundsätzliches Problem für Martin, sich daran zu gewöhnen. Gedanklich ist das drin«. Vielmehr geht es darum, dass Stranzl wieder auf das Niveau des Vorjahres kommen muss. »Mit jeder Woche rückt er näher, aber er ist 35 und sich nach einer so langen Verletzung heranzuarbeiten ist schwer. Martin ist ein unglaublich guter Profi und er arbeitet hart«.

Schubert geht davon aus, dass Stranzl »in den nächsten zwei Wochen« soweit ist, eine Option für die Startelf zu sein. Doch der Coach verdeutlichte, dass Stranzl nicht nur aufgrund seiner Reputation berufen wird. Vor einiger Zeit war Stranzl einer der zweikampfstärksten Spieler der Liga. »Wenn er an diese Leistungsstärke anknüpfen kann, dann spielt er. Punkt«.

In Mainz wird Stranzl das Geschehen also vermutlich erstmal von der Bank aus betrachten. Was er da zu sehen bekommen wird, ist von weniger Geheimniskrämerei umgeben, als die Aufstellung. Denn trotz der Niederlage gegen Dortmund und den vielen Gegentoren in den letzten Spielen will Schubert an seiner Ausrichtung festhalten. »Wir werden nicht anfangen, uns hinten reinzustellen und die Null zu halten. Wir wollen angreifen, offensiv spielen und nicht so viele Tore kassieren«.

Letzteres soll erreicht werden, indem »wir das Gegenpressing und das Umschaltverhalten bei Ballverlust besser organisieren und absichern. Das ist ein Thema und daran haben wir gearbeitet«. In Mainz wird man den Nachweis erbringen können, dass an den richtigen Stellschrauben gedreht wird. Die Rheinhessen gehören zum Typus ‚sehr unangenehmer Gegner‘. »Mainz ist laufstärkste Mannschaft der Liga, spielt sehr kompakt und betreibt einen wahnsinnigen Aufwand«, so Schubert.

»Das ist eine physisch starke und gefährliche Mannschaft, die schnell umschaltet und kontert«. Genau das also, was Borussia zuletzt zu oft zugelassen hat. »Wir müssen Lösungen finden, bestmöglich verteidigen und unsere Stärken nicht vernachlässigen«.

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