34. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC

2:1! Borussia schlägt Hertha und sichert Platz 4

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Florian Neuhaus freut sich mit dem Torschützen Jonas Hofmann (Foto: Poolfotos/Fohlenfoto/Norbert Jansen)

Borussia Mönchengladbach spielt nächste Saison in der Champions League. Am letzten Spieltag setzte sich die Fohlenelf nach Toren von Jonas Hofmann und Breel Embolo verdient mit 2:1 gegen Hertha BSC durch und sicherte sich damit den vierten Tabellenplatz.

Marco Rose änderte die Startelf gegenüber dem Auswärtssieg in Paderborn vor einer Woche auf einer Position: Nico Elvedi kehrte nach Gelbsperre zurück, Tony Jantschke nahm dafür auf der Bank Platz. Dort saßen auch Alassane Plea und Raffael, die zuletzt angeschlagen nicht zur Verfügung standen.

Die Borussen starteten besonnen in die Partie und waren um Ordnung und Ballbesitz bemüht. Aus dieser Konstellation heraus gelang der erhoffte frühe Führungstreffer bereits nach sieben Minuten. Kramer spielte einen langen Pass auf Embolo, der sich im Strafraum robust gegen drei Berliner behauptete. Letztlich legte der Schweizer quer auf Hofmann, der aus zehn Metern mit rechts durch die Beine von Esswein zum 1:0 traf.

Borussia ist klar überlegen, verballert aber zu viele Chancen

Ein Auftakt wie gemalt für die Fohlenelf, die schon eine Minute später die nächste Möglichkeit hatte, als Stindl eine scharfe Hereingabe von Herrmann knapp verpasste. Die Gladbacher waren klar Herr im Haus und erspielten sich Chance um Chance. Einen Schuss von Stindl mit dem Innenrist aufs lange Eck (23.) parierte Herthas Keeper Smarsch, der ebenso vor Hofmann rettete (29.) und einen Distanzschuss von Neuhaus (31.) hielt.

Augenblicke später konnte Herthas Keeper nichts mehr ausrichten, doch ein Schuss von Embolo aus spitzem Winkel touchierte den Außenpfosten (32.). Noch größer war die Chance für Stindl in der 41. Minute, nachdem Aushilfsrechtsverteidiger Esswein amateurhaft klärte und Stindl den Ball auflegte. Borussias Kapitän beförderte die Kugel freistehend aus elf Metern an den Pfosten. Kurz darauf scheiterte Herrmann mit einem Schuss aufs kurze Eck und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit brachte Hofmann den Ball nicht am Berliner Schlussmann vorbei - auch wenn hier wohl eine Abseitsposition vorlag.

Zwischenüberschrift

Dennoch verballerten die Borussen entschieden zu viele Gelegenheiten - bei 62% Ballbesitz und 13:0 Torschüssen nach 45 Minuten war das 1:0 deutlich zu wenig. Dieses Ergebnis hielt die komplett unterlegenen Berliner im Spiel, die zur Pause gleich drei Wechsel vornahmen. Die Hauptstädter wirkten nun wacher und trauten sich etwas mehr zu - die Folge war ein erster Torabschluss durch den Ex-Borussen Leckie, der den Ball aus spitzem Winkel über den Querbalken feuerte (55.).

Die Fohlen waren weiterhin das bessere Team, kamen aber längst nicht mehr so geballt an und in den gegnerischen Strafraum wie im ersten Durchgang. Dennoch gab es ein paar Halbchancen und nach 67. Minuten die bis dahin beste Möglichkeit der zweiten Halbzeit: Hofmann eroberte den Ball und bediente Embolo, der aus 16 Metern flach am rechten Pfosten vorbei schoss (67.). Das war eine Art Matchball, den die Borussen liegen ließen. Zum Glück gelang den Berlinern fünf Minuten später nicht der Ausgleich, als Maier zum Abschluss kam, Sommer sich aber lang machte und den Ball halten konnte (73.).

Embolo sorgt für die Entscheidung - Raffael verpasst die Krönung

Auf der anderen Seite war es der für den angeschlagenen Herrmann eingewechselte Traoré, der es mit einem Flachschuss aus 19 Metern probierte - der leicht abgefälschte Ball rutschte knapp am Tor vorbei. Die daraus resultierende Ecke brachte die Entscheidung: Hofmann führte kurz auf Stindl aus, der zurück zu Hofmann passte. Der lief in den Strafraum und brachte das Leder scharf mit dem Außenrist in den Fünfmeterraum. Bensebaini am ersten Pfosten verpasste, doch dahinter stand Embolo völlig blank, der die Kugel aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken musste (78.).

Damit war das Spiel durch - die Berliner konnten sich nicht mehr aufraffen, während die Borussen den Ball zirkulieren ließen. Es ging eigentlich nur noch darum, wann Raffael zu seinen letzten Minuten kommen würde, doch Marco Rose ließ sich mit den Wechseln extrem viel Zeit. So gelang den Berlinern in der ersten Minute der Nachspielzeit durch Ibisevic noch der Anschlusstreffer, ehe Raffael dann doch noch mal ran durfte. Und nach Zuspiel von Bénes hatte er sogar die Chance auf ›sein‹ Tor, doch er scheiterte alleine vor Smarsch.

Großer Jubel im leeren Borussia-Park - Gladbach völlig verdient in der Champions League

Der ganz große Schlusspunkt blieb damit aus - dennoch gab es nach dem unmittelbar darauf folgenden Abpfiff großen Jubel im leeren Borussia-Park. Die Fohlenelf beendet die Saison mit satten 65 Punkten auf Platz 4 und wird damit in der neuen Spielzeit in der Champions League vertreten sein. Und das völlig verdient.

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer (90.+2 Jantschke), Ginter, Elvedi, Bensebaini - Kramer, Neuhaus – Herrmann (60. Traoré), Stindl (90.+2 Raffael), Hofmann - Embolo (89. Bénes)

weiter im Kader: Sippel (ETW), Doucouré, Wendt, Quizera, Plea

Hertha BSC: Smarsch - Esswein (46. Leckie), Boyata, Torunarigha, Plattenhardt (46. Maier) - Stark, Grujic (46. Skjelbred (76. Ngankam)), Lukebakio, Darida (67. Ibisevic), Matheus Cunha - Piatek

Tore: 1:0 Hofmann (7.), 2:0 Embolo (78.), 2:1 Ibisevic (90.+1)

Gelbe Karten: Kramer – Skjelbred, Stark

Schiedsrichter: Deniz Aytekin

Zuschauer: Fehlanzeige

 


von Marc Basten

 

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