31. Spieltag: Bayern München - Borussia Mönchengladbach

1:2! Vermeidbare Niederlage bei den Bayern

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Am Ende jubelten die Bayern, Lars Stindl und die Borussen bleiben enttäuscht zurück (Foto: Poolfotos/Fohlenfoto/Norbert Jansen)

Mit 1:2 (1:1) musste sich Borussia Mönchengladbach am Samstag im Topspiel bei Bayern München geschlagen geben. Die Borussen waren eine Stunde lang sehr gut im Spiel, verteilten aber letztlich zu viele Geschenke an den Rekordmeister.

Marco Rose veränderte die Startelf gegenüber der Auswärtsniederlage in Freiburg vor einer Woche auf einer Position: Für den gesperrten Alassane Plea rückte Christoph Kramer ins Team. Kramer übernahm die Rolle des zweiten Sechsers neben Neuhaus.

Bei den Münchenern, deren Stammangreifer Müller und Lewandowski ebenfalls gesperrt fehlten, feierte Michael Cuisance sein Startelfdebüt.

Thuram muss bereits nach zehn Minuten verletzt runter

Die Partie begann für die Borussen unglücklich, weil Boateng bereits im ersten Zweikampf mit Thuram das Sprunggelenk des Franzosen erwischte. Während Boateng ohne Verwarnungskarte davon kam, war für Thuram die Partie kurz darauf beendet. Embolo kam für ihn und übernahm die Position in der Spitze.

Die Gladbacher - im 4-2-3-1 unterwegs - waren trotz dieser frühen Schwächung gut im Spiel. Sie ließen die Kugel laufen und hatten zur Pause 55 Prozent Ballbesitz. Die Bayern wurden immer dann gefährlich, wenn sie von den Borussen eingeladen wurden. So in der 11. Minute, als Sommer beim Versuch Neuhaus anzuspielen, ein Fehlpass unterlief und letztlich Cuisance zum Abschluss kam - der Schuss des Franzosen flog knapp über den Querbalken.

Hofmann eine Fußspitze im Abseits - Sommer rettet nach Ginter-Fehler

Auf der anderen Seite jubelte Hofmann nach feinem Pass von Embolo über das vermeintliche 1:0, nachdem er alleine vor Neuer ruhig geblieben war und den Ball ins Eck platziert hatte. Doch der VAR vermeldete, dass Hofmann beim Abspiel eine Fußspitze im Abseits stand - das Tor wurde nicht anerkannt (16.).

Derweil verteilten die Borussen das nächste Geschenk. Ginter unterlief im Strafraum ein technischer Fehler und er legte Hernandez den Ball vor die Füße. Der konnte aus sechs Metern freistehend abziehen, doch Sommer rettete mit einer überragenden Parade (22.).

Embolo lässt doppelte Megachance ungenutzt - Sommer schenkt Zirkzee den Führungstreffer

Drei Minuten später mussten die Borussen eigentlich zwingend in Führung gehen. Stindl flankte aus dem Halbfeld an den zweiten Pfosten, wo Embolo aus kurzer Distanz frei zum Kopfball kam, aber genau auf Neuer köpfte. Der Nationalkeeper konnte den Ball nicht kontrollieren, so dass Embolo den Rebound erhielt: Aus einem Meter drückte der Schweizer den Ball mit links am Tor vorbei (25.).

Die Megachance blieb ungenutzt und nun folgte das nächste Präsent für den alten und neuen Deutschen Meister. Diesmal war es wieder Sommer, der im Aufbau einen krassen Fehlpass spielte - Zirkzee profitierte und musste die Kugel nur noch ins leere Tor zur Münchener Führung schieben (26.).

Pavard wird zum Eigentor genötigt - Elvedi muss angeschlagen raus

Die Borussen zeigten sich ob des Rückstands nicht geschockt und blieben im Spiel. Sie beschäftigten die Bayern wie angekündigt und kombinierten sich mehrfach gefällig durch die gegnerische Hälfte. Der Ausgleich in der 37. Minute war verdient, auch wenn er glücklich zustande kam: Herrmann brachte den Ball von rechts flach vors Tor, Pavard rutschte heran und erreichte die Kugel zwar vor dem hinter ihm positionierten Hofmann, beförderte sie jedoch unhaltbar für Neuer ins eigene Tor.

Zur Pause musste Marco Rose den zweiten verletzungsbedingten Wechsel vornehmen: Für Nico Elvedi ging es nicht mehr weiter, für ihn übernahm Tony Jantschke die Position in der Innenverteidigung. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Fohlen in der Münchener Arena das gefährlichere Team. Neuer hatte nach einer Bensebaini-Hereingabe große Probleme, Lainer knallte den Ball schließlich aus der Distanz knapp über den Kasten (48.).

Nach einer Stunde übernimmt Bayern das Kommando

In der 53. Minute hatte Herrmann bei einem Konter nach Embolo-Pass eine gute Möglichkeit, doch sein Schuss von halbrechts wurde von Neuer abgewehrt. Erst nach einer guten Stunde, als die Bayern mit Coman und Davies frisches Tempo einwechselten, bekam der Rekordmeister mehr Spielanteile und wurde dominanter.

Ein Pavard-Kopfball nach Ecke touchierte das Tornetz (64.), zwei Minuten später fischte Sommer einen abgefälschten Gnabry-Schuss mit toller Reaktion aus dem Eck. Marco Rose reagierte, brachte Wendt für Herrmann und stellte auf ein 3-5-2 um. Jantschke, Ginter und Bensebaini bildeten die Dreierkette, Hofmann und Embolo besetzten die vorderen Positionen, wobei sich Hofmann gegen den Ball zurückfallen ließ.

Wendt pennt und Goretzka trifft zum 2:1

Und gegen den Ball mussten die Borussen fortan eine Menge arbeiten, denn die Bayern übernahmen das Kommando. Durch die Umstellung wurden zwar Coman und Davies etwas eingebremst und die Bayern konnten kein Powerplay aufziehen, doch die Borussen kamen ihrerseits nicht mehr gefährlich nach vorne.

So nutzten die Bayern in der 86. Minute das nächste Geschenk der Gladbacher, um die Partie zu entscheiden. Wendt verschätzte sich bei einem Pass in seinen Rücken, wo Pavard lauerte. Der Franzose brachte den Ball ungehindert in die Mitte, wo Goretzka völlig freistehend zum Siegtreffer vollenden konnte.

Die Borussen gaben in der Schlussminute noch einen Verzweiflungsschuss durch Stindl ab, doch wirklich nachlegen konnten sie nicht mehr. So bleibt am Ende eine vermeidbare 1:2-Niederlage in München, wo man eine Stunde lang sehr ordentlichen Fußball spielte, nach hinten heraus aber abbaute und insgesamt zu viele Geschenke verteilte.

Kurzstatistik zum Spiel:

Bayern München: Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Hernandez (62. Davies) - Kimmich, Goretzka, Cuisance (62. Coman), Gnabry, Perisic (88. Martinez) - Zirkzee (77. Wriedt)

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi (46 Jantschke), Bensebaini - Kramer, Neuhaus - Herrmann (70. Wendt), Stindl, Hofmann- Thuram (10. Embolo (82. Bénes))

weiter im Kader: Sippel (ETW), Doucouré, Müsel, Quizera, Traoré

Tore: 1:0 Zirkzee (26.), 1:1 Pavard (37./ET), 2:1 Goretzka (86.)

Gelbe Karten: Bensebaini (5.), Lainer

Schiedsrichter: Felix Zwayer

Zuschauer: Fehlanzeige

 


von Marc Basten

 

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