Schubert über Herrmann: Nicht so schlimm, wie es sich anhört

»Sinn und Zweck erfüllt«

Created by von Marc Basten und Fabian Kirchhofer
André und André - Schubert und Hahn (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

André und André - Schubert und Hahn (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

André Schubert hat in diesen Tagen erstmals die Gelegenheit, länger mit der Mannschaft zu trainieren. Dennoch gehört viel Improvisation dazu, weil die Nationalspieler fehlen. So auch beim Test gegen Duisburg.

Das Testspiel gegen den MSV Duisburg endete am Freitagnachmittag torlos. Dass sich der Bundesligist gegen den Tabellenletzten der zweiten Liga gerade einmal drei Torchancen erspielte, war einerseits bemerkenswert, andererseits auch wieder nicht. Denn sportlich aussagekräftig war die Partie nicht.

»Es ging darum, dass die Jungs, die zuletzt weniger im Einsatz waren, Spielpraxis erhalten«, sagte André Schubert anschließend. »Sich in so einem Spiel zu zeigen, ist natürlich schwierig. Es war eine andere Aufstellung als üblich, der eine oder andere musste auf einer ungewohnten Position spielen. Aber es ging nicht anders«.

»Letztendlich bin ich froh, dass sich alle gut bewegen konnten«, so Schubert. »Sinn und Zweck des Spiels sind erfüllt«.

Der Interimscoach kann in diesen Tagen intensiver mit der Mannschaft trainieren als zuvor. Doch da die Nationalspieler fehlen, geht es mehr um Basisarbeit als den Feinschliff. Erst nächsten Donnerstag kann Schubert mit dem kompletten Kader trainieren, zwei Tage später steht schon die Partie bei Eintracht Frankfurt an.

Ob in Frankfurt Tony Jantschke wieder auf dem Platz stehen wird, ist fraglich. Zwar ist der ›Fußballgott‹ wieder fit und spielte gegen Duisburg 90 Minuten durch, doch sind Änderungen in der Abwehrkette nicht unbedingt zwingend zu erwarten. »Die Jungs haben es in den letzten vier Spielen super gemacht«, sagte Jantschke. »Es wäre schon komisch, wenn ich jetzt direkt wieder spiele«.

Schubert hielt sich diesbezüglich bedeckt. »Ich bin froh, dass Tony wieder einsatzfähig ist und wir somit eine Option mehr haben«. Der Trainer sieht Jantschkes Rolle künftig »als Innen- oder Rechtsverteidiger«. Dass er Jantschke gegen Duisburg zunächst im defensiven Mittelfeld aufgeboten hatte, war der Situation geschuldet, dass mit Xhaka, Dahoud und Nordtveit gleich drei Sechser fehlten.

»Wir haben in nächster Zeit sehr viele Spiele«, sieht Tony Jantschke die Sache relativ locker. »Es ist ein neuer Trainer da, alles wird neu gemischt. Da gilt es, sich wieder heranzukämpfen. Ich bin der Letzte, der sich da Sorgen macht«.

Sorgen macht dagegen Patrick Herrmann, der aufgrund des Kreuzbandrisses ausfällt. »Das ist sehr schade für Flaco«, sagte Schubert. Doch der Coach macht Herrmann Mut: »Es ist nicht so schlimm, wie es sich im ersten Moment anhört. Die Struktur im Knie ist unbeschädigt. Das ist ungewöhnlich und deshalb hoffen wir, dass er über die Reha das Knie stabilisieren kann und dann wieder zur Verfügung steht und nicht längerfristig ausfällt«.

Doch mindestens bis zur nächsten Länderspielpause wird Patrick Herrmann nicht dabei sein - in diesen Zeitraum fallen sieben Pflichtspiele. Das ist die Chance für André Hahn, wieder mehr Einsatzzeiten zu erhalten. Während der ehemalige Augsburger unter Lucien Favre zuletzt als Alternative für die Sturmmitte eingeplant war, ließ Schubert ihn auf der Seite spielen. Auch gegen Duisburg beackerte Hahn 90 Minuten die Außenbahn.

Endgültig festlegen will sich Schubert bei Hahn allerdings nicht. »Er braucht für sein Spiel Platz und Raum. Das kann, wenn der Gegner tiefer steht, auf der Außenposition sein. Wenn der Gegner hoch presst, kann das auch in der zentralen Stürmerposition sein«.

Schubert ist jedenfalls froh, dass er einige Variationsmöglichkeiten hat. »Es sind jetzt viele Spiele hintereinander und da wird es zwangsläufig zu Wechseln und Umstellungen kommen. Da ist es gut, wenn weitestgehend alle Spieler fit sind und sich Optionen ergeben«.

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