Vor dem Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg

Resthoffnung bei Stindl, Kramer und Hofmann

von Vor dem Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg

Dieter Hecking wird gegen seinen Ex-Klub Nürnberg sein 400. Spiel als Bundesligatrainer absolvieren (Foto: TORfabrik.de)

Am Dienstag (18.30 Uhr) steigt im Borussia-Park das letzte Heimspiel des Jahres gegen den 1. FC Nürnberg. Die Fohlenelf will die Erfolgsserie fortschreiben, hat aber mit Personalproblemen zu kämpfen.

Die Ausfallliste, die vor einem Spieltag im Borussia-Park verteilt wird, sah in dieser Saison schon wesentlich freundlicher aus, als an diesem Montag. Vor dem letzten Heimspiel 2018 werden dort neben Doucouré, Villalba und Ginter jetzt auch Jantschke (muskuläre Probleme in der Wade) und Raffael (Schlüsselbeinbruch) als fixe Ausfälle geführt. Zudem laufen die Herren Stindl (Innenband- und Kapselverletzung im Sprunggelenk), Hofmann (Muskelverletzung am Hüftbeuger) und Kramer (Außenbandverletzung im Sprunggelenk) unter der Rubrik ‚fraglich‘.

Was genau das für die Partie gegen den Club bedeutet, war am Montag nicht zu erfahren. Bei Lars Stindl scheint die Chance auf ein Mitwirken nur theoretischer Natur, bei Christoph Kramer und Jonas Hofmann könnten die Chancen besser stehen. »Wir haben morgen früh noch ein Anschwitzen und dann werden wir sehen, ob es Sinn macht, sie dazuzunehmen«, sagte Trainer Dieter Hecking.

»Es ist noch einiges fraglich und ich kann nicht sagen, wer im Kader ist«, führte der Coach aus. Er schloss nicht aus, dass sich möglicherweise selbst für Josip Drmić zu einem Platz in Aufgebot reichen könnte - zum ersten Mal in dieser Saison.

Borussia ist weit entfernt davon, eine ›Notelf‹ ins Rennen schicken zu müssen

Doch ganz so schwarzmalen müssen die Borussen nicht, denn immerhin kehrt der gegen Hoffenheim gelbgesperrte Denis Zakaria zurück und der Ausfall von Jantschke wurde in Sinsheim durch den starken Jordan Beyer mehr als nur kompensiert. Von daher ist Borussia zwar gebeutelt, aber weit entfernt davon, eine ›Notelf‹ ins Rennen schicken zu müssen.

Gegen den Aufsteiger aus dem Frankenland steht, der unattraktiven Anstoßzeit von 18.30 Uhr und einer drohenden Minuskulisse zum Trotz, einiges auf dem Spiel. Zum einen ist da die imponierende Heimserie von saisonübergreifend zehn gewonnenen Partien in Folge, zum anderen gilt es, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. »Wir wollen das Spiel gewinnen und weiter Zweiter sein nach dem Spieltag - das ist das Ziel«, sagte Hecking. »Dafür werden wir viel investieren müssen.«

Auf dem Papier ist die Sache klar, Nürnberg steht auf einem Abstiegsplatz und holte sich in der Fremde schon öfters eine blutige Nase. »Es besteht kein Anlass, irgendeinen Gegner zu unterschätzen«, stellte Hecking klar. Der Coach, der sein 400. Spiel als Bundesligatrainer bestreitet, erwartet, »dass wir eine Disziplin gegen den Ball an den Tag legen, die in jedem Spiel gleich sein muss - egal ob du in Hoffenheim, in Dortmund oder jetzt gegen Nürnberg spielst. Wir wollen, dass die Null steht und darüber hinaus im eigenen Ballbesitz kreativ sein.«

»Ein lobenswerter Ansatz, wenn sie am Spiel teilhaben wollen«

»In den bisherigen Heimspielen hat die Mannschaft das hervorragend gemacht und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass sie es nicht wieder gut hinkriegen«, so Hecking. »Die Herangehensweise wird ähnlich sein, wie zuletzt.«

Derweil kündigte der Gast aus Nürnberg an, sich in Gladbach nicht verkriechen, sondern mutig und forsch auftreten zu wollen. »Der Club hält an seiner Philosophie fest«, sagte Hecking. »Sich nur hinten reinzustellen, wird wenig Sinn machen. Dass wir dann Möglichkeiten haben, den Gegner zu bespielen und zu Torchancen zu kommen, haben wir in den letzten Heimspielen gezeigt und das werden die Nürnberger auch gesehen haben. Es ist ein lobenswerter Ansatz, wenn sie am Spiel teilhaben und mitspielen wollen. Wir müssen uns auf alles einstellen und Antworten haben«.


von Marc Basten

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