Einzelkritik: Borussia Mönchengladbach - Bayern München 1:5 (1:2)

Naive Borussen ohne defensive Ordnung

von Einzelkritik: Borussia Mönchengladbach - Bayern München 1:5 (1:2)

Fünf Gegentore und doch mit Abstand der beste Borusse gegen die Bayern - Yann Sommer (Foto: Maja Hitij / Bongarts / Getty Images)

Individuelle Fehler, ein naives Abwehrverhalten und eine mangelhafte defensive Ordnung bei Borussia Mönchengladbach sorgten im Verbund mit einem schwachen Schiedsrichter und gut aufgelegten Bayern für eine herbe 1:5-Klatsche. Trotz fünf Gegentoren war Yann Sommer der mit Abstand beste Borusse.

Yann Sommer: Musste bereits nach 30 Sekunden gegen Lewandowski eine Klasseparade zeigen und vereitelte im Verlauf des Spiels weitere 100%ige Chancen von Lewandowski, Müller und Gnabry. Zudem rettete er mit einer Fußabwehr etwas unkonventionell bei einer Hereingabe von Kimmich. Bei allen Toren war der Schweizer schuldlos, beim 0:2 und 1:4 wurde er von seinen Vorderleuten regelrecht im Stich gelassen. Note 1,5.

Michael Lang: Etwas überraschend kehrte er zurück in die Startelf und von Beginn an war zu erkennen, dass der Schweizer keinen Rhythmus hat. Sein Stellungsspiel passte nicht, er traf mehrfach die falsche Entscheidung, wenn es darum ging herauszurücken oder sich zurückzuziehen. Zudem litt er darunter, dass Plea defensiv kaum eine Hilfe war. Vorne mit einem Abschluss knapp neben das Tor, als er jedoch im Abseits stand. Dazu mit einer guten Hereingabe auf Plea, ansonsten waren viele seiner Aktionen für den Gegner leicht ausrechenbar. Einmal klärte Lang mit viel Mühe zur Ecke, als er im Sprintduell unterlegen war und eine Ecke schenkte er her, als er per Kopf auf Sommer zurücklegen wollte. Mit einem krassen Fehlpass auf Gnabry leitete er eine Riesenkontermöglichkeit für die Bayern ein, als Zakaria im letzten Moment den Einschlag verhinderte. Langs Auswechslung war schon vorbereitet, als er beim 1:4 passiver Zuschauer blieb und den Abstauber von Gnabry verschlief. Unmittelbar darauf wurde er durch Johnson ersetzt. Note 5,0.

Matthias Ginter: In zwei, drei Situationen hielt der Nationalspieler mit einer gewissen ‚Kantigkeit‘ gut dagegen und ließ den Gegenspieler nicht so einfach vorbeigehen. Vor dem 0:2 ließ er Müller in seinem Rücken ziehen und blieb im Raum stehen. Beim 1:3 verpasste Ginter den Moment, Lewandowski entscheidend zu stören, wobei die Ballmitnahme und der Abschluss des Polen perfekt waren. Bei mehreren Kontern der Bayern war Ginter aufgerückt und kam nicht mehr schnell genug zurück. Die Innenverteidiger sind in solchen Situationen zu bedauern, aber von einem Abwehrchef muss man auch erwarten, dass er für eine Konterabsicherung Sorge trägt. Note 4,5.

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