Vor dem Heimspiel gegen Leipzig

»Wir sind in der Lage, Power auf den Platz zu bringen«

von Vor dem Heimspiel gegen Leipzig

Marco Rose am Mittwoch bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen RB Leipzig (Foto: TORfabrik.de)

Borussia Mönchengladbach eröffnet am Freitag (20.20 Uhr) mit einem Heimspiel gegen RB Leipzig den dritten Bundesligaspieltag. Gegen das Fußballprojekt aus Sachsen konnten die Gladbacher noch nie gewinnen - nun soll es endlich soweit sein.

Leicht angeschlagen kam Borussias Trainer Marco Rose am Mittwochmittag zur Pressekonferenz vor der Partie gegen RB Leipzig. Einen Infekt hat sich der 42-Jährige wohl eingefangen, doch er geht davon aus, dass er nach einer Ruhephase am Nachmittag das Abschlusstraining am Donnerstag (wie gewohnt unter Ausschluss der Öffentlichkeit) und natürlich auch das Spiel am Freitagabend ohne Einschränkungen begleiten kann.

Borussias Trainer wird vermutlich nicht ganz abschalten können, schließlich wartet auf ihn der erste Härtetest gegen einen Gegner aus dem ‘oberen’ Regal der Liga. Dem Fußballprojekt aus Roses Heimatstadt kann man aufgrund der Begleitumstände fraglos kritisch gegenüberstehen, doch hinsichtlich der sportlichen Qualität ist RB ein absolutes Top-Team. »Auf uns wird sehr viel Wucht, individuelle Qualität und Tempo - mit und ohne Ball - zukommen«, weiß Rose.

»Wer viel Power nach vorne bringt, gibt hinten die eine oder andere Lücke«

»Das sind alles Dinge, die wir verteidigen müssen«, so Rose weiter. Stück für Stück soll die Mannschaft das Spiel auf ihre Seite ziehen, was auch dank der Ergebnisse der letzten drei Partien im Rücken möglich sei. »Gegen Leipzig ist es wichtig, vom ersten Moment an da und wachsam zu sein, ihre Umschaltmomente zu verteidigen und ihre Power aufzunehmen«. Gerade im teilweise entfesselten Offensivdrang der Nagelsmann-Truppe sieht Rose einen Ansatz, den Gästen beizukommen. »Wer viel Power nach vorne bringt, gibt hinten die eine oder andere Lücke. Die wollen wir dann versuchen zu nutzen«.

RB geht nominell als leichter Favorit in die Partie, schon alleine die Statistik der bisherigen sechs Aufeinandertreffen (vier Leipziger Siege, zwei Remis) drückt das aus. Dennoch will Rose seine Mannschaft nicht künstlich kleinreden. »Auch wir sind durchaus in der Lage, Power auf den Platz zu bringen. Da kommt eine richtig gute Mannschaft, aber ich glaube, dass auch wir eine richtig gute Mannschaft haben.« In dieser werden am Freitag Jonas Hofmann (Innenbandriss im Knie), Torben Müsel (arthroskopischer Eingriff am Knie) sowie Lars Stindl und Julio Villalba (beide Aufbautraining) fehlen. Auch Tobias Strobl steht aufgrund seiner Knieprobleme weiterhin nicht zur Verfügung.

»Ich habe mir gewünscht, dass wir gegen Leipzig auch mal die Handbremse lösen«

Wie gewohnt gab es auf der Pressekonferenz keine Hinweise darauf, wie die Anfangself aussehen wird. Es ist davon auszugehen, dass es nicht mehr als ein oder zwei Veränderungen geben wird - an der grundsätzlichen Herangehensweise dürfte sich ohnehin nichts ändern. Marco Rose will weiter aktiven Fußball spielen lassen, auch wenn zuletzt noch viel Stückwerk im spielerischen Bereich dabei war. »Wenn man die Bundesliga anschaut, wie die Trainer ticken, ist das grundsätzlich eine Liga, die sehr auf aktivem Fußball und Vorwärtsverteidigen basiert. Du wirst relativ häufig Spiele mit viel Tempo und Zweikämpfen haben, darunter leidet möglicherweise das Spiel mit dem Ball. Wir alle versuchen aber trotzdem, auch das hinzubekommen«.

Noch fehlt der spielerische Ansatz bei Borussia, auch weil die bisherigen Schwerpunkte bei täglichen Arbeit woanders lagen. »Wenn du an dem einen arbeitest, verlierst du vielleicht etwas an dem anderen«, mutmaßt der Trainer. Von daher braucht alles noch seine Zeit, wobei Rose seine Vorstellungen gegenüber den Spielern schon deutlich formuliert hat. »Ich habe mit der Mannschaft gesprochen und mir gewünscht, dass wir gegen Leipzig auch mal die Handbremse lösen. Weil ich schon den Eindruck habe, dass die Jungs alles umsetzen wollen und viel nachdenken, dabei aber ein Stück weit Mut und Kreativität auf der Strecke bleiben.« Das soll am Freitag - für die Partie gibt es noch Tickets in allen Bereichen außerhalb der Nordkurve - anders werden.

 


von Marc Basten und Nadine Basten

 

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