Viele Spekulationen um Borussia Mönchengladbach

»Klar, dass unsere Spieler sehr begehrt sind«

von von Marc Basten
Sommer auf die Insel? (Foto: Team2 Sportphoto)

Sommer auf die Insel? (Foto: Team2 Sportphoto)

Eine Woche ist seit dem Ligafinale vergangen und die Bewegung auf dem Transfermarkt lässt erahnen, dass in den nächsten Wochen und Monaten noch einiges passieren wird. Auch über weitere Abgänge aus Gladbach wird spekuliert.

Xhaka für eine Rekordablöse zu Arsenal, Vestergaard aus Bremen an den Niederrhein, Sommer schielt nach England und eigentlich so gut wie jedes Toptalent soll im Blickfeld von Borussia Mönchengladbach stehen. Über all das durfte in der ersten Woche nach dem Abpfiff der Saison 15/16 spekuliert werden.

Während die Geschichten um Xhaka und Vestergaard Hand und Fuß haben, sind manche anderen reine Schüsse ins Blaue, um die Gerüchteküche zu befeuern. Indes ist angesichts des noch lange geöffneten Transferfensters klar, dass auch in Bezug auf Borussia Mönchengladbach noch einiges in Bewegung geraten wird.

Tobias Strobl ist bislang der einzige fixe Neuzugang, ihm stehen die Abgänge von Stranzl, Brouwers, Nordtveit, Hrgota und Hinteregger gegenüber. Dazu wird der anstehende Xhaka-Transfer gewaltigen Handlungsbedarf auf der Zugangsseite bei Borussia verursachen.

Zu Swansea würde Sommer ›Nein‹ sagen

Insoweit dürfen in naher Zukunft noch einige heiße Gerüchte erwartet werden. Gleichzeitig werden auch Mutmaßungen nicht enden, dass der eine oder andere Borusse seinerseits mit einem Wechsel liebäugelt. Yann Sommer wurden solche Pläne jüngst unterstellt. Dabei hatte er lediglich geäußert, dass er sich etwaige Angebote aus England anschauen würde. Das gilt allerdings für jeden Profi und ist eigentlich keine besondere Erwähnung wert. Und schon gar nicht ist es geeignet, hieraus zu konstruieren, dass Sommer Borussia verlassen will.

Zumal Yann Sommer zum Thema England eine eindeutige Meinung hat, wie er im letzten Jahr im TF-Interview erklärte. »Klar, wenn du in England spielst, ist das schön und ich glaube auch nicht, dass ein Spieler dort sagt, er würde zu viel verdienen. Aber wir in Deutschland sind ja auch nicht unglücklich, was das Gehalt anbelangt«, sagte er. Für Sommer geht es um die sportliche Perspektive, die auf der Insel längst nicht alle Klubs bieten können. »In England bezahlen sie zwar viel Geld, aber allein dadurch werden die Spieler auch nicht besser. Und ein Cristiano Ronaldo würde nie zu Swansea gehen. Und wenn du mich fragst, ob ich dorthin gehe, würde ich nein sagen«.

Keine schlaflosen Nächte

Ähnliches dürfte für die anderen Borussen gelten, was allerdings nicht davor schützen wird, dass weiterhin Gerüchte aufkommen. »Wir haben großartige Spieler in unserer Mannschaft«, sagte Trainer André Schubert kürzlich. »Dass die natürlich sehr, sehr begehrt sind, ist klar«.

Schlaflose Nächte muss das keinem bereiten, schließlich ist Borussia mittlerweile in einer anderen Position als vor ein paar Jahren. Auch wenn Mönchengladbach für einige Spieler immer noch ein Sprungbrett ist, so bewegt man sich auf einem ganz anderen Level als früher. Nicht jeder Mittelklasseklub bietet automatisch eine größere Perspektive als Gladbach, selbst wenn es in England obszön viel Geld zu verdienen gibt. Von daher tut man gut daran, die Gerüchte mit kühlem Kopf zu betrachten und nicht gleich den Panikknopf zu drücken.

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