Borussia beim VfL Wolfsburg

In Wolfsburg: Kann die neue Borussia Auswärtsspiele?

von Borussia beim VfL Wolfsburg

Auswärtssieg an alter Wirkungsstätte? Dieter Hecking tritt mit Borussia in Wolfsburg an. (Foto: Martin Rose / Bongarts / Getty Images)

Der Heimerfolg über Frankfurt bringt Borussia Mönchengladbach vor dem Auswärtsdoppelpack in Wolfsburg und nächste Woche in München Luft. Dennoch ist die Fohlenelf in Wolfsburg gefordert, ihr wahres Gesicht zu zeigen.

Dieter Hecking interessieren gewisse Statistiken herzlich wenig. Das unterstrich er am Freitag vor der Abreise zum Auswärtsspiel bei seinem Ex-Klub VfL Wolfsburg nochmals. »Ich gebe nicht so viel darauf, was in der Vergangenheit gewesen ist«, sagte er mit Blick auf die miese Bilanz der Borussia in der Autostadt und der Tatsache, dass in dieser Saison drei Heimsiegen ein Auswärtspunkt in Augsburg und die Niederlage in Berlin gegenüberstehen.

Für Hecking geht es am Samstag wieder bei null los. »Wenn wir gewinnen, ist die Serie gerissen - und wenn nicht, dann geht es weiter«, meinte er lapidar. Dennoch ist die Diskrepanz zwischen den Heim- und Auswärtsspielen nicht nur eine zufällige statistische Spielerei. Bislang hat die ›neue Borussia‹ noch nicht den richtigen Zugang für die Partien in der Fremde gefunden.

Gleichfalls ist es verständlich, dass man sich nicht am Gerede über die vermeintliche Auswärtsschwäche beteiligen möchte. »Wenn wir ständig darüber sprechen, dann glauben wir es irgendwann auch«, warnte Christoph Kramer vor der Heraufbeschwörung einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Dem ganzen können die Borussen am einfachsten entgegenwirken, indem sie am Samstag in Wolfsburg mit der gleichen Präsenz auftreten, wie in den Heimspielen. Das sollte eigentlich kein Ding der Unmöglichkeit sein, denn Wolfsburg ist zwar sehr gut aus den Startlöchern gekommen, bietet aber dennoch genügend Ansatzpunkte, wie man sie knacken kann.

Kompaktheit mit einem aufmerksamen Positionsspiel und der nötigen Bissigkeit

Die Herangehensweise wird entscheidend sein. Die in Berlin vermisste Kompaktheit wird über allem stehen müssen - und dazu gehört neben einem aufmerksamen Positionsspiel eben auch die nötige Bissigkeit in den Zweikämpfen.

Mit welchem Personal Hecking in die Partie gehen wird, ließ er wie gewöhnlich komplett offen. Auf der Verletztenliste stehen derzeit lediglich Drmić und Raffael, alle anderen wären theoretisch Kandidaten für die Startelf in Wolfsburg.

Dort könnte erstmals in dieser Saison Michael Lang stehen, der in der Schlussphase gegen Frankfurt schon einwechselbereit war, als Jordan Beyer angeschlagen war. Gut möglich, dass der Schweizer diesmal für den Youngster beginnen wird.

Ob Lars Stindl erstmals in dieser Saison einen Platz im 18er-Kader erhält, wollte Hecking nicht verraten. Doch so viel ließ sich der Trainer entlocken: Wenn Stindl nicht in Wolfsburg zum Aufgebot gehört, dann spätestens nächste Woche in München.


von Marc Basten

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