Reifeprüfung für Xhaka | Raffael fällt weiter aus

»Ingolstadt spielt sehr speziell«

von von Marc Basten
Xhaka flog im Hinspiel (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Xhaka flog im Hinspiel (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Die nächste Etappe für Borussia Mönchengladbach beim Rennen um die begehrten internationalen Plätze heißt Ingolstadt. Am Samstag (15.30 Uhr) steht beim Aufsteiger ein spezielles Spiel an. Raffael wird den Fohlen weiter fehlen.

Nach dem überzeugenden 5:0 über den direkten Konkurrenten Hertha BSC am letzten Sonntag könnte die Stimmung in Mönchengladbach nicht besser sein. Die Ausgangsposition für die verbleibenden sechs Saisonspiele ist klasse, der dritte Tabellenplatz absolut in Reichweite. Dagegen passen die statistischen Werte zum Spiel am Samstag in Ingolstadt so gar nicht ins Bild: Der Aufsteiger ist in der Rückrunde zuhause ungeschlagen, während die Gladbacher seit sieben Partien in fremden Stadien sieglos sind. Kein Team hat 2016 auswärts weniger gepunktet als die Fohlenelf.

Nun ist hinlänglich bekannt, dass die Resultate nicht mal im Ansatz die Leistungen der Borussen widerspiegelten, so dass vor der Reise nach Ingolstadt alles andere als nackte Panik herrscht. »Wir wollen den Weg der letzten Wochen auch in Ingolstadt weitergehen«, sagt André Schubert. »Natürlich müssen wir uns für unsere Auswärtsleistungen auch punktemäßig belohnen«.

Gegen Ingolstadt erfolgt der nächste Anlauf, die Bilanz aufzubessern. Wobei die ‚Schanzer‘ nicht nur heimstark sind (zuletzt 3:0 gegen Schalke), sondern bereits jetzt den Titel „unangenehmster Gegner der Bundesliga“ sicher haben. »Ingolstadt spielt sehr speziell und anders als andere Mannschaften in der Liga«, weiß Schubert. »Deshalb müssen wir uns speziell was überlegen«.

»Aggressiv spielen und unsere fußballerischen Qualitäten nutzen«

»Sie pressen hoch, haben ein gutes Defensivkonzept und stören den Aufbau sehr früh«, beschreibt Schubert das Team des Kollegen Hasenhüttl. »Nach Ballgewinnen geht es schnell nach vorne, es gibt nicht viele Ballstafetten«. Vor allem aber agiert Ingolstadt stets am Limit. »Mit viel Leidenschaft, Emotion und Aggressivität im Zweikampfverhalten«.

»Dem müssen wir uns stellen«, fordert Schubert. »Es gilt das Ingolstädter Spiel anzunehmen und in den Zweikämpfen dagegen zu halten. Wir wollen aggressiv spielen und unsere fußballerischen Qualitäten nutzen«. Gerade bei der Befreiung aus Drucksituationen hat Schubert Fortschritte ausgemacht. »Da haben wir uns entwickelt. Wir schaffen es, den Ball in die Tiefe zu spielen und die gegnerische Kette zu überspielen«. Dazu darf es dann auch mal der lange Ball sein.

»Wir müssen gut aufbauen und nach vorne kombinieren, ohne uns hinten in Schwierigkeiten zu bringen«, so Schubert weiter. »Insgesamt sind wir in der Rückwärtsbewegung besser geworden. Diese Ausgewogenheit gilt es weiter hinzubekommen«.

Xhakas ganz spezielle Reifeprüfung

Ein Paradebeispiel für die neue Ausgewogenheit ist Granit Xhaka. »Er ist cooler und ruhiger geworden«, lobt Schubert seinen Kapitän. Dass Xhaka in der Rückrunde bislang ohne Gelbe Karte ausgekommen ist (es wäre die 5.), ist angesichts diverser Aussetzer in der ersten Saisonhälfte schon überraschend. »Aber ich möchte den aggressiven Granit auf dem Feld haben«, sagt Schubert. »Wenn er die 5. Gelbe Karte holt, dann ist das so«.

Im Hinspiel, beim torlosen Remis im Borussia-Park, flog Xhaka mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem er vor allem von Morales über die Grenzen provoziert wurde. Von daher ist das Spiel am Samstag für den Schweizer eine ganz spezielle Reifeprüfung.

Raffaels Comeback in Hannover anivisiert

Personell kann André Schubert auf das unveränderte Aufgebot des letzten Wochenendes zurückgreifen. Raffael steht nach seinem Muskelfaserriss noch nicht zur Verfügung. Man will kein Risiko eingehen, so dass das Comeback des Brasilianers nun für den nächsten Freitag in Hannover anvisiert wird.

Änderungen bei System und Startelf wollte Schubert nicht ausschließen, wobei einiges dafür spricht, mit der gleichen Elf wie gegen Berlin zu beginnen. Auch wenn Ingolstadt fraglos ein ganz spezieller Gegner ist.

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