Personallotterie vor Hoffenheim

»Ich denke nie ans Verlieren«

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Dieter Hecking

Dieter Hecking auf der Pressekonferenz (Foto: TORfabrik.de)

Dreizehn Spieler stehen Borussia Mönchengladbach bei der morgigen Partie gegen die TSG Hoffenheim (15:30 Uhr) nicht zur Verfügung oder sind fraglich. Trainer Dieter Hecking ist sich trotzdem sicher, dass die Borussia gewinnen kann.

Nachdem sich Vincenzo Grifo, Christoph Kramer, Jannik Vestergaard, Reece Oxford und Denis Zakaria beim Spiel gegen Leverkusen oder in der folgenden Trainingswoche verletzten, war es geradezu ein Segen, dass andere Langzeitverletzte sich langsam wieder herankämpften. »Es ist erst einmal positiv, dass uns Wendt, Raffael, Johnson, Strobl und Bénes jetzt wieder zur Verfügung stehen«, sagte Dieter Hecking im Vorfeld der Partie gegen Hoffenheim.

Dass diese Spieler wieder im Mannschaftstraining sind, bedeutet für Hecking jedoch noch lange nicht, dass sie für das morgige Spiel schon eine Option für Kader oder Startelf sind. »Jetzt muss ich erstmal schauen, wem ich einen Einsatz zutraue. Sie wollen in dieser schwierigen Phase unbedingt helfen aber sie sind längst noch nicht bei 100 Prozent. Es gilt für mich abzuwägen, wer uns morgen wirklich helfen kann.«

Für die ersatzgeschwächte Borussia wäre es wichtig, wenn einige Leistungsträger zumindest eine Option für die wichtige Partie gegen Hoffenheim darstellen. »Ich kann es noch nicht sagen, ob sie morgen im Kader stehen«, so Hecking. »Im Moment ist alles viel Spekulation, was uns auch während des Spiels noch begleiten wird. Wir müssen genau schauen, wer es schafft, wer länger spielen kann und wer für einen Kurzeinsatz zu gebrauchen ist.«

»Europa kann noch nicht weg sein«

Sportdirektor Max Eberl ist sich sicher, dass jetzt Fingerspitzengefühl gefragt ist. »Der restliche Kader, der jetzt noch gesund ist, wird gegen Hoffenheim versuchen zu punkten. Natürlich ist die Situation eine große Herausforderung für uns. Sie erfordert viel Gefühl und Kommunikation untereinander. Wir würden uns alle in den Arsch beißen, wenn wir einen Spieler auf den Platz schmeißen uns das Risiko in Kauf nehmen, dass er dann bis zum Ende der Saison ausfällt.«

Es bleibt also spannend, wie die Borussia morgen gegen Hoffenheim antreten wird. Zumal die Kraichgauer nur drei Punkte vor Gladbach stehen und damit ein direkter Konkurrent um die internationalen Plätze sind. »Ich gehe davon aus, dass wir gegen Hoffenheim gewinnen«, sagte Hecking siegessicher. »Wir können uns morgen eine Situation für die letzten Spiele erarbeiten, in der noch alles möglich ist. Das ziehe ich immer als erstes in Betracht. Ich denke nie ans Verlieren.«

Bei einer möglichen Niederlage wäre man allerdings sechs Punkte von einem internationalen Platz entfernt. »Europa kann noch nicht weg sein«, so Hecking. »Wir müssen weiter an unsere Chance glauben. Es kann sein, dass wir morgen verlieren. Aber davon gehe ich nicht aus.«

»Hoffenheim ist kein Fallobst«

Die TSG konnte ihre letzten beiden Bundesligaspiele erfolgreich gestalten, gewann jedoch nur eines der vergangenen acht direkten Aufeinandertreffen mit der Borussia. »Hoffenheim ist ein guter Gegner«, weiß Hecking. »Sie sind kein Fallobst, die man eben im Vorbeigehen schlagen kann. Da wird uns morgen alles abverlangt werden.«

Wie man gegen Hoffenheim gewinnen kann, hat sich Hecking auch schon überlegt. »Es wird darum gehen, dass wir über Stabilität, Kontrolle und Ballbesitz kommen müssen. Wenn uns das gelingt sind wir immer in der Lage, aus der Situation heraus entsprechend nach vorne zu spielen. Wir werden morgen eine Mannschaft auf dem Platz haben, die Hoffenheim schlagen wird. Davon bin ich überzeugt.«

von Nadine Basten

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