Traoré eine Option gegen Hertha

Hecking: »Ich will nach vorne angreifen«

von von Marc Basten und Nadine Basten
Comeback in Reichweite - Ibo Traoré (Foto: Maja Hitij / Bongarts / Getty Images)

Comeback in Reichweite - Ibo Traoré (Foto: Maja Hitij / Bongarts / Getty Images)

Es sind richtungsweisende Tage in der Bundesliga. Für Borussia Mönchengladbach geht es am Mittwoch (20 Uhr) daheim gegen Hertha BSC darum, sich weiter von der Gefahrenzone zu entfernen und gleichzeitig oben anzugreifen. Trotz der dünnen Leistung gegen Frankfurt.

Auch drei Tage später ist der Auftritt bei Eintracht Frankfurt in Mönchengladbach noch nicht gänzlich abgehakt. »Mit der Leistung in Frankfurt waren wir nicht einverstanden«, erklärte Dieter Hecking am Dienstag. »Die Mannschaft ist sehr selbstkritisch damit umgegangen, die Spieler haben selber gesehen, dass es nicht das war, was wir wollen. Da werden wir im Zusammenspiel zwischen Trainer und Mannschaft morgen versuchen, ein deutlich besseres Bild abzugeben.«

Hecking hatte bereits unmittelbar nach dem Abpfiff in Frankfurt eine Teilschuld auf sich genommen, weil er möglicherweise zu viele Spieler aufgeboten hatte, die aus einer Verletzung kamen und noch nicht im Rhythmus waren. Immerhin haben diese Spieler jetzt wieder ein Spiel mehr gemacht. »Das hat mit Sicherheit geholfen«, sagte der Coach.

Die Leistung am Samstag stimmte nicht, das Remis brachte die Borussen dennoch weiter. »Ein Punkt in Frankfurt war jetzt auch nicht verkehrt«, sagte Hecking zum Auftakt der wegweisenden englischen Woche. »Wir haben einen Punkt gutgemacht. Ich gucke nach vorne und will nach vorne angreifen. Die, die vor uns stehen, wollen wir unter Druck setzen. Mit einem Heimsieg gegen Berlin können wir das schaffen.«

»Wir haben genügend Qualität, um Hertha vor Aufgaben zu stellen«

Bei der Hertha ist der Motor in den letzten Wochen deutlich ins Stocken geraten. »Ich sehe sie im Moment nicht so stark«, sagte Hecking. »Die letzten Ergebnisse waren auch nicht so, wie sie es sich vorgestellt haben. Sie stehen trotzdem auf Platz 5. Im Moment haben sie einen kleinen Negativlauf, den sie stoppen wollen. Darauf müssen wir uns einstellen. Es wird kein leichter Gang, aber wir haben genügend Qualität, um Hertha vor Aufgaben zu stellen.«

Verzichten muss Hecking bei diesem Unterfangen weiter auf Fabian Johnson. Zudem wird Tobias Strobl nach seiner Ampelkarte vom Samstag gesperrt fehlen. Damit ist die Position auf der Doppel-Sechs neben Dahoud vakant. »Wir haben nicht so viele Alternativen, vielleicht müssen wir auch mal was Neues machen«, sagte Hecking. Der 52-Jährige nannte drei Kandidaten, »von denen einer spielen wird«: Tony Jantschke (der schon gegen Bayern als Sechser agierte), Jonas Hofmann oder László Bénes. »Es wird eine Lösung sein, hinter der ich zu 100 Prozent stehen werde«, sagte Hecking.

»Ibo bringt das Besondere mit«

Einem Einsatz von Tony Jantschke steht nach dessen Handgelenksprellung nichts im Wege. »Er fühlt sich durch die Manschette nicht eingeschränkt«, so Hecking. Bei Raffael bleibt das Fragezeichen bestehen - die Zwillinge lassen weiter auf sich warten.

Als Alternative in der Offensive meldet sich Ibo Traoré nach langer Leidenszeit zurück. »Wir müssen berücksichtigen, dass er vier Monate nicht dabei war«, erklärte Hecking, der sowohl vom Spieler als auch von Arie van Lent, unter dem Traoré zuletzt bei der U23 zum Einsatz kam, positives Feedback erhalten hat. »Ibo bringt das Besondere mit, er kann mit seinem Dribbling immer wieder Situationen lösen. Die anderen Spieler bei uns sind doch eher gradlinig.«

Hecking will sich mit Traoré noch besprechen, kündigte aber an: »Die Chance, dass er dabei ist, ist seit Samstag größer geworden.« Dabei sein werden am Mittwoch mindestens 43.000 Zuschauer im Borussia-Park. Das bedeutet, dass es noch in allen Bereichen Tickets für dieses letzte Bundesligaspiel der Saison unter Flutlicht gibt.

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