Doppelpacker Thorgan Hazard

Hazard: »Ich bin fokussiert geblieben«

von von Marc Basten, Nadine Basten und Jan van Leeuwen
Thorgan Hazard erzielt seinen zweiten Treffer gegen Hertha (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Thorgan Hazard erzielt seinen zweiten Treffer gegen Hertha (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Auf Schalke vor zwei Wochen ließ Thorgan Hazard beste Chancen ungenutzt. Gegen Hertha ließ er nun einen Doppelpack folgen und machte sich ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Raffael hatte ihm die beiden Treffer vorausgesagt.

Thorgan Hazard strahlte nach Schlusspfiff in den Katakomben des Borussia-Parks. »Der Sieg ist eine große Sache für das Team, aber auch für mich«, sagte der Angreifer. »Ich habe schon lange nicht mehr zwei Tore in einem Spiel gemacht. Ich habe heute nicht alle Chancen genutzt, aber ich habe mich nicht runterziehen lassen und bin fokussiert geblieben«.

Der Doppelpack war ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk - am Dienstag wurde er 23 Jahre alt. Und die beiden Tore kamen mit Ansage. »Raffael hat mir vor dem Spiel gesagt, dass ich zwei Tore machen werde«, sagte Hazard. Borussias Toptorjäger fehlte zwar verletzt, dennoch überzeugte Borussias Offensivabteilung. »Raffael ist ein wichtiger Spieler fürs Team, wir wissen um seine Stärken«, so Hazard. »Aber auch André Hahn hat heute gut gespielt. Es war nicht einfach für ihn, weil er lange verletzt war. Und Ibo Traoré und Patrick Herrmann haben auch getroffen, nachdem sie eingewechselt wurden. Es ist viel Konkurrenz da und das ist gut für die Mannschaft«.

In der ›internen Hazard-Wertung‹ mit seinen Brüdern hat Thorgan weiter Boden gut gemacht. »Für die Wette mit meinen Brüdern war das Spiel heute gut. Der eine hat nicht gespielt, der andere ist verletzt und ich habe zweimal getroffen. Wenn das so weitergeht, werde ich die Wette nicht verlieren. Am liebsten würde ich in jedem Spiel treffen«.

»Wenn es so läuft, bin ich glücklich«

Die positive Entwicklung von Hazard ist deutlich erkennbar. »Er setzt das, was wir von ihm fordern, sehr gut um«, bestätigte André Schubert. »Seit der Winterpause zeigt er das besonders«. »Ich bin besser geworden in den zwei Jahren, in denen ich hier bin«, erklärte Hazard. »Zu Anfang war es nicht einfach, aber ich habe Fortschritte gemacht. Das Training ist viel intensiver als in Belgien, deshalb brauchte ich meine Zeit«.

Jetzt ist er voll dabei und wurde gegen Hertha als ›Man of the match‹ gefeiert. »Wenn ihr mich so nennen wollt, werde ich das natürlich dankend annehmen«, lachte er. »Beim Applaus der Fans habe ich mich sehr gut gefühlt. Wenn es so läuft, bin ich glücklich«.

Mit den zwei Toren gegen Berlin dürfte er auch weiterhin im Fokus der Nationalmannschaft bleiben. »Ich weiß dass meine Chancen auf die Europameisterschaft größer sind, wenn ich hier gut spiele. Aber darüber habe ich nicht groß nachgedacht. Ich wollte einfach eine gute Leistung abliefern und gewinnen«.

»Manchmal brauchst du einfach Glück«

Das soll auch am nächsten Samstag so sein. »Das nächste Spiel ist auswärts und wir wissen, dass wir da zuletzt nicht gerade super gepunktet haben. Aber auf Schalke haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, das wir gewinnen müssen. Manchmal brauchst du einfach Glück«.

Auswärtsglück und einen treffsicheren Thorgan Hazard - dann könnte es mit der Champions-League-Qualifikation klappen. Für diesen Fall kündigte Hazard zum Saisonende sein erstes Interview auf Deutsch an. »Ich lerne sehr viel«. Auf und neben dem Platz.

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