Nachdreher zum Heimspiel gegen Freiburg

Fußball kann einfach sein

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Nico Elvedi war gegen Freiburg mit einem Kopfballtreffer erfolgreich (Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach hat das letzte Heimspiel der Saison letztlich verdient mit 3:1 gegen den SC Freiburg gewonnen. Dabei zeigten die Fohlen, das Fußball manchmal einfach sein kann.

Drei Treffer erzielten die Gladbacher gegen Freiburg und sorgten dafür, dass die Stimmung im sonnenüberfluteten Borussia-Park zwar nicht überschwappte, aber dennoch einen würdigen Rahmen für das letzte Heimspiel bot. Wie schon vor zwei Wochen gegen Wolfsburg wirkte alles sehr versöhnlich, wobei Max Eberl einschränkte: »Es gab nie Fronten, es war nur eine hochemotionale Saison.«

Eine Saison, die mit dem Mindestziel ›Einstelligkeit‹ abgeschlossen werden wird. Der neunte Tabellenplatz ist den Gladbachern nicht mehr zu nehmen, bis auf Platz 6 kann es im günstigsten Fall noch gehen. »Wir sind im Rennen geblieben«, sagte Eberl. »Wer hätte vor zwei Monaten gedacht, dass wir am 34. Spieltag die Möglichkeit haben, noch was zu schaffen?«

Freilich haben es die Borussen nicht mehr in der eigenen Hand und müssen zuvorderst ihre Aufgaben in Hamburg erledigen. »Wir fahren da hin, um zu gewinnen«, stellte Eberl klar. Historisches bahnt sich an: Borussia könnte den Hamburger SV in die zweite Liga befördern. »Das wird ein sehr emotionales Spiel«, weiß Eberl.

Keine verschnörkelte Fußballkunst

Bei aller Brisanz wird es in Hamburg auf einen kühlen Kopf und klare fußballerische Aktionen ankommen. Letztere zeigten die Borussen gegen Freiburg: Das 1:0 fiel nach einem überragenden langen Ball von Tobias Strobl und durch die individuelle Klasse von Thorgan Hazard bei Ballmitnahme und Abschluss. Der zweite Treffer der Fohlenelf resultierte aus einem Standard: Ecke Jonas Hofmann, Kopfball Nico Elvedi.

Und auch der dritte Treffer war nicht das Resultat verschnörkelter Fußballkunst, sondern relativ simpel gestrickt: Flanke, Kopfball, Tor. Natürlich war das gut gemacht, weil Cuisance und Raffael das nötige Tempo entwickelten, Jantschke mit aufgerückt war, gut flankte und Drmić sich stark hochschraubte und perfekt köpfte. Gleichzeitig unterstrich dieses Tor: Fußball kann einfach sein. Das ist ein Ansatz, den die Gladbacher nicht nur beim Showdown in Hamburg, sondern auch in der neuen Saison berücksichtigen sollten.

 

von Marc Basten und Jan van Leeuwen

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