Einzelgespräche am Dienstag

Es gibt Redebedarf nach der Niederlage gegen Magdeburg

von Einzelgespräche am Dienstag

Dieter Hecking und Tobias Strobl im Dialog am Dienstag in Jerez (Foto: TORfabrik.de)

Es hatte durchaus etwas mit Kalkül zu tun, dass Dieter Hecking nach dem eher lauwarmen Testspielauftritt seiner Mannschaft gegen Magdeburg seinen Unmut öffentlich kundtat. Einen Tag später gab es ebenfalls Redebedarf.

Die Reaktion von Dieter Hecking nach der Testspielniederlage gegen den Vorletzten der zweiten Liga fand das erwartete Echo in den Medien. Überall war über den ‚sauren‘ Hecking zu lesen, der mit der Einstellung seines Teams alles andere als zufrieden war.

Doch wer jetzt wirklich geglaubt hätte, dass nun in Jerez dem schönen Wetter zum Trotz eine unterkühlte Stimmung herrschen würde, sah sich am Dienstag getäuscht. Die Mannschaft absolvierte eine Regenerationseinheit, der Nachmittag war wie geplant frei. Von Straftraining oder ähnlich plakativen Maßnahmen war nichts zu sehen.

Dass es gleichwohl Redebedarf bei den Borussen gibt, zeigte sich auf dem Trainingsplatz. Dieter Hecking nahm sich während der Einheit immer wieder einzelne Spieler zur Seite und führte mit ihnen intensive Gespräche. Alleine mit Yann Sommer sprach er über zehn Minuten. Später folgten u.a. Ginter, Stindl, Lang und Strobl.

In die Mannschaft ‚reinhorchen‘, Strömungen erkennen und die Führungsspieler ins Boot holen – das dürfte hinter den Gesprächen stecken. Klar ist, dass die Borussen nicht nur davon reden dürfen, die ‚Schärfe zu bewahren‘ – es muss auch gelebt werden. Die vergangene Rückrunde wird als warnendes Beispiel dienen, weil dort – neben vielen anderen Umständen – auch eine gewisse Selbstgefälligkeit dafür sorgte, dass eine ordentliche Ausgangsposition verschenkt wurde.

Am Mittwochmorgen geht es in Jerez auf dem Trainingsplatz weiter und dann dürften die Sinne der Spieler endgültig geschärft sein. Insofern darf die Niederlage gegen Magdeburg und die anschließende Reaktion des Trainers als Weckruf eingeordnet werden. Anderthalb Wochen vor dem ersten von 17 Endspielen in der Bundesliga sollte ein etwaiger Schlendrian im Keim erstickt sein.


von Marc Basten

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