Telekom Cup in Düsseldorf

Borussia schlägt Hertha und unterliegt Bayern

von Telekom Cup

Thorgan Hazard erzielte im Spiel gegen Hertha BSC einen äußerst sehenswerten Treffer (Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)

Beim Telekomcup in Düsseldorf erreichte Borussia Mönchengladbach im 45-minütigen Auftaktspiel gegen Hertha BSC ein 1:0 durch ein Tor von Thorgan Hazard. Das Finale gegen Bayern München endete torlos, im Elfmeterschießen setzte sich der Rekordmeister mit 4:2 durch.

Dieter Hecking schickte im ersten Spiel des Nachmittags gegen Hertha BSC eine munter gemischte Elf ins Rennen. Vor Tobi Sippel spielten die Youngster Beyer und Poulsen Außenverteidiger, Ginter und Jantschke verteidigten innen. Kramer übernahm die Sechserposition, die Achter waren Cuisance und Neuhaus. Die Offensivreihe setzte sich aus Hazard, Stindl und Traoré zusammen.

Obwohl das Turnier nur einen Tag nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Spanien im Vorfeld nicht unbedingt für Begeisterungsstürme bei Spielern und Verantwortlichen gesorgt hatte, gingen die Gladbacher die Partie sehr schwungvoll und engagiert an.

Vor allem das Spieltempo, das in den beiden Testspielen in Spanien vermisst wurde, passte diesmal. Offensichtlich ist es doch etwas anderes, ob auf einem Hotelplatz oder in einem alten Stadion vor 150 Zuschauern getestet wird, oder ob ein Spiel in einem gut gefüllten Bundesligastadion ausgetragen wird.

Thorgan Hazard trifft sehenswert in den Winkel

Jedenfalls war es durchaus ansehnlich, was die Borussen da auf den leicht ramponierten Rasen im Fortuna-Stadion brachten. Zumal Thorgan Hazard bereits nach fünf Minuten für ein echtes Highlight sorgte. Der Belgier zog von der rechten Seite an den Strafraum, Lazaro bekam keinen Zugriff und Hazard ballerte die Kugel via Unterkante der Latte sehenswert in den Knick. Ein tolles Tor und gleichzeitig der erste Treffer des Nachmittags aus dem Spiel heraus, nachdem sich zuvor Bayern und Düsseldorf zuvor torlos getrennt hatten. Die Münchener qualifizierten sich im Elfmeterschießen fürs Finale.

Borussia spielte nach der Führung weiter flott nach vorne, nach einem schönen Spielzug über Kramer, Hazard und Traoré kam Neuhaus aus 17 Metern zum Abschluss – Jarstein wehrte zur Ecke ab (13.). Kurz darauf schickte der auffällige Cuisance Hazard mit einem feinen Pass auf die Reise, doch Torunarigha rettete im letzten Moment (15.). Vier Minuten später kombinierten Traoré und Hazard im Strafraum, Traorés Querpass auf Stindl wurde in höchster Not von Lustenberger geklärt.

Lars Stindl hatte noch eine gute Schussmöglichkeit, doch ihm rutschte der Ball bei seinem Versuch in der 26. Minute ein wenig über den Spann, so dass das Leder um anderthalb Meter am Tor vorbeistrich.

Sippel pariert in einem munteren Spiel zweimal stark mit dem Fuß

Nach der starken Gladbacher Anfangsphase kam Hertha nach und nach besser ins Spiel. Sippel parierte einen Darida-Aufsetzer (19.) und stand kurz danach richtig im Brennpunkt. Nach einem Ballverlust von Neuhaus rettete Borussias Nummer 2 zunächst stark mit dem Fuß im Duell mit Darida, alsdann wehrte er den Nachschuss von Duda ebenfalls per Fuß ab (27.).

In der Folgezeit gab es in einem weiterhin munteren Spiel einige Halbchancen auf beiden Seiten, letztlich blieb es nach 45 Minuten beim 1:0, was Borussia den Einzug ins Turnierfinale gegen die Bayern bescherte.

Finale gegen die Bayern weniger unterhaltsam

Dort blieben Beyer, Jantschke und Poulsen im Team, die auch das zweite Spiel komplett absolvierten. Dazu liefen wie gegen Hertha Cuisance, Neuhaus und Traoré auf, die im Verlauf des Finales ausgewechselt wurden. Neu dabei waren Nicolas im Tor, Strobl als Innenverteidiger, Bénes als Sechser sowie Herrmann und Drmić in der Angriffsreihe.

Letztere hatten auch die beiden besten Möglichkeiten im eher lauen Finalspiel gegen die Bayern. Zunächst war es Herrmann, der bei einem Konter an Hummels vorbei dribbelte, bei seinem Abschluss aber von Boateng geblockt wurde (4.). Vier Minuten später führte Poulsen einen Einwurf schnell und weit aus, was die Bayern überraschte. Drmić lief alleine auf UIreich zu, scheiterte jedoch am Münchener Schlussmann.

Ansonsten gab es offensiv nur noch eine Gladbacher Aktion, als Herrmann von links an den zweiten Pfosten flankte, wo sich ein Münchener verschätzte und Traoré zur Direktabnahme ansetzte. Der Borusse traf den Ball jedoch nicht richtig, so dass die Gelegenheit verpuffte (19.).

Herrmann schießt schwach, Zakaria trifft nur den Pfosten

Darüber hinaus hatten die Bayern mehr vom Spiel und schlugen die eine oder andere gefährliche Flanke in den Gladbacher Sechzehner. So richtig brenzlig wurde es jedoch nur zweimal: In der 14. Minute lenkte Nicolas einen Wagner-Kopfball mit einer Hand über den Querbalken, in der 36. Minute bekam der Junioren-Nationalkeeper die Fäuste nach einem Schuss aufs kurze Eck rechtzeitig hoch.

Am Ende musste das Elfmeterschießen über den Turniersieg entscheiden. Herrmann vergab als erster Schütze mit einem schwach getretenen Elfmeter, Nicolas parierte zwar den von Wagner, doch weil Zakaria später nur den Pfosten traf, durften sich die Bayern als Turniersieger feiern lassen.

 


Kurzstatistik zum Turnier:

Borussia Mönchengladbach im Spiel gegen Hertha BSC:

Sippel – Beyer, Ginter, Jantschke, Poulsen – Kramer – Cuisance, Neuhaus – Traoré, Stindl, Hazard

Tore:  1:0 Hazard (5.)

Gelbe Karte:  Darida

Borussia Mönchengladbach im Finale gegen Bayern München:

Nicolas – Beyer, Strobl, Jantschke, Poulsen – Bénes - Cuisance (36. Villalba), Neuhaus (23. Zakaria) – Herrmann, Drmic, Traoré (23. Müsel)

Tore:  Fehlanzeige

Gelbe Karte:  Wagner

Elfmeterschießen:  James 1:0, Herrmann verschießt – Ulreich hält, Wagner verschießt – Nicolas hält – Drmic 1:1, Thiago 2:1, Strobl 2:2, Goretzka 3:2, Zakaria schießt an den Pfosten, Hummels 4:2

 


von Marc Basten

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