17. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen

1:0! Elvedi sichert knappen Sieg gegen Werder

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Nico Elvedi erzielte das Tor des Tages gegen Werder Bremen (Foto: Ina Fassbender / Pool / AFP / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach gewann am frühen Dienstagabend das Heimspiel gegen Werder Bremen durch ein Kopfballtor von Nico Elvedi mit 1:0. In einem zähen Fußballspiel hatten die Borussen am Ende Glück und brachten den knappen Erfolg über die Zeit.

Marco Rose nahm gegenüber dem Remis in Stuttgart vier Veränderungen in der Startelf vor. Embolo (nicht im Kader), Stindl, Bensebaini und Zakaria (alle Bank) wurden durch Plea, Wolf, Wendt und Herrmann ersetzt.

Die Gäste von der Weser agierten in einem 5-3-2 in der Anfangsphase extrem tief. Sie griffen erst an, wenn die Borussen schon einige Meter in der Bremer Hälfte waren und verengten so wirkungsvoll die Räume. Die Borussen ließen derweil zwar den Ball sicher laufen, fanden aber keine Lücken im Bremer Beton.

Elvedi verpasst eine gute Kopfballchance

In solchen Phasen sind Standardsituationen ein probates Mittel - und dieBorussen hatten in der 6. Minute eine richtig gute Gelegenheit nach einem ruhenden Ball. Wendt trat eine Freistoßflanke von halbrechts in den Strafraum und Elvedi stieg sechs Meter vor dem Tor frei zum Kopfball hoch. Doch der Schweizer köpfte den Ball schwach in die Arme von Bremens Schlussmann Pavlenka.

Aus dem Spiel heraus taten sich die Glabacher weiterhin schwer. Als es einmal etwas schneller ging und Wolf mit Plea Doppelpass spielte, wurde der Österreicher durch eine Grätsche von Friedl auf dem Weg zum Tor noch gestoppt (15.). Nach knapp zwanzig Minuten wurde Werder dann auch bei Ballbesitz aktiver und orientierte sich zumindest etwas in Richtung Gladbacher Strafraum.

Pavlenka fast mit einer Notbremse - Sommer mit sehenswerter Rettungstat

Das führte zu etwas Raum in der Bremer Hälfte, den die Borussen mit einem langen Ball durch Herrmann in Richtung Hofmann nutzen wollten. Pavlenka stürmte weit aus seinem Kasten heraus und rannte Hofmann um. Der Keeper der Bremer hatte Glück, weil er knapp nicht letzter Mann war und kam mit einer Gelben Karte davon (22.). Der anschließende Freistoß der Fohlen verpuffte wirkungslos.

Fünf Minuten später befreite sich Bremen sehr geschickt aus dem Pressing der Borussen und Gebre Selassie schlug eine Flanke vor das Gladbacher Tor. Lainer bugsierte den Ball mit Blick auf den eigenen Kasten mit der Hacke aus der Gefahrenzone - allerdings genau zu Schmid, der von der Strafraumgrenze direkt abzog. Sommer wehrte den Schuss des jungen Österreichers mit einer starken Flugparade zur Ecke (27.).

Geburtstagskind Ginter rettet vor der Linie

Borussia blieb zwar auch in der Folgezeit das Team mit dem deutlich höheren Ballbesitzanteil, doch es fehlte weiterhin an Tempo und Ideen. So verteidigten die Gäste relativ problemlos - und hatten sogar noch eine Großchance zur Führung. In der 37. Minute klärte Sommer vor dem Sechzehner per Kopf und versuchte dann, dem Ball nachzusetzen. Dabei foulte er Sargent, doch der Schiedsrichter ließ Vorteil laufen. Agu zielte aufs Eck, aber Geburtstagskind Ginter rettete vor der Linie. Glück für Borussia und Sommer, der für das Foul die Gelbe Karte bekam.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Spielgeschehen unverändert. Bremen stand nicht mehr so tief wie zu Beginn und ging situativ sogar ins Offensivpressing, während die Borussen nun zwar etwas mehr Platz in der gegnerischen Hälfte vorfanden, damit aber nicht wirklich etwas anfangen konnten. Viele Situationen verpufften, bevor sie auch nur im Ansatz gefährlich werden konnten.

Elvedi verwertet die feine Freistoßflanke von Bénes zum Tor des Tages

Es war eine ziemlich zähe Angelegenheit ohne Höhepunkte - bis zur 66. Minute. Nicht überraschend musste ein ruhender Ball für den Führungstreffer herhalten. Der eingewechselte Bénes schnibbelte eine Freistoßflanke von der linken Seite perfekt in Richtung Elfmeterpunkt, wo Elvedi per Kopf via Innenpfosten zum 1:0 einnetzte. Der Bann war gebrochen und in den nächsten Minuten gingen die Gladbacher, angeführt vom mittlerweile mitwirkenden Kapitän Stindl, mit Elan auf das zweite Tor.

Doch einige gute Ansätze wurden nicht finalisiert, so dass es letztlich keine klare Torchance mehr für die Borussia gab. Bis in die Schlussphase hinein kontrollierten die Fohlen zwar das Geschehen, doch dann musste einmal mehr ein zittriges Finale bestritten werden. Bremen agierte in den letzten Minuten nur noch mit langen Schlägen und ging auf die zweiten Bälle - mit Erfolg. Nahezu jeder hohe Ball an und in den Strafraum der Borussen löste regelrechte Panikattacken aus.

Glück für Borussia - Rasica trifft nur den Pfosten

So in der 87. Minute, als sich Osako an der Strafraumgrenze im Kopfballduell gegen Elvedi durchsetzte und Rasica auflegte. Der wackelte Ginter aus und nagelte den Ball an den Pfosten. Der Abpraller landete am Rücken von Sommer - von wo aus er zum Glück für den Schweizer nicht ins Tor sprang. Nur wenige Momente später waren die Gladbacher erneut mit Fortuna im Bunde, als abermalig ein hoher Ball schlecht verteidigt wurde und Bittencourt zu einem freien Abschluss aus zwölf Metern kam - doch der Ex-Kölner zirkelte das Spielgerät über den Querbalken (90.).

Mit viel Mühe und deutlich zittrigen Knien brachten die Borussen letztlich den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherten sich den Pflichtsieg zum Abschluss der Hinrunde. Zeit zum Verschnaufen gibt es für die Gladbacher nicht - bereits am Freitag kommt Borussia Dortmund zum Rückenrundenauftakt in den Borussia-Park.

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt (73. Bensebaini) - Kramer, Neuhaus (59. Bénes) - Herrmann (59. Stindl), Wolf (85. Jantschke), Hofmann - Plea (73. Zakaria)

weiter im Kader: Sippel (ETW), Beyer, Lang, Traoré

Werder Bremen: Pavlenka - Veljkovic, Toprak (56. Moisander), Friedl - Gebre Selassie, Möhwald (82. Osako), Agu, M. Eggestein, Mbom (82. Bittencourt) - Schmid (73. Selke), Sargent (73. Rashica)

Tore: 1:0 Elvedi (66.)

Gelbe Karten: Sommer, Wendt - Pavlenka, Sargent

Schiedsrichter: Martin Petersen

Zuschauer: -

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