Vor dem Heimspiel gegen Freiburg

Hütter: »Müssen eine Reaktion zeigen«

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Adi Hütter - am Sonntag muss er nicht ans Sky-Mikro, denn die übertragen nicht (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach empfängt am Sonntag um 17.30 Uhr im Borussia-Park vor schmaler Kulisse den SC Freiburg. Ob auch sportlich ein reduziertes Programm geboten wird, hängt vor allem von der Mannschaft ab. Von der fordert Adi Hütter eine Reaktion auf die Derbypleite.

Normalität ist in Mönchengladbach noch nicht wieder eingekehrt. Das liegt unter anderem an der ‘Corona-Situation’, weswegen die ursprünglich geplante administrative Vorbereitung auf das Spiel gegen Freiburg komplett über den Haufen geworfen werden musste. Die bisher verkauften Tickets wurden storniert, ein neuer Vorverkauf gestartet - für ein auf maximal 15.000 Zuschauer begrenztes Kontingent. Die Folge sind verärgerte oder zumindest genervte Fans und erhebliche Einnahmeverluste für den Klub. Wie hoch die sein werden, lässt sich aktuell nicht abzuschätzen. »Wir wissen ja noch nicht, wie viele Leute letztlich da sein werden«, sagte Sportdirektor Max Eberl am Freitag.

Klar ist, dass der Borussia-Park vergleichsweise spärlich besetzt sein wird. »Der volle Borussia-Park entwickelt natürlich mehr Power«, sagte Eberl. »Doch wir sind froh, dass 15.000 Zuschauer zugelassen sind - das ist besser als keine Zuschauer. Ich hoffe, dass die Menschen, die dann da sein werden, uns so unterstützen, dass wir ein erfolgreiches Heimspiel gegen Freiburg haben.« Ein solches Erfolgserlebnis brauchen die Borussen, denn neben Corona lastet auch die Derbyniederlage noch ziemlich schwer auf der Borussen-Gemeinde. Adi Hütter und seine Mannen haben unter der Woche versucht, die Ereignisse zu verarbeiten. »Wenn man so eine bittere Niederlage einstecken muss, ist man natürlich enttäuscht«, so Hütter. »Aufgrund dieses Ergebnisses müssen wir gegen Freiburg eine Reaktion zeigen«.

Gegen Freiburg ist Borussias ‘Heim-Gesicht’ gefragt

Das Resultat in Köln kam einer Klatsche gleich, der Auftritt war allerdings keine völlige Katastrophe. »Man muss differenzieren zwischen dem Ergebnis und der gezeigten Leistung«, sagte der Coach. Er wollte nach wie vor nichts schönfärben (»Die Jungs wissen, dass wir nicht alles richtig gemacht haben«), stellte sich aber erneut vor die Mannschaft. »Ich bin der Trainer und deshalb habe ich auch gesagt, dass ich die Verantwortung übernehme. Wer soll sie denn sonst tragen in sportlicher Hinsicht?« »Wir hatten in den zehn Spielen zuvor nur sieben Gegentore bekommen. Dass wir mit diesem einen Spiel die Statistik enorm geändert haben, das ärgert mich extrem.« Gegen Freiburg ist nun also wieder das ‘Heim-Gesicht’ der Borussia gefragt, wobei es natürlich keine Garantie gibt, dass es im Borussia-Park - noch dazu unter den veränderten äußeren Umständen - weiter so gut läuft wie zuletzt.

Zumal der SC Freiburg ein schwer zu knackender Gegner ist - auch wenn das Team von Christian Streich in Gladbach lange nichts holen konnte und die phänomenale Formkurve zuletzt mit drei Niederlagen in Folge einen empfindlichen Knick erlitten hat. »Freiburg ist eine Mannschaft, die sehr viel kann«, meinte Adi Hütter. »Sie sind über Jahre hinweg sehr lauf- und sprintstark und sehr flexibel mit dem Ball. Sie spielen oft mit drei zentralen Abwehrspielern, einem Sechser und zwei Achtern, einem Zehner und dreien vorne. Das ist keine Mannschaft, die ständig nach vorne bolzt und auf die zweiten Bälle geht, sondern sie versucht, von hinten heraus zu spielen. Aber zuhause wollen wir natürlich versuchen, unser Spiel durchzuziehen«.

Embolo ein Thema für den Kader

Dabei kann Adi Hütter personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. »Wir freuen uns, dass abgesehen von Jordan Beyer jetzt mal der komplette Kader beisammen ist«, so Hütter. Der Trainingsplatz war endlich mal wieder richtig voll, auch wenn »der eine oder andere noch im Integrationstraining ist«. Was das letztlich für das Sonntagsspiel gegen Freiburg bedeutet, ist offen. Der Fitnesszustand der ‘Rückkehrer’ ist doch sehr unterschiedlich, wie Hütter erklärte. »Ein Christoph Kramer war natürlich einige Wochen weg, länger als zum Beispiel Breel Embolo, der noch in Mainz gespielt hat. Bei der Zusammenstellung des Kaders muss man daher über jeden einzelnen Spieler nachdenken«. Und hoffentlich die richtige Wahl treffen, damit Borussia den Heimnimbus bewahren kann - allen widrigen Umständen zum Trotz.

 


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