Topspiel beim FC Bayern München

Rose fordert »maximale Aufmerksamkeit« in München

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Breel Embolo ist für das Spiel bei Bayern München eine Option (Archivfoto: TORfabrik.de)

Wird Borussia Mönchengladbach erneut zum Bayern-Schreck? Die Voraussetzungen beim Topspiel am Samstag (18:30 Uhr) sind nicht so schlecht für die Fohlenelf, auch wenn die Münchener seit der Hinspielniederlage in Gladbach einen Durchmarsch vollziehen.

Jahrelang gab es für Borussia Mönchengladbach in München nichts zu holen, selbst in den goldenen 70ern reichte es in der bayerischen Landeshauptstadt nie zu einem Sieg. Doch seitdem die Bayern aus dem zugigen Olympiastadion in ihre Arena umgezogen sind, hat sich das Blatt gewendet. Keine andere Bundesligamannschaft ist in München so erfolgreich wie die Fohlenelf: Zwölf Punkte ergatterte Gladbach in der Arena.

Dass am Samstag ein oder besser noch drei Zähler dazukommen, erscheint auf den ersten Blick eher unwahrscheinlich. Schließlich sind die Bayern seit Monaten in bestechender Form. Nach der Hinspielniederlage hatten sie sieben Punkte Rückstand auf den damaligen Tabellenführer Mönchengladbach, heute haben sie vierzehn Punkte Vorsprung auf den VfL und könnten unter Umständen bereits am Samstag die Meisterschaft eintüten. Was sollen die Gladbacher, die nach dem Re-Start eine ausgeglichene Bilanz haben (zwei Siege, zwei Niederlagen, ein Remis), da ausrichten können?

»Sie werden alle Kräfte mobilisieren«

Doch ganz so schlecht sind die Voraussetzungen nicht. Die Bayern mussten unter der Woche noch im Pokal ran und dort war ein gewisser Substanzverlust zu erkennen - selbst wenn sie letztlich ins Finale einziehen konnten. Zudem fehlen mit Robert Lewandowski und Thomas Müller zwei Leistungsträger gesperrt. »Sie sind Mentalitätsspieler in dieser Mannschaft und die werden ihnen schon fehlen«, sagte Borussias Coach Marco Rose am Donnerstag. »Aber das ist Bayern München. Man darf erwarten, dass der Kader so aufgestellt ist, dass man sie für ein Spiel ersetzen kann.«

»Sie werden alle Kräfte mobilisieren«, sagte Rose und erwartet eine starke und angesichts der Gesamtlage selbstbewusste Bayern-Mannschaft, »wie man es von ihnen gewohnt ist.« Dennoch konnte der 43-Jährige aus dem Pokalspiel der Münchener gegen Frankfurt ein paar Erkenntnisse mitnehmen. »Die Schlüsse sind, dass du durchaus Möglichkeiten haben kannst, wenn du mutig bist und Bayern mit und gegen den Ball Aufgaben stellst.«

»Der Plan ist, von Anfang an mutig zu sein und nicht nur das Prinzip Hoffnung an den Tag zu legen«

»Du brauchst maximale Aufmerksamkeit, um alles weg zu verteidigen«, so Rose weiter. Nicht nur bei ruhenden Bällen, wo Borussia zuletzt extrem anfällig war, sondern auch aus dem Spiel heraus, wo man versuchen muss, die Angriffsmaschinerie der Bayern bereits im Ansatz zu stören. Wobei Zerstörungsfußball allein kein Erfolgsrezept ist. »Du brauchst die Klarheit, sie auch mit dem Ball zu beschäftigen und dich selber in Situationen zu bringen, wo du gefährlich wirst. Der Plan ist, von Anfang an mutig zu sein und nicht nur das Prinzip Hoffnung an den Tag zu legen.«

Fehlen wird der Borussia bei diesem Unterfangen Alassane Plea, der die Sperre aus dem Freiburg-Spiel absitzen muss. Marco Rose ergriff nochmals Partei für den Franzosen und verwehrte sich dagegen, ihn als Wiederholungstäter zu brandmarken. Ins gleiche Horn stieß Sportdirektor Max Eberl, dem nach seiner Roten Karte von Freiburg ein Innenraumverbot auferlegt wurde. Eberl sagte, seine Äußerungen in »Fäkalsprache« täten ihm leid, doch er verteidigte seine emotionale Art: »Ich lebe den Verein und den Job.«

Breel Embolo ist in München »auf jeden Fall eine Option«

Den Kaderplatz von Plea wird in München Rückkehrer Breel Embolo einnehmen. »Unsere medizinische Abteilung hat Breel bis hierhin hervorragend hinbekommen«, sagte Marco Rose. »Er hat das Training stetig gesteigert und wir haben ihn so weit, dass er auf jeden Fall in München eine Option sein kann.« Emobolo hatte sich im ersten Heimspiel nach dem Re-Start gegen Leverkusen verletzt und die nächsten drei Partien verpasst.

Zum Aufgebot in der Münchener Arena wird auch Raffael gehören, dessen Kontrakt bekanntlich um Saisonende ausläuft. Ob dies sein letzter Besuch als Gladbacher Spieler bei den Bayern sein wird, steht noch nicht fest. »Es muss sportlich passen«, sagte Max Eberl. Dem 35-Jährigen nur wegen seiner Verdienste als eine Art Maskottchen einen neuen Vertrag zu geben, macht für beide Seiten keinen Sinn. »Welche Rolle wird ein Spieler spielen, welches Budget haben wir? Diese Gedanken müssen wir uns machen«, so Eberl. Man sei in Gesprächen, aber es gebe keine Tendenz.

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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