Vor dem Spiel gegen Mainz 05

Borussias fehlender Mut: »Es ist ein Kopfthema«

von Vor dem Spiel gegen Mainz 05

Marco Rose bei der PK am Donnerstag (Foto: TORfabrik.de)

Der Fokus bei Borussia Mönchengladbach richtet sich auf das erste Heimspiel des Jahres. Am Samstag (15.30 Uhr) ist Mainz 05 zu Gast im Borussia-Park. Marco Rose muss in der Abwehr improvisieren und fordert einen anderen Modus als zuletzt auf Schalke.

Die Aufarbeitung der Niederlage auf Schalke hat in Mönchengladbach gefühlt etwas länger gedauert, als bei den anderen verlorenen Spielen in dieser Saison. Das lag natürlich auch daran, dass diesmal nicht direkt wieder eine Partie anstand, in der man alles auf Anfang stellen konnte. Dass in der Gelsenkirchener Arena in allen Bereichen etwas nicht passte - von den vielzitierten Basics bis hin zur taktischen Ausrichtung nach der Pause - war offensichtlich. Die Frage, warum die Mannschaft zum Auftakt in die Rückrunde relativ zaghaft aufgetreten ist, konnte auch Marco Rose am Donnerstag nicht abschließend beantworten.

Mutig kicken: »Wir haben eine Ausgangsposition geschaffen, die dazu berechtigt«

»Wir wollen mutigen Fußball spielen, aber das war ein Modus, der uns vor allen Dingen gefehlt hat auf Schalke - mutig sein und einfach zu kicken«, sagte der 43-Jährige. »Eigentlich haben wir eine Ausgangsposition geschaffen, die dazu berechtigt. Deshalb stellt sich die Frage, warum machen wir das nicht? Es ist ein Kopfthema«. Ob und wie der Trainer in den letzten Tagen die Köpfe seiner Spieler erreicht hat, bleibt abzuwarten. »Und dann kommen natürlich diese inhaltlichen Dinge dazu: Wenn wir gegen so einen aktiv aggressiv spielenden Gegner weniger laufen und sprinten, dann tun wir uns wiederum auch schwer, mutig Fußball zu spielen, weil wir nicht in diese Sequenzen kommen.«

Bensebaini, Jantschke und Lainer fehlen, Elvedi ist dabei

Gegen Mainz soll das jetzt alles etwas anders werden. Der Modus heißt »grundsätzlich Angriff« so Rose. »Mit einem Lächeln im Gesicht rausgehen und sich darauf freuen, dass das Stadion hinter uns steht. Es sind die Themen, die wir immer besprechen. Wir wollen ausstrahlen, dass es uns darum geht, dieses Heimspiel zu gewinnen und wieder so Fußball zu spielen, dass wir uns Siege verdienen. Kombinationsfußball spielen, richtige Positionen und Lösungen finden über die Basics, die immer dazu gehören.« Bei diesem Unterfangen muss der Trainer Bensebaini und Jantschke (beide Muskelfaserriss) sowie Lainer (Sperre) ersetzen. »Wir werden es auffangen«, sagte Rose, ohne etwas über die Pläne für die Startformation auszuplaudern. Es ist anzunehmen, dass Fabian Johnson als Rechtsverteidiger auflaufen wird. Nico Elvedi, auf Schalke wegen Nackenproblemen nicht dabei, sollte wieder zur Verfügung stehen. »Alles gut bis hierhin«, so Rose zum Stand beim Schweizer.

»Trotzdem liegt es natürlich an uns, was wir aus der Partie machen«

Der Gegner aus Mainz ist keinesfalls zu unterschätzen. Roses Ex-Klub hat zwar ebenfalls den Rückrundenauftakt in den Sand gesetzt und rangiert auf dem 15. Tabellenplatz, konnte unter dem neuen Trainer Achim Beierlorzer aber auswärts zweimal überzeugend siegen (in Hoffenheim und Bremen). »Mainz ist grundsätzlich eine Mannschaft mit Qualität«, so Rose. »Mateta ist jetzt wieder gesund, das ist ein unglaublich gefährlicher Stürmer. Mainz bringt sehr viel Physis auf den Platz, aber sie haben auch sehr gute Fußballer in ihren Reihen.« Von der Grundausrichtung erwartet Borussias Coach eine Gastmannschaft, die den Gladbachern den Ball überlässt und auf Umschaltspiel setzt. »Die Mainzer kommen mit einem anständigen Gefühl, trotzdem liegt es natürlich an uns, was wir aus der Partie machen.«

 


von Redaktion TORfabrik

 

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