Vor dem Spiel gegen Hertha BSC

Rose: »Wir müssen wieder mehr investieren«

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Auf Marco Rose und Borussia warten noch zwei anstrengende englische Wochen (Foto: Ina Fassbender / AFP / Getty Images)

Die Champions League ist für dieses Jahr erfolgreich abgehakt, doch in der Liga warten noch anspruchsvolle Aufgaben auf Borussia Mönchengladbach. Am Samstag um 15.30 Uhr wird die Partie gegen Hertha BSC angepfiffen. Marco Rose muss dabei weiter auf Ramy Bensebaini verzichten.

Von der großen Bühne Champions League geht es für Borussia Mönchengladbach schnurstracks zurück in den Ligaalltag, der vor Weihnachten - inklusive Pokal - noch zwei englische Wochen beschert. Eine wahrlich harte Nuss für die Borussen, bei denen zuletzt ein Substanzverlust offensichtlich wurde. Bei aller Freude über die Qualifikation fürs Achtelfinale der Königsklasse bleibt festzuhalten, dass man die letzten drei Pflichtspiele nicht gewinnen konnte. Es gilt nun, gegen diese Tendenz anzugehen.

Auch deshalb hat Marco Rose die kurze Vorbereitung auf das Berlin-Spiel für eine klare Ansage an die Mannschaft genutzt. »Wir haben schon den Finger in die Wunde gelegt«, sagte der 44-Jährige mit Blick auf die Leistungen in den letzten Partien. Weitere ›Streichergebnisse‹ kann sich der VfL in diesem Jahr nicht mehr leisten. »Wir sind in einer Phase in der Liga, wo wir dranbleiben wollen und müssen«, stellte Rose klar. »Wir wollen weitere Schritte nach vorne machen, trotz der insgesamt nicht einfachen Situation. Es wichtig, dass wir morgen da sind und uns zeigen.«

»Wir sagen immer wieder, dass wir Ambitionen hegen und dementsprechend müssen wir uns auch messen lassen«

»Um dranzubleiben und erfolgreich zu sein, müssen wir wieder mehr an den Ketten ziehen«, so Rose weiter. »Wir müssen wieder mehr investieren, auch in einer Phase, in der wir viele Spiele haben. Deswegen ist es wichtig, dass wir die Energie aus dem Erfolg mitnehmen und dass wir positiv bleiben«. Die Abwehr stand zuletzt vermehrt in der Kritik, aber der Trainer nimmt diesbezüglich die ganze Mannschaft in die Pflicht. »Im Moment bekommen wir einfach zu viele Gegentore. Aber die sind grundsätzlich nicht nur in der Abwehrreihe, sondern an vielen anderen Stellen zu verhindern. Es ist ein mannschaftstaktisches Thema«.

»Wir dürfen nicht darauf vertrauen und hoffen, dass die Dinge in die richtige Richtung laufen, sondern wir müssen sie proaktiv angehen, selbstkritisch sein und Dinge hinterfragen«, sagte Rose. »Wir sagen immer wieder, dass wir Ambitionen hegen und dementsprechend müssen wir uns auch messen lassen. Wir müssen wieder drauf packen, im gemeinschaftlichen Anlaufen und Verteidigen, um dem Gegner nicht so viel herzugeben, wie wir es in den letzten Spielen gemacht haben.«

»Ramy Bensebaini ist noch nicht freigegeben vom Arzt für irgendein Training«

Das alles wird nötig sein, damit die ausgeruhte Berliner Hertha, die mit dem Rückenwind des gewonnenen Hauptstadt-Derbys anreist, besiegt werden kann. »Hertha ist eine Mannschaft mit hoher Qualität, sie sind physisch stark mit guten Fußballern und haben eine gute Mischung, was die Altersstruktur betrifft.« Berlin agiere »defensiv mit einer hohen Intensität« und verfüge über offensive Abläufe, »die sehr viel Power inkludieren«, erklärte Rose. »Es wird eine Herausforderung für uns.«

Immerhin kann der Trainer wieder auf Tony Jantschke zurückgreifen, der zuletzt zweimal fehlte. »Tony hat das Abschlusstraining mitgemacht und ist morgen mit dabei«. Dagegen wird der schmerzlich vermisste Ramy Bensebaini nach seinem Infekt mit Covid-19 weiter ausfallen. Obwohl die Quarantäne längst beendet ist, scheinen die Nachwirkungen deutlich schwerer zu wiegen, als zum Beispiel bei Alassane Plea. »Bei Ramy sind wir immer noch in Untersuchungen«, erläuterte Rose. »Er ist noch nicht freigegeben vom Arzt für irgendein Training - das wird noch ein paar Tage dauern.«

 


von Marc Basten

 

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