Vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart

»Weitermachen« gegen Stuttgart – Kramer fehlt länger

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Adi Hütter will mit Borussia gegen Stuttgart nachlegen (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Für Borussia Mönchengladbach geht es nach der Länderspielpause am Samstag weiter mit dem Topspiel gegen den VfB Stuttgart (18.30 Uhr). Trainer Adi Hütter wird auf Christoph Kramer verzichten müssen, während die Nationalspieler wohlbehalten wieder in Gladbach aufgeschlagen sind.

Die Länderspielpause ist beendet und am Donnerstag konnte Adi Hütter endlich mal wieder mit einer stattlichen Anzahl an Spielern trainieren. In den vergangenen Tagen standen teilweise nur neun Profis zur Verfügung – da ist eine normale Trainingsarbeit eher kompliziert. Zumal es am Dienstag auch noch einen verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen gab: Christoph Kramer musste – wie berichtet – die Übungseinheit vorzeitig abbrechen. Die Vorahnung einer Muskelverletzung hat sich bestätigt, auch wenn es nicht so schlimm ist, wie von Kramer angenommen.

»Christoph Kramer hat einen Muskelbündelriss mit Sehnenbeteiligung befürchtet, so stark waren die Schmerzen«, sagte Adi Hütter am Donnerstag bei der Pressekonferenz im Borussia-Park. »Es hat sich herausgestellt, dass es eine stärkerere Zerrung ist«. Das ist natürlich eine gute Nachricht für Kramer und die Borussia, auch wenn Hütter direkt einschränkte: »Er wird sicherlich ein paar Wochen ausfallen«. Derweil sind die Nationalspieler allesamt ohne nennenswerte Blessuren von ihren Reisen zurückgekehrt.

Reise von Bensebaini »suboptimal«

Ausfallen wird gegen den VfB allerdings auch Ramy Bensebaini, der bislang nur teilweise ins Training integriert werden konnte. Dass der 26-Jährige trotz seiner Verletzung zur Nationalmannschaft reisen musste, hat man bei Borussia logischerweise wenig erfreut zur Kenntnis nehmen müssen, wie Max Eberl erläuterte. »Der algerische Verband war stur und wortkarg und hat darauf bestanden«, sagte der Sportdirektor. Man habe zwar immerhin insoweit Einfluss nehmen können, dass Bensebaini vor dem zweiten Spiel wieder nach Gladbach zurückkehren durfte, dennoch ging neben den Reisestrapazen wertvolle Reha-Zeit verloren. »Wir sind sehr unglücklich darüber«, so Eberl. »Es war suboptimal. Aber am langen Ende habe ich als Verein keine Handhabe und muss den Spieler abstellen, wenn er einberufen wird«.

Bensebaini soll nun wieder vernünftig eingegliedert werden, wie Adi Hütter betonte. »In der Phase ist es nur ein Auf und Ab zwischen Verletzung, Reha und wieder zurückgeworfen werden. Unser Ziel ist es, dass er in einen guten Rhythmus kommt«. Heißt also, dass es keinen übereilten Schnellschuss geben wird, damit der Linksverteidiger nicht erneut in eine Verletzung rennt. Gegen Stuttgart muss Hütter daher noch ohne die Alternative Bensebaini planen. Dass der VfB trotz eines durchwachsenen Saisonverlaufs und einiger Corona-Ausfälle kein Gegner ist, den Borussia mal eben im Vorbeigehen besiegen wird, ist kein Geheimnis. »Es kommt eine schnelle und dynamische Mannschaft auf uns zu, die aktuell die Zweikampfstärkste in der Bundesliga ist«, so Hütter.

»Es gibt nicht viel Grund, etwas großartig zu verändern«

»Stuttgart ist eine sehr unangenehme Mannschaft und man weiß noch nicht genau, was man bekommt«. Der Österreicher erwartet ein »aggressives Spiel zweier Mannschaften, die schnell nach vorne spielen können, und das Hin und Her geht«. »Das ist schon eine Aufgabe, die wir bewältigen müssen«, so Hütter weiter. »Aber wir reden von Borussia Mönchengladbach, die zuletzt gegen zwei sehr gute Mannschaften gewonnen hat«. Gegen Dortmund und Wolfsburg setzte Hütter auf eine 3-4-2-1 Grundordnung und es ist davon auszugehen, dass dies auch am Samstag das System der Wahl des Cheftrainers sein wird.

»Es gibt nicht viel Grund, etwas großartig zu verändern. Es sind jetzt Automatismen und Mechanismen, die ganz gut greifen«, sagte Hütter. Dazu gehört auch, dass der Trainer auf Breel Embolo in vorderster Front setzt. Das ist eine etwas andere Positionierung des Schweizers, als man es gewohnt war. »Es denkt ja nicht jeder Trainer immer gleich«, sagte Hütter. »Mit seiner Robustheit, seiner Schnelligkeit und der Verdrängung im Zweikampf kann er enorm wertvoll sein«. Embolo kommt nach seinem starken Auftritt gegen Wolfsburg zudem mit der breiten Brust zweier erfolgreicher Länderspiele zurück nach Gladbach. Adi Hütter musste den 24-Jährigen am Donnerstag beim Training sogar etwas bremsen. »Breel ist gut drauf, aber wir müssen vorsichtig sein und aufpassen. Wichtig ist, dass er gesund und fit bleibt und die Form, die er jetzt hat, auch noch prolongiert.«

 


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