Vor dem Spiel beim VfL Bochum

Ohne Hütter und Elvedi zum Flutlichtspiel ins Ruhrstadion

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Marvin Friedrich dürfte für Nico Elvedi in die Startelf rücken (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach muss beim Flutlichtspiel im Bochumer Ruhrstadion am Freitagabend (Anstoß 20.30 Uhr) weiter auf Cheftrainer Adi Hütter verzichten. Der Coach fehlt weiterhin wegen einer Coronainfektion und auch Innenverteidiger Nico Elvedi wurde positiv getestet.

Gefühlt hatte sich das Thema Corona in den letzten Wochen in der öffentlichen Wahrnehmung schon fast erledigt, nachdem die Politik für den 20. März eine weitgehende Rückkehr zur ‘Normalität’ angekündigt hatte. Doch seitdem erweist sich das Virus einmal mehr als Spielverderber. Die Infektionszahlen steigen wieder sprunghaft an, was sich nicht zuletzt auch in der Bundesliga widerspiegelt.

Es werden Spiele verlegt und nahezu jeder Klub klagt über coronabedingte Ausfälle. So auch die Gladbacher Borussia, bei der es in der letzten Woche Cheftrainer Adi Hütter erwischt hatte. Der 52-Jährige ist immer noch erkrankt und hat sich zudem eine Kehlkopfentzündung zugezogen. Daher wird Hütter auch am Freitag von seinem Co-Trainer Christian Peintinger vertreten.

Marvin Friedrich als logischer Ersatz für Nico Elvedi

Peintinger hat bislang den Stellvertreterjob erfolgreich absolviert und von daher sollte er das auch im Ruhrstadion hinbekommen. Zumal die Spielvorbereitung und zu einem gewissen Teil auch das Coaching während des Matchs in enger Abstimmung mit Hütter erfolgt. Gemeinsam wird man auch überlegen, wie Nico Elvedi in Bochum zu ersetzen ist. Der Schweizer wurde ebenfalls positiv getestet und wird daher definitiv ausfallen. Als logischer Ersatz steht Neuzugang Marvin Friedrich bereit, der zuletzt erkrankt fehlte, aber seit anderthalb Wochen wieder im Training ist.

So dürfte am Freitagabend eine Dreierkette mit Ginter, Friedrich und Beyer auflaufen. Gegenüber dem Heimsieg gegen Hertha dürfte Ramy Bensebaini nach abgelaufener Sperre wieder in die Startelf zurückkehren - Luca Netz wird dann weichen müssen. Zudem wird sich das Duo Peintinger/Hütter entscheiden müssen, ob ihr wieder genesener Landsmann Stefan Lainer für Joe Scally auf der rechten Seite spielen wird. Ansonsten dürfte es keine Veränderungen geben - es sei denn, Corona & Co. werfen die Pläne kurzfristig durcheinander.

»Es muss das Ziel sein, diese Kontinuität weiter zu erarbeiten«

Für Christian Peintinger ist der Matchplan in Bochum klar: Die Mannschaft soll an die erste Halbzeit gegen Hertha anknüpfen. Wie schon unmittelbar nach dem Berlin-Spiel hielt sich Peintinger auch am Mittwoch bei der Pressekonferenz nicht damit auf, das Spiel oder gar die Situation schönzureden. Seine Einordnung der Partie gegen die Hertha war wohltuend realistisch und der 54-Jährige erklärte, dass er dies auch entsprechend mit der Mannschaft so aufgearbeitet hat. »Ich habe die Spieler einerseits gelobt, aber auch klar gemacht, dass wir lediglich ein Spiel gewonnen haben.«

Bislang waren in dieser Saison die Erfolgserlebnisse kein Trigger, um kontinuierlich gute Leistungen abzurufen. »Es muss das Ziel sein, diese Kontinuität weiter zu erarbeiten«, sagt Peintinger. Wohl wissend, dass in Bochum ein anderer Gegner auf die Borussen zukommt, als die angeknackste Hertha am letzten Wochenende. »Bochum ist unheimlich laufstark, aggressiv und sie gehen intensiv auf zweite Bälle. Dagegen müssen wir gewappnet sein. Aber natürlich wollen wir auch unserer Qualitäten in die Waagschale werfen und auch spielerisch überzeugen.« Mit einem Sieg könnten die Fohlen einen großen Schritt aus dem Keller machen - und Bochum in der Tabelle überholen.

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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