Vor dem Spiel beim SC Freiburg

»Eine der schwersten Aufgaben, die du aktuell bekommen kannst«

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Daniel Farke bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel in Freiburg (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Für Borussia Mönchengladbach steht am 6. Spieltag das traditionell arg komplizierte Auswärtsspiel beim SC Freiburg an. Am Sonntag (17.30 Uhr) startet der VfL - vermutlich ohne drei Stammspieler - den nächsten Versuch, eine Horrorserie zu beenden.

The same procedure as every year: Es ist mal wieder Zeit, die Geschichte aus dem Jahr 2002 aufzuwärmen, als Arie van Lent zum 1:0-Sieg der Gladbacher Borussia in Freiburg traf. Das ist jetzt unglaubliche 20 Jahre her und noch unglaublicher ist, dass die Fohlenelf seitdem kein einziges Bundesligaspiel im Breisgau gewinnen konnte. Lediglich zu gemeinsamen Zweitligazeiten glückte Borussia ein Dreier beim SC - in der ersten Liga musste man sich stets mit maximal einem Punkt begnügen.

Nun folgt also der nächste Anlauf der Gladbacher um diese Horrorserie zu beenden. »Wir freuen uns auf diese Aufgabe«, sagte Borussias Trainer Daniel Farke am Freitag. »Auch wenn da schon ein Brocken auf uns wartet. Freiburg auswärts ist eine der schwersten Aufgaben, die du aktuell in der Bundesliga bekommen kannst.« Erschwerend kommt hinzu, dass Farke erstmals in dieser Saison zu einschneidenden Veränderungen in seiner Anfangsformation genötigt wird.

Wahrscheinlich eine komplett neuformierte Innenverteidigung

»Zum Anfang einer Saison gilt es zunächst, eine gute Balance zu finden und dafür ist es wichtig, nicht zu viel zu wechseln«, sagte Farke. Davon muss er nun abweichen. »Natürlich wünschst du dir als Trainer, dass du immer alle Optionen zur Verfügung hast. Aber es gehört eben auch dazu, dass es mal nicht so ist. Da gibt es kein Klagen, denn damit ist auch immer die Chance für andere Jungs verbunden, sich zu präsentieren. Ich habe volles Vertrauen in den ganzen Kader.«

In Freiburg werden definitiv Ko Itakura (Rotsperre) und Alassane Plea (Muskelfaserriss) ausfallen. Auch Nico Elvedi (Überdehnung des vorderen Außenbandes) wird höchstwahrscheinlich passen müssen, so dass Farke die Innenverteidigung neu formieren muss. Als sicher gilt, dass Marvin Friedrich beginnen wird. »Er ist ein erfahrener Spieler mit einer Top-Qualität, ich vertraue ihm total«, sagte der Coach. Die Position daneben ist vakant - Tony Jantschke wäre als Innenverteidiger Nummer 4 eigentlich an der Reihe, aber es ist durchaus möglich, dass Ramy Bensebaini nach innen rückt.

Verschwindet die Geschichte mit Arie van Lent und Freiburg endlich in der Mottenkiste?

Auch Christoph Kramer oder Julian Weigl könnten diese Position übernehmen. Den durch Plea freigewordenen Platz in der Offensive könnten sowohl Neuzugang Nathan Ngoumou als auch Lars Stindl einnehmen. »Lars ist unser Kapitän und immer eine Option für die Startelf«, sagte Farke. »Er ist wieder in einer richtig guten Verfassung und wir sind froh, dass er dabei ist«. Aber auch für Ngoumou fand Farke lobende Worte und ließ damit letztlich alles offen. Wer auflaufen wird und ob der Verweis auf Arie van Lent in Bezug auf Auswärtssiege in Freiburg nach 20 Jahren endlich in der Mottenkiste verschwinden kann, wird sich am frühen Sonntagabend zeigen.

 

von Redaktion TORfabrik.de

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