Vor dem Spiel bei Mainz 05

»Klaren Kopf zeigen und sauber spielen«

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Denis Zakaria könnte am Freitag in Mainz ausfallen (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach eröffnet den 11. Spieltag am Freitagabend (20.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Mainz 05. Nach der Pokalgala gegen die Bayern und den Pflichtsieg gegen Bochum wollen die Borussen nachlegen.

Die nächste Länderspielpause steht vor der Tür. In den letzten beiden Jahren, als die Gladbacher Borussia auf internationalem Parkett unterwegs war, wurden diese Unterbrechungen herbeigesehnt. Alle drei Tage ein Spiel – das ging extrem an die Substanz. In dieser Saison gibt es keinen Europapokal für Borussia und so ein ‚International-Break‘ erscheint eher störend, als nützlich.

Zumal die Fohlenelf durch den vielbeachteten Triumph über die Bayern ordentlich Rückenwind bekommen hat und man würde sich wünschen, dass sie jetzt zur Aufholjagd in Richtung der europäischen Fleischtöpfe durchstartet. Doch so schnell wird es aufgrund des Terminplans nicht gehen und vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, mit etwas Besonnenheit einen Schritt nach dem anderen zu machen und nicht zu überdrehen.

»Wettlauf mit der Zeit« bei Zakaria

Am Freitagabend in Mainz kann einer dieser Schritte gemacht werden. Eine mehr als anspruchsvolle Aufgabe für die Gladbacher, die in dieser Saison auswärts noch nicht in die Spur gefunden haben. Nur der Sieg in Wolfsburg steht auf der Habenseite, darüber hinaus verließ man bereits viermal als Verlierer den Platz. Wenn es nach Europa gehen soll, muss Borussia diese Bilanz dringend aufpolieren – mindestens einen Zähler sollten die Gladbacher von der Dienstreise nach Rheinhessen mitbringen.

Um das zu realisieren, würde Trainer Hütter gerne auf das bewährte Mittelfeldduo Manu Koné und Denis Zakaria setzen. Doch Letzterer wackelt mit Blick auf den Freitag. »Denis Zakaria hat nicht trainiert«, sagte Hütter am Mittwoch. Den Schweizer plagen Magen-Darm-Probleme. »Zwei Tage vor einem Spiel wird es dann möglicherweise auch ein Wettlauf mit der Zeit.« Noch hofft Hütter, dass das Ärzteteam den Mittelfeldspieler hinbekommt. Aber der Trainer stellte auch klar: »Wenn Zakaria physisch nicht auf der Höhe ist und nicht die Kraft hat, die er für sein und unser Spiel braucht, dann werde ich ihn nicht mitnehmen.«

»Dann ergeben sich uns die Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt«

Zakaria ist aktuell der einzige Wackelkandidat. Bis auf Lainer (Aufbautraining), Kramer (nach der Länderspielpause wieder ein Thema) und den noch länger fehlenden Beyer und Jantschke sind alle Spieler einsatzfähig. Wie ein Ausfall von Zakaria aufgefangen werden könnte, ist fraglich. Florian Neuhaus wäre wohl die naheliegende Lösung, aber der Nationalspieler enttäuschte zuletzt bei seinen Kurzeinsätzen. Und László Bénes konnte das Trainerteam bislang auch nicht sonderlich für sich erwärmen. In der Offensive ergeben sich für Hütter mit der Rückkehr von Thuram weitere Variationsmöglichkeiten.

Mit Mainz wartet eine »sehr lauf- und zweikampfstarke Mannschaft« auf die Borussen. Da heißt es »dagegenhalten«. »Wenn wir nicht in die Zweikämpfe kommen und taktisch nicht diszipliniert sind, wird es für uns schwer«, so Hütter. Die Marschrichtung für den Freitagabend ist klar: »Wir müssen in den Umschaltmomenten gut sein, klaren Kopf zeigen und mit dem Ball sauber spielen«, fordert Hütter. »Dann ergeben sich uns die Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Wir müssen da weitermachen, wo wir aufgehört haben.« Um dann beruhigt in die letzte Länderspielpause des Jahres gehen zu können.

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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