Vor dem Spiel bei Bayer Leverkusen

»Uns wird nichts geschenkt, es geht immer um harte Arbeit«

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Auch für Marco Rose sind es intensive Wochen - am Sonntag geht es nach Leverkusen (Foto: imago images / ZUMA Wire)

Mit dem 6:0 gegen Donezk im Rücken geht es für Borussia Mönchengladbach am Sonntag (18 Uhr) in der Bundesliga mit dem Spiel bei Bayer Leverkusen weiter. Auf die Fohlen wartet ein direkter Konkurrent auf Augenhöhe.

In den letzten Tagen wollten die Lobpreisungen über Borussia Mönchengladbach nicht abnehmen - das überraschend deutliche 6:0 in Kiew gegen Schachtar Donezk sorgte für ein gewaltiges Echo. Nun muss man nicht jeden Beitrag auf die Goldwaage legen, der da verzapft wurde - es passte halt gerade so schön, die Gladbacher aber mal so richtig hochleben zu lassen. Marco Rose hatte schon in Kiew richtigerweise angemerkt, dass man den Ball mal lieber flach halten soll. »Noch haben wir nichts gewonnen«, sagte er.

Entsprechend muss sich auch niemand Sorgen machen, dass sie am Borussia-Park freudetrunken abheben. »Ich glaube nicht, dass irgendjemand bei uns so blöd ist und glaubt, dass das vom Himmel gefallen ist und von alleine so weitergeht«, sagte Marco Rose am Freitag. »In der Ukraine haben wir tatsächlich sehr gut gespielt, aber das allein wird uns nichts bringen. Am Sonntag müssen wir wieder liefern.«

»Leverkusen verfügt über einen herausragend bestückten Kader«

»Und das wird eine echte Herausforderung«, so Rose weiter. Auf die Borussia wartet »ein weiteres Champions-League-Spiel« gegen einen Gegner, der »absolut auf Augenhöhe ist«. »Leverkusen verfügt über einen herausragend bestückten Kader«, so Rose. »Sie spielen bis hierhin sehr klar, sehr intensiv und sind schwer zu verteidigen - auch wenn man weiß, was auf einen zukommt. Und dann wird es auch darauf ankommen, dass wir mit dem Ball viel richtig machen und unsere Stärken auf den Platz bringen.«

»Am Wochenende treffen zwei sehr gute Mannschaften aufeinander, die grundsätzlich auch Form haben. Für uns wird es wichtig sein, dagegen zu halten und die Intensität von Leverkusen aufzunehmen.« Das wird zum Ende der drei englischen Wochen nochmal ein richtiger Kraftakt - wobei ja auch Bayer ein entsprechendes Pensum hinter sich hat. »Unsere erste Pflicht ist es dranzubleiben. Uns wird nichts geschenkt, es geht immer um harte Arbeit.«

»Wir wissen alle, dass das sehr eng getaktet ist«

Personell kann Rose, mit Ausnahme von Dennis Zakaria, aus dem Vollem schöpfen. Patrick Herrmann hatte leichte muskuläre Probleme nach dem Spiel gegen Leipzig und Ibo Traoré zwickten die Adduktoren. Beide sollen aber in der BayArena zur Verfügung stehen. »Bei allen anderen ist, Stand jetzt, alles in Ordnung«, sagte der 44-Jährige.

Auch am Sonntag spielt die Belastungssteuerung eine Rolle und dieses Thema wird die Borussen auch weiterhin begleiten. »Wir wissen alle, dass das sehr eng getaktet ist«, meinte Rose. »Die Nationalspieler fahren direkt zu ihren Teams und wenn sie wiederkommen, haben wir bis Weihnachten vier englische Wochen, das ist schon außergewöhnlich. Wir müssen gut kommunizieren, die Jungs müssen absolut professionell sein. Aber bis hierhin sind wir gut durchgekommen und wir sind optimistisch, dass das so weiter funktioniert.« Ein Erfolg beim direkten Konkurrenten in Leverkusen könnte dazu beitragen.

 


von Marc Basten

 

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