Heimspiel gegen Union Berlin

Union kommt - Rose: »Wir wollen besser spielen«

von Heimspiel gegen Union Berlin

Das Geisterheimspiel gegen Union Berlin steht für Marco Rose und sein Team an (Foto: Poolfoto/Fohlenfoto/Norbert Jansen)

Das nächste ›Geister-Heimspiel‹ steht für Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr) an. Gast im Borussia-Park ist Aufsteiger Union Berlin. Ist der Heimvorteil diesmal ein solcher?

Die ersten drei kompletten Geisterspieltage nach dem Re-Start lassen zwar noch kein endgültiges Fazit zu, doch einige Tendenzen sind klar. So wurde die Vermutung bestätigt, dass Profifußball auf diesem Niveau ohne Zuschauer zwar möglich und teilweise auch recht attraktiv sein kann, aber dennoch ziemlich ›klinisch‹ wirkt. Die Emotionalität auf dem Platz ist eine ganz andere, als in einem brodelnden Stadion.

Das lässt sich auch daran erkennen, dass es an den ersten drei Spieltagen nur fünf Heimsiege gegeben hat. Den Heimvorteil als solchen gibt es nicht mehr - die Spiele finden quasi unter neutralen Bedingungen statt. Das mag der Qualität des Fußballs nicht abträglich sein, aber dennoch wird deutlich, dass die Stimmung im Stadion einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Flow eines Bundesligaspiels hat.

»»Zum Glück sind wir nicht zufrieden mit einem soliden Spiel in Bremen, bei dem wir mit einem Punkt nach Hause fahren«

Am Sonntag ist es nun an der Gladbacher Borussia, ohne die Fans im Rücken im heimischen Borussia-Park Aufsteiger Union Berlin in Zaum zu halten. Auf dem Papier sind die Fohlen, wie schon am Dienstag in Bremen, der klare Favorit. Doch dort blieben die Borussen einiges schuldig. »Wir stehen für eine gewisse Art Fußball, mit der wir bisher 53 Punkte geholt haben«, sagte Marco Rose bei der virtuellen Pressekonferenz am Freitag. »Wenn wir diese Art aber nicht zu einhundert Prozent auf den Platz bringen, läufst du in der Bundesliga immer Gefahr, gegen jeden Gegner Punkte zu verlieren.«

So geschehen im Weserstadion, was bei den Borussen eine deutlich kommunizierte Enttäuschung hinterlassen hat. Das wiederum ist für Marco Rose auch ein gutes Zeichen. »Zum Glück sind wir nicht zufrieden mit einem soliden Spiel in Bremen, bei dem wir mit einem Punkt nach Hause fahren. Sondern wir sind unzufrieden, wollen besser spielen und mehr Punkte holen. Das spricht für die Jungs und uns als Verein.«

»Standardsituationen werden ein großes Thema«

Mit Union Berlin wartet am Sonntag ein Gegner, den man mit Gewissheit als ›unangenehm‹ bezeichnen kann. Der Aufsteiger zehrt noch von der überraschend guten Punktausbeute im Herbst, als er manchem Großen - auch der Borussia im Hinspiel - ein Bein stellte. Doch nachdem das große Faustpfand, die Heimspielatmosphäre an der Alten Försterei, nicht mehr existiert, wird es für die Berliner nochmal richtig eng. Der Puffer auf den Relegationsrang beträgt nur noch vier Punkte.

»Die Spielanlage bei Union ist ähnlich geblieben«, sagte Marco Rose. »Uns erwartet ein intensiv spielender Aufsteiger, der sich über die Arbeit gegen den Ball definiert. Da müssen wir dagegenhalten. Standardsituationen werden ein großes Thema, da müssen wir sehr aufmerksam sein.« Und natürlich die eigenen Standards nicht so verschludern, wie noch am Dienstag im Weserstadion.

»Ich rede nicht über grundsätzliche Dinge, aber viele Details, die einfach wichtig sind«

»Ansonsten müssen wir unser Spiel besser auf den Platz bringen, als in den letzten beiden Partien. Ich rede nicht über grundsätzliche Dinge, aber viele Details, die einfach wichtig sind, um auf Topniveau erfolgreich zu sein.« Beim Personal muss Rose weiterhin auf Breel Embolo verzichten, Tobias Strobl fällt mit seiner Muskelverletzung noch länger aus und wird möglicherweise - wie Denis Zakaria - in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Fabian Johnson ist weiterhin nicht im Mannschaftstraining und Tony Jantschke, der in Bremen in der Startelf stand, fehlt am Sonntag wegen einer Gelbsperre.

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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