Vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg

Wolfsburg wird zum Geisterspiel vor 300 Leuten

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Beim letzten Spiel gegen Wolfsburg waren zumindest Pappkameraden im Stadion (Foto: Poolfotos / Jansen)

Am Samstag um 20.30 Uhr geht es für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga weiter mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Seit Freitag steht fest, dass es ein Geisterspiel vor 300 Zuschauern wird.

Es sieht alles danach aus, als ob die Partie gegen Union Berlin vor drei Wochen das erste und auf absehbare Zeit letzte Heimspiel für Borussia Mönchengladbach vor einer stattlichen Anzahl von Zuschauern war. 10.383 waren es Ende September gegen Union und eigentlich plante man bei Borussia auch gegen den VfL Wolfsburg mit einer ähnlichen Kulisse. Doch Corona macht dem - wie so vielem in dieser Zeit - einen Strich durch die Rechnung.

Der Inzidenzwert, der für eine Zulassung von Zuschauern ausschlaggebend ist, ist in den letzten Tagen in Mönchengladbach stark angestiegen. Am Freitag berägt der aktuelle Wert 36,8, so dass das Gesundheits- und Ordnungsamt der Stadt Mönchengladbach die ursprünglich erteilte Ausnahmegenehmigung für 20 Prozent der Gesamtkapazität an Zuschauern widerrufen hat. Lediglich 300 Personen, die per Los ermittelt werden, erhalten Zugang. Angesichts der Entwicklung muss man zudem davon ausgehen, dass auch die Partie gegen Real Madrid am 27. Oktober ein Geisterspiel werden wird.

»Wir müssen uns da richtig reinfressen«

Für Marco Rose und sein Team spielen diese Begleiterscheinungen zwar eine Rolle, aber sie sind letztlich nur untergeordnet. Denn Wolfsburg ist der Startschuss für den ersten Block an englischen Wochen - sieben Spiele in drei Wochen müssen die Borussen absolvieren. »Belastungssteuerung wird ein ganz wichtiges Thema«, sagte Rose am Donnerstag bei der Pressekonferenz im Borussia-Park. »Da müssen wir sehr aufmerksam sein - wir müssen aufpassen«. »Die Kadersituation entspannt sich im Moment und da sind wir ganz gut aufgestellt«, so Rose weiter. »Aber wir wissen, wie schnell das gehen kann. Eine oder zwei Verletzungen und schon ist das wieder schwieriger mit dem Rotieren.«

“Wir müssen auf alles, was da in den nächsten Wochen kommt, gut reagieren”, sagte Rose. “Wir sind gut drauf und bereit - und haben die Form. Aber die müssen wir in jedem Spiel im Drei-Tages-Rhythmus auf den Platz bringen. Wir müssen uns da richtig reinfressen, die Nerven behalten, positiv und vor allem gesund bleiben. Das ist ganz wichtig”. Der Anfang soll am Samstag gegen den VfL Wolfsburg gemacht werden, den man zuletzt im Juni nach dem Lockdown im Borussia-Park souverän mit 3:0 bezwungen hatte.

Möglicherweise eine Pause für Bensebaini und Lainer

“Sie haben denselben Trainer, ähnliches Personal und bis hier hin auch eine ähnliche Grundausrichtung”, so Rose. “Sie spielen über viele Monate im 4-2-3-1, 4-4-2 oder auch mal im 4-3-3. Es ist richtig, dass wir die positiven Dinge aus dem Spiel damals mitnehmen. Der Gegner ist in Teilbereichen anders aufgestellt, aber die Abläufe sind relativ klar und gut - das muss man sauber verteidigen. Das haben wir in der Partie gut hinbekommen und von daher macht es durchaus Sinn, darauf nochmal hinzuweisen und gute Szenen aus dem Spiel zu zeigen.”

Klar ist, dass die Begegnung gegen Wolfsburg auch unter Berücksichtigung des Auftakts in die Champions League am nächsten Mittwoch bei Inter Mailand angegangen wird. So könnte es sein, dass Stefan Lainer und Ramy Bensebaini, die erst am Donnerstag von anstrengenden Länderspielreisen zurückgekehrt sind, gegen Wolfsburg nicht voll durchspielen. Rose: “Sie werden erstmal regenerieren und dann schauen wir, wie es Richtung Wochenende aussieht. Weil am Mittwoch gehts ja dann schon weiter”.

Neu-Nationalspieler Hofmann und Neuhaus sind heiß

Keine Schonung brauchen dagegen die beiden DFB-Elf Debütanten Jonas Hofmann und Florian Neuhaus. Beide kamen nach ihrer Premiere vor gut einer Woche bei Jogi Löw nicht mehr zum Einsatz und sind jetzt heiß. Obwohl ihnen noch ein freier Tag in Aussicht gestellt wurde, mischten beide bereits am Mittwoch wieder im Training mit. “Sie wollten gerne”, sagte Rose. “Das spricht auch für die Jungs.” Besonders Jonas Hofmann hat gute Erinnerungen an Wolfsburg - ihm gelang Juni ein Doppelpack. Wiederholung erwünscht - auch wenn er seine Treffer wie damals ohne Zuschauer feiern müsste.

 


von Redaktion TORfabrik.de (aktualisiert am 16.10.20)

 

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