Coronafälle bei Borussia und den Bayern

Viele Unwägbarkeiten: Borussia vor dem Re-Start

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Noch ist nicht klar, ob Denis Zakaria nach seinem positiven Corona-Befund in München dabei sein kann (Foto: Ina Fassbender / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach geht in die heiße Phase der Vorbereitung auf den Rückrundenstart beim FC Bayern am Freitag. Für Trainer Adi Hütter gibt es weiterhin viele Unwägbarkeiten - auch Corona spielt eine gewichtige Rolle.

Tiefhängende Wolken und schmuddeliges Januarwetter - das Ambiente am Borussia-Park zum Auftakt in die Trainingswoche vor dem Bayern-Spiel passt ins Bild. Denn auch wenn die Borussen in Person von Trainer Adi Hütter durchaus versuchen Zuversicht auzustrahlen, ist die Lage weiterhin eher düster. Der Sturzflug konnte zwar vor Weihnachten mit dem Punkt in Hoffenheim etwas abgebremst werden, doch das Programm zum Jahresbeginn wird knallhart: In München und dann der Heimspieldoppelpack gegen Leverkusen und Union - da wird Borussia wahrscheinlich kein allzu großes Punktepolster zur Abstiegszone aufbauen können.

Das Spiel beim Rekordmeister darf man getrost als ‘Herkulesaufgabe’ beschreiben. Das 5:0 im Pokal gegen die Bayern scheint aus einer anderen Epoche - zu viel ist seitdem schief gelaufen. Borussia mag eine Art Angstgegner für die Münchener sein, doch in der zuletzt gezeigten Verfassung braucht sich vor den Gladbachern niemand zu fürchten. »Wir fahren als Außenseiter dahin, aber wir werden versuchen, unsere Chance zu nutzen«, sagte Adi Hütter am Montag im Anschluss an die Trainingseinheit. »Auch der FC Bayern - so gut er auch ist - lässt Möglichkeiten zu«.

»Wir werden sehen, was in diesem Monat noch passiert«

Hütter fordert, dass seine Mannen »gut verteidigen« und ihre »läuferischen Qualitäten auf den Platz bringen« müssen. »Dann haben wir auch die Möglichkeit, etwas mitzunehmen.« Blöd nur, dass gerade diese beiden Faktoren seit mehreren Wochen überhaupt nicht passen. Gerade in Bezug auf Sprints und intensive Läufe gab es gravierende Unterschiede zur Konkurrenz. »Dass wir in vielen Bereichen eher im hinteren Drittel angesiedelt sind, das geht einfach nicht«, sagte der 51-Jährige. »In der Winterpause ist das klar angesprochen worden. In den letzten Spielen haben wir nicht gut verteidigt und uns taktisch nicht gut verhalten. Auch das gilt es zu verbessern.«

Die Missstände sind erkannt, aber Hütter bewegt sich auf dünnem Eis bei dem Vorhaben, etwas zu verändern. Der Österreicher muss weiter improvisieren, denn die personelle Situation bringt weiter viele Unwägbarkeiten mit sich. Änderungen im Kader hat es bislang nicht gegeben und es ist weiter offen, mit wem Hütter ab Ende Januar schlussendlich planen kann. »Wir werden sehen, was in diesem Monat noch passiert«. Klar ist, dass der Trainer für das Bayern-Spiel auf Ramy Bensebaini (Afrika-Cup) und Jonas Hofmann (im Lauftraining nach Knie-OP) verzichten muss. Jordan Beyer trainiert nach überstandener Muskelverletzung wieder und auch Marcus Thuram hat seine Erkältung auskuriert.

Coronafälle bei Borussia und den Bayern

Unklar ist noch, ob Denis Zakaria und Joe Scally am Freitag dabei sein können - sie befinden sich bekanntlich genauso wie Mamadou Doucouré und Keanan Bennetts nach positiven Corona-Befunden in Quarantäne. »Vielleicht kommt der eine oder andere bald zurück«, hofft Hütter. »Aber das lässt sich nicht genau sagen, weil es auch mit dem Gesundheitsamt zusammenhängt«. Der Faktor Corona wird also beim Start in die Rückrunde keine unwesentliche Rolle spielen: Ein Geisterspiel, aktuell vier Coronafälle in Gladbach und sogar mindestens sechs bei den Bayern - das passt zum trüben Stimmungsbild.

 


von Marc Basten

 

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