Borussia in der Corona-Krise

Stillstand bis mindestens Ende April

von Borussia in der Corona-Krise

An Fußball oder geregeltes Training ist im Moment nicht zu denken (Foto: TORfabrik.de)

Erwartungsgemäß wird die Fußballbundesliga noch eine geraume Zeit stillstehen. Die DFL wird beschließen, dass der Spielbetrieb zunächst bis Ende April ausgesetzt wird. Ob und wie es weitergeht, ist komplett offen.

Die DFL hat am Dienstag in einer Präsidiumssitzung beschlossen, den Mitgliedern eine Aussetzung des Spielbetriebs bis mindestes 30. April zu empfehlen. Dieser Empfehlung werden die Klubs der 1. und 2. Liga bei ihrer außerplanmäßigen Vollversammlung am 31. März folgen, auch weil es gar keine andere Möglichkeit gibt.

Derweil arbeitet die Liga ›unter Hochdruck an Konzepten, Spiele zu gegebenem Zeitpunkt - der Situation geschuldet - auch ohne Stadion-Zuschauer und mit einem Minimal-Einsatz von Arbeitskräften in den Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien durchzuführen‹, wie es in einer Mitteilung der DFL heißt.

Präsidiumsmitglied Alexander Wehrle (GF 1.FC Köln) wird zitiert: »Kurzfristig ist an reguläres Mannschaftstraining und damit an einen sportlichen Wettbewerb ohnehin nicht zu denken. Das gemeinsame Ziel des deutschen Profifußballs, die Saison 2019/20 zu Ende zu spielen, bleibt bestehen. Dafür gibt es unterschiedliche Szenarien, mit denen wir uns nun mit dem nötigen Zeitrahmen und abhängig von der Entwicklung der Situation noch intensiver befassen werden.«

In Mönchengladbach wurde nach der Verschärfung des Kontaktverbotes der Betrieb auf ein Minimum runtergefahren. »Wir versuchen, ohne richtiges Ziel einen Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten«, sagte Sportdirektor Max Eberl gegenüber dem TV-Sender Sky. »Das ist nicht ganz einfach. Die Jungs sind zu Hause, trainieren auf Fahrrädern und Laufbändern, oder können bei dem schönen Wetter auch mal in den Wald gehen und laufen.«

»Natürlich sind das gesellschaftlich gerade nachgelagerte Probleme«, so Eberl weiter. Dennoch ist klar, dass auch die Bundesliga und die Klubs vor einschneidenden Veränderungen stehen, deren Ausmaß momentan nicht greifbar ist. Fakt ist, dass weiter alles stillsteht und künftig alles und nichts passieren kann. Wie in so vielen Bereichen der Gesellschaft, die von der einen auf die andere Woche quasi auf links gekrempelt wurde.

 


von Redaktion TORfabrik

 

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