3. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC

1:0! Borussia gelingt Arbeitssieg gegen Hertha BSC

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Jonas Hofmann verpasste die Vorentscheidung - sein Handelfmeter wurde gehalten (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Mit 1:0 besiegte Borussia Mönchengladbach am Freitagabend Hertha BSC zum Auftakt des dritten Bundesligaspieltags. Das Tor des Abends erzielte Alassane Plea per Handelfmeter, Jonas Hofmann vergab nach der Pause einen weiteren Strafstoß. Am Ende reichte es zu einem knappen Arbeitssieg gegen dezimierte Berliner.

Borussias Trainer Daniel Farke schickte auch im dritten Bundesligaspiel die unveränderte Startelf ins Rennen. Elvedi, Itakura und Bensebaini, die unter der Woche im Training wegen diverser Blessuren kürzer treten mussten, standen zur Verfügung. Lars Stindl gehörte nach überstandener Verletzung wieder dem Kader an, für ihn musste Rocco Reitz weichen.

Von Beginn an entwickelte sich im Borussia-Park ein munteres Spiel, bei dem Borussia erwartungsgemäß mehr Ballbesitz hatte, Hertha aber durchaus gewillt war, selbst etwas nach vorne zu machen. Die erste Chance hatten die Borussen in der 7. Minute und die hatte es in sich: Itakura spielte einen langen Ball auf Thuram, der für Plea ablegte. Der Franzose zog von links in den Strafraum und zirkelte den Ball - noch abgefälscht - an den rechten Pfosten.

Thuram trifft nicht - Sommer kann sich auszeichnen

Es gab weitere Halbchancen für die Gladbacher, aber auch die Berliner waren mit ihren schnellen Offensivspielern gefährlich und einige Male drohte Gefahr vor dem Kasten von Yann Sommer. In der 17. Minute hatten die Borussenfans den Torschrei auf den Lippen, als Thuram einen Rebound im Anschluss an eine Hofmann-Ecke aus kurzer Distanz nicht über die Linie brachte.

Auf der anderen Seite konnte sich Sommer auszeichnen, nachdem Scally vorne den Ball verlor und Ejuke nach einem starken Solo zum Abschluss kam, aber in Borussias Goalie seinen Meister fand (21.). Kurz darauf musste sich Sommer erneut strecken, nachdem der flinke Lukebakio von der Seite abgezogen hatte (25.). Acht Minuten später schenkte Herthas Mittelstädt den Gladbachern einen Handelfmeter.

Plea trifft vom Punkt - Nach der Pause wackelt Borussia

Hofmann flankte von der rechten Seite und Mittelstädt sprang an der Strafraumgrenze mit erhobenem Arm in den Ball. Der Elfmeterpfiff war unzweifelhaft und Plea ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen - auch wenn Herthas Keeper Christensen die Ecke geahnt hatte (34.). Die Führung der Fohlenelf war verdient, aber die Hertha zeigte eine gute Reaktion und hatte durch Kanga die Ausgleichschance, dessen Fallrückzieher vom Elfmeterpunkt aber genau auf Sommer gezielt war (43.) Noch in der gleichen Minute zog Lukebakio vom Flügel nach innen - schoss jedoch freistehend vorbei.

Fast mit dem Pausenpfiff hatten dann die Fohlen noch eine Großchance. Nach einer Freistoßflanke von Hofmann kam Elvedi am Fünfer vor dem Torwart an den Ball, köpfte jedoch knapp am Kasten vorbei. Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahm Hertha das Kommando und setzte sich für längere Phasen in der Gladbacher Hälfte fest. Die Borussen verteidigten aufmerksam, machten sich das Leben durch Ballverluste und leichte Fehler aber unnötig schwer.

Hofmann vergibt den zweiten Handelfmeter - Hertha zwanzig Minuten in Unterzahl

Es dauerte bis zur 66. Minute, ehe es die nächste Torgelegenheit für die Gastgeber gab. Nach einem Umschaltangriff spielte Hofmann Doppelpass mit Neuhaus - sein Schuss im Strafraum wurde im letzten Moment geblockt. Die Borussen hatten wieder mehr Zugriff und bekamen die Chance zur Entscheidung drei Minuten später auf dem Silbertablett serviert. Nach einer Ecke sprang Uremovic der Ball im Kopfballduell mit Bensebaini an die Hand und nach Videobeweis gab es den zweiten Handelfmeter des Abends - und die Gelb-Rote Karte für den Berliner.

Obwohl Bensebaini schießen wollte, schnappte sich Hofmann den Ball - und scheiterte an Christensen. Auch wenn Hertha in den letzten zwanzig Minuten in Unterzahl agierte, stand das Spiel auf des Messers Schneide. Die Borussen nutzten die Überzahl zwar für längere Ballbesitzpassagen, ohne dabei aber den entscheidenden Punch setzen zu können. Derweil versuchten die Berliner alles - und wären fast erfolgreich gewesen. Nach einer abgewehrten Freistoßflanke machte Kramer die Sache nochmal scharf, Jovetic zog ab und der Ball zischte am langen Pfosten vorbei, wo der eingewechselte Boateng knapp zu spät kam (88.).

Mühevoll, aber nicht unverdient

Am Ende schafften es die Borussen, den knappen Arbeitssieg über die Zeit zu bringen. Nach einem in der ersten Halbzeit etwas wilden, aber ansehnlichen und interessanten Spiel, verloren die Fohlen nach dem Seitenwechsel phasenweise die Kontrolle und die Partie drohte zu kippen. Letztlich war der zweite Heimsieg der Saison mühevoll, aber nicht unverdient.

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Scally, Itakura, Elvedi, Bensebaini - Kramer, Koné - Hofmann (90.+1 Wolf), Neuhaus (90.+6 Friedrich), Plea (90.+4 Herrmann) - Thuram

weiter im Kader: Sippel (ETW), Stindl, Lainer, Netz, Jantschke, Borges Sanches

Hertha BSC: Christensen - Kenny, Uremovic, Kempf, Mittelstädt - Sunjic (57. Boetius), Tousart (83. Boateng), S. Serdar (83. Selke) - Lukebakio, Kanga (72. Jovetic), Ejuke (72. Dardai)

Tore: 1:0 Plea (34./Handelfmeter)

Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck

Gelbe Karten: Herrmann -

Gelb-Rote Karte: Uremovic (70.)

Besondere Vorkommnisse: Hofmann verschießt Handelfmeter (70.)

Zuschauer: 48.411

 


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